Kann es sein, dass die Zeit immer langsamer vergeht?

Das Ergebnis basiert auf 24 Abstimmungen

Nein 58%
Ja 21%
Es könnte so sein 21%

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich tue mich damit auch schwer, denn du brauchst ja einen Bezugspunkt, um festlegen zu können, dass Zeit "langsamer" vergeht. Oder dass das Universum "mehr" Zeit hätte (mehr als was?).

Die SRT sagt ja nur, dass es Eigenzeiten gibt (systemabhängige Zeiten), und dass Geschwindigkeiten dabei eine Rolle spielen. Die Zeitdilatation und das Zwillingsparadoxon sind ja relative Phänomene (z.B. im Vergleich bewegtes Myon und Erdoberfläche als 2 Systeme). Auch für den sog. "Reisezwilling" vergeht in einem Jahr exakt ein Jahr - aus seiner Sicht. Aus der Sicht des anderen ist es anders.

Die ART befasst sich mit der Gravitation und der Zeit.

Deine Theorie befasst sich aber mit etwas anderem, einer "zeitabhängigen Zeit" (früher lief die Zeit anders als heute). Das wäre in etwa so, als wäre ein Meter an einer Stelle der Erde kürzer als an einer anderen. Das ist mir aber auch noch nie untergekommen beim Lesen.

Auch bei der SRT vergeht die Zeit selber nicht schneller oder langsamer, der Trick beim Zwillingsparadon ist ja nur der, dass beide Systeme (Erde und Raumschiff) eigene Zeitstrahlen haben, die länger bzw. kürzer sind. Für den einen vergehen x Jahre, aber für den anderen y Jahre.

Die Einheit selber (Sekunde) ist davon aber nicht betroffen. 1 s ist immer 1 s.

Früher hatte ich da auch ein Verständnisproblem. Erst danach ist mir klar geworden, dass der Reisezwilling eben nicht langsamer altert als normal. Er altert völlig normal, nur ist für ihn eben nicht dieselbe Zeit vergangen wie für seinen Bruder.

Woher ich das weiß:Beruf – angestellter Chemiker (Dr. rer. nat.)

Hä, was hat das bitte mit meiner HIER aufgeführten Behauptung zu tun!

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@Mumumumumu412

Es hat insofern damit zu tun, als dass dargestellt wird, was es überhaupt bedeutet, etwas "langsamer" zu nennen. Also dass es "langsamer" nur im Vergleich zu einer anderen Sache geben kann. Schneller übrigens auch.

Wenn die Zeit im ganzen Universum langsamer würde, könnten wir das nicht feststellen, da wir keine Möglichkeit zum Vergleich hätten. Es handelt sich also um eine nicht überprüfbare Idee. Und so lange es keine Möglichkeit gibt, die Idee zu prüfen, ist es keine Idee von wissenschaftlichen Wert. Eher eine Glaubensvorstellung und davon gibt es beliebig viele.

Außerdem: Wenn alles im Universum stetig langsamer abluafen würde, dann wohl auch die physikalischen und chemischen Prozesse, die innerhalb des Universums stattfinden. Somit stünde nicht "mehr Zeit" zur Verfügung, in der irgendetwas geschehen oder sich entwickeln könnte. Die Übergänge von Ereignis zu Ereignis und von Zustand zu Zustand wären länger. Was, wie beschrieben, nicht erfassbar ist und somit nichts bedeutet.

Die Ungereimtheiten in Bezug auf das Alter bestimmter, sehr weit entfernter Objekte, kommen in Zusammenhang mit ungenauen Messungen auf. Bei sehr weit entfernten Objekten ist das nunmal schwierig.

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Nein

Stelle dir mal vor, es gäbe Zeit gar nicht ... Zeit wäre ein dimensionaler Wackelpudding in dem sich das ganze Universum befindet. In dem Wackelpudding gäbe es nur Vorgänge, die in eine Richtung laufen.

So weit einverstanden?!?

Jetzt kommt so´n unwissendes Menschlein daher, denkt: nachts dunkel, tags hell, dann teilen wir mal die "Zeit"räume dazwischen in Einheiten auf, damit ich mich mit meinen Kumpels zu saufen verabreden kann. Erdgebunden völlig nachvollziehbar.

Schon dem Sonnensystem ist die Einteilung egal, von der Milchstraße mal abgesehen ist es auch dem "Rest" des Universums schnurz, "wann" wir saufen gehen.

Was machen wir bloß, wenn es die 4. Dimension im Raum-Zeit-Kontinuum nicht gibt?!? Abstinent werde ich deshalb bestimmt nicht ... ;oP

Selten so einen Schmalen gelesen!

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@Mumumumumu412

So?!? Man muss ja nicht auf dem Stand von panta rhei verbleiben oder Herrn Leibniz folgend Raum und Zeit nur als gedankliche Konstruktion für die Beziehung von Ereignissen halten, aber wenn die Loop-Quantengravitation von Schaum an Rande der Plank-Zeit ausgehen darf, dann ist mein Pudding - der gar nicht auf meinem Mist gewachsen ist - zumindest bis zum Beweis einer anderen Theorie ebenso eine solche.

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@Quandt

Sorry statt Schmalen meinte ich natürlich Scheiß!

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@Mumumumumu412

Wie gesagt nicht mein schmaler ... aber was kann ich als Mensch schon einem gottgleichen Lichtwesen entgegensetzen.

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Nein

Zeit ist Zeit.

Sie besitzt keine variable "Geschwindigkeit" im engeren Sinne. Sie besteht sozusagen aus vielen aneinander gereihten, statischen Momenten.

Zeit ist grundsätzlich durch eine Planck-Konstante geregelt, nämlich die Planck-Zeit (10^-44 Sekunden).

Dieser Wert ist unveränderbar, wodurch auch der universelle/kosmische Zeitstrahl konstant bleibt. (Im Rahmen relativistischer Effekte, kann Zeit jedoch unterschiedlich erlebt werden.)

Die Ausdehnung des Raums, hat somit keinerlei Auswirkung auf den universellen Zeitfluss.

Nein

Nein sie vergeht gleich schnell,nur das Empfinden der Menschen die nichts zu tun haben denken ,das die Zeit nicht vergeht oder jeden Moment stehen bleibt.Menschen die hoch konzentriert arbeiten haben keine Zeit um ständig auf die Uhr zu schauen.

Verlorene Lebenszeit durch nichts tun oder wenig tun ist nicht akzeptabel und aus diesem Grund habe ich das Empfinden,das die Zeit sehr rasant vergeht.

Das Vergehen der Zeit ist ein individuelles Empfinden und wird von jeden Menschen anderst wahr genommen.

Begründen bitte was pysikalisch gesehen gegen meine Hypothese spricht?

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Nein

Ich würde eher die gesamte Zeit als Ganzes sehen und nicht von "Zeit vergeht" sprechen.

Nimmst Du also die gesamte Raumzeit die es aus deiner Sicht je gegeben hat und je geben wird. Wo ist dann da das langsamer, oder schneller? Das ist ein statisches Gebilde von Raumzeit.

Dass man Objekte gefunden hat die angeblich älter sind als das Universum selbst deutet nur darauf hin, dass man das Alter nicht genau genug bestimmen kann.

Außerdem sind die Abweichung nicht mal so gewaltig. Das geht eher in die Richtung, oha, der Stern ist so alt, das stimmt nicht mit unseren Modellen von der Bildung der ersten Sterne überein - da muss man noch mal dran arbeiten.

Gruß

Dass man Objekte gefunden hat die angeblich älter sind als das Universum selbst

Hat "man" das? Quelle?

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@ABCD1910

HD 140283

Methusalem Sterne kennt man doch, oder?

Aber wie gesagt, eher Messungenauigkeit als dass die wirklich älter wären.

Gruß

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Die Zeit vergeht relativ gesehen manchmal schneller oder langsamer, könnte es dann nicht sein das die Zeit jetzt im Vergleich zu der Zeit vor zum Beispiel 1Milliarden Jahr langsamer vergeht?

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@Mumumumumu412

Was spielt das für eine Rolle?

Du betrachtest die Zeit als etwas, was noch ein übergeordente Zeit hätte, etwas nach dem Du messen würdest. Das gibt es nach aktuellen Erkenntnissen nicht.

Stell dir die Zeit einfach als Ganzes vor. Kannst Du auch als Zeitstrahl mit allen Ereignissen die je passiert sind und je passieren werden.

Gruß

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@AldoradoXYZ

Gut stellen wir uns den Zeitstrahl Mal als Lineal vor mit Zentimeter und Millimeter dann könnte es doch sein das die Entfernungen zwischen den Maßeinheiten am Anfang des Lineals gekürzt sind und die Abstände dann immer weiter gestreckt werden!

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@Mumumumumu412

Aber wozu? Was will man damit erklären?

Warum soll man das Modell komplexer machen, wenn man dadurch nicht an eine bessere Beschreibung der Realität kommt.

Auch wäre fraglich wie man so ein Phänomen nachweisen will.

Gab ja auch schon Spekulationen, dass die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum nicht konstant ist.

Es muss halt überprüfbar sein und im Idealfall kann man damit genauere Vorhersagen machen.

Gruß

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@AldoradoXYZ

Also ich finde schon die Beschreibung das das Universum mehr Zeit für seine Entwicklung hatte von Bedeutung ist!

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@Mumumumumu412

Es hat nicht "mehr Zeit" wenn die Zeit schneller oder langsamer vergeht.

Darum solltest Du dir die Zeit ja auch als Ganzes vorstellen.

Wenn Du einen Zeitraum von einer Stunde nimmst und diese Zeit von außen betrachtet innerhalb von einer Sekunde vergeht, dann ist für einen Betrachter "innen" noch immer eine Stunde vergangen.

Universale Zeit gibt es sowieso nicht. Jeder hat seine eigene Zeit. Und in der Nähe von großen Massen vergeht diese nun mal langsamer.

Für ein Photon selbst vergeht zum Beispiel gar keine Zeit. Licht entsteht und wird im selben Moment schon wieder zerstört (aus Sicht des Photons selbst).

Gruß

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@AldoradoXYZ

Ich Stelle mir die Zeit durchaus als ganzes vor und sie vergeht trotzdem an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche schnell. Du solltest die den Raum und die Zeit als ganzes vorstellen!

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@Mumumumumu412

Ja, dann sind wir uns doch einig.

Das Universum hatte demnach auch nicht mehr Zeit. Es hatte die Zeit, die es eben hatte. Fast 14 Mrd Jahre. An einigen Stellen sind wir noch wesentlich näher am Urknall dran und an anderen Stellen sind wir schon einiges weiter.

Aus unsere Sicht sehen wir was innerhalb von 14 Mrd Jahren passiert ist. Und das ist es wohl. Und wenn wir raus gucken sehen wir in die Vergangenheit, genau was man erwarten würde.

Gruß

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@Mumumumumu412

Du hängst noch immer an Universalzeit. Zeit hatte nicht mehr Zeit und auch nicht weniger Zeit.

Und so wie das Universum aussieht braucht es auch gar nicht mehr oder weniger Zeit. Es musste nicht mehr passieren können, im Gegenteil, es wäre schlimm wenn mehr passiert wäre, dann würden unsere Beobachtungen nämlich nicht mehr passen.

So wie das aktuell ist passen die Schätzungen aufgrund von theoretischen Grundlagen so gut zu den Beobachtungen, dass es mich wundert wenn da jemand "mehr Zeit" sieht.

Gruß

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@Mumumumumu412

Würde die Zeit immer langsamer werden,würde ich alt wie eine Schildkröte 180 Jahre und älter.Mit anderen Worten,das Ausdehnen der Zeit ist nicht real,Zeit kann man nicht ziehen.Die Erde hat einen Tag/Nachtrhythmus inner halb einer bestimmten Zeit der von der Natur so vor gegeben ist und sich weder ziehen /strecken/dehnen und beschleunigen lässt.Nach diesen Rhythmus leben wir Menschen seit dem es uns auf diesem Planeten gibt.

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@Archimedes777

Ok, da ist nicht richtig.

In der Nähe großer Massen vergeht Zeit langsamer. Wenn man sich bewegt vergeht die Zeit langsamer relativ zur langsameren Objekten.

Ich meine die Allgemein und spezielle Relativitätstheorie sind nicht einfach nur so da.

Und die Effekte sind auch nicht so zu vernachlässigen, dass das wirklich egal wäre. GPS muss diese Effekte sehr wohl einbeziehen, sonst würde das System gar nicht korrekt funktionieren.

würde ich alt wie eine Schildkröte 180 Jahre und älter

Allerdings muss man sagen, dass wenn deine persönliche Zeit langsamer vergeht, dass Du eben nicht 180 Jahre alt wirst. Deine persönliche erlebte Zeit bleibt unverändert. Nur jemand der dich von außen betrachtet mag den Eindruck gewinnen, dass deine Zeit langsamer vergeht. Dadurch gewinnst Du aber keine Lebenszeit.

Ich meine das ist nun seit über 100 Jahren bekannt. Wie die Zeit vergeht.

Gruß

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@Archimedes777

Nein! Wenn dann würde die Zeit GLEICHZEITIG überall immer langsamer, so etwas würde nicht aufgefallen!

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@Mumumumumu412

Ja und es spielt keine Rolle. Es gibt keine absolute Reverenzzeit.

Die Zeit im Universum könnte für, ja für wie lange eigentlich, stehen bleiben und es wäre völlig egal.

Genau genommen ist das Vergehen von Zeit nur ein Maß nach dem sich Dinge ändern. Würde sich nichts ändern, dann könnte man nicht mal ein Verstreichen von Zeit feststellen.

Zeit könnte anhalten, doppelt so schnell vergehen, was immer das bedeuten soll, und doch würde das einfach keinen Unterschied machen.

Gruß

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@AldoradoXYZ

Ok,Ich respektiere das Gesetz der Natur ob mit Zeit oder ohne Zeit,Real ist der Mensch wird geboren und verlässt diese Welt wenn es Zeit wird..Die Zeit ist für uns Menschen eine messbare Größe ,aber die Zeit ist kein Werkstoff den man bearbeiten kann.unser Leben ist eingebettet in den Prozess -leben und sterben-.

Aus der Lebenszeit etwas zu machen,sie optimal zu gestalten und zu nutzen darüber denke ich nach.Wenn es gut läuft kann man 90-100 Jahre alt werden,

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@Archimedes777
 optimal zu gestalten

Das ist ziemlich subjektiv und liegt völlig in menschlichem Ermessen.

Wenn es gut läuft kann man 90-100 Jahre alt werden

Wenn es gut läuft wirst Du auch noch wesentlich älter. Ich weiß ja nicht wie alt Du jetzt bist, aber wenn Du noch 40-50 Jahre vor dir hast, dann dürfter der technologische Fortschritt dafür sorgen, dass Du noch wesentlich älter werden kannst.

Gruß

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@AldoradoXYZ

Moderne med .-Technik ist nicht immer der Garant für eine Lebenverlängerung.Eine Bekannte von mir starb mit 32 Jahren trotz moderner med.Technik.

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@Archimedes777

Also eine Garnatie gibt es natürlich nicht.

Du kannst auch vor ein Auto laufen und dann ist es schnell vorbei.

Die Wahrscheinlichkeit ist nur recht hoch.

Gruß

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@AldoradoXYZ
dann dürfter der technologische Fortschritt dafür sorgen, dass Du noch wesentlich älter werden kannst.

Bei gleichbleibendem Nahrungsangebot und medizinischer Versorgung.

Ich würde nicht darauf wetten, dass in 40-50 Jahren noch auf heutigem Niveau vorhanden ist.

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@Silicium58
Ich würde nicht darauf wetten, dass in 40-50 Jahren noch auf heutigem Niveau vorhanden ist.

Garantiert sogar nicht.

Warum sollte es auch ausgerechnet auf dem heutigen Stand stehen bleiben? Wird eher immer besser und das sogar vergleichsweise schnell. Wo wir vor wenigen Generationen noch Ewigkeiten gebraucht haben zweistellige Steigerungsraten zu erzielen erleben wir das inzwischen innerhalb eines Menschenlebens.

Gruß

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@AldoradoXYZ

Ich sehe das etwas pessimistischer. Wir wissen nicht, ob in 50 Jahren überhaupt noch Geld in ernstzunehmende Wissenschaft gepumpt wird; wie die weltweite Ernährungssituation aussieht und welche Kriege mit welchen Folgen ausgefochten wurden.

Täusche ich mich damit, bleibt immer noch die Frage, wer es finanzieren möchte, dass Menschen durchschnittlich um die 120 Jahre lebten.

Und wer es dulden wird.

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@Silicium58

Kriegerische Konflikte werden nun schon einzige Zeit immer kleiner und laufen immer schneller ab.

Auf der anderen Seite bietet das natürlich keine Garantie, dass es nicht doch mal größer knallt.

Nahrungsproduktion dürfte immer weiter verbessert werden. Würde mich wundern, wenn es da Stagnation, oder sogar Umkehr geben würde. Das müsste sich erst mal irgendwie begründen.

ob in 50 Jahren überhaupt noch Geld in ernstzunehmende Wissenschaft gepumpt wird

Nie zuvor haben wir so schnell neues Wissen gewonnen wie heute und ein Ende der Beschleunigung ist zumindest aktuell nicht in Sicht.

Natürlich kann immer etwas dazwischen kommen, davon ausgehen würde ich aber nicht. Da müsste man schon konkrete Beispiele bringen was die Entwicklung aufhalten würde.

Der pessimistische Grundansatz ist für mich allein deshalb schon ungültig, weil er in der Rückschau so schlecht funktioniert.

Gruß

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@AldoradoXYZ

Hat Spass gemacht Licht in das Dunkel zu bringen und mal eine andere Sichtweise der Dinge zur Kenntnis zu nehmen.Bleib Gesund und Corona frei bis zur nächsten Diskussionsrunde,freu mich schon drauf,bis da hin .

Ebenfalls alles Gute!!!

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