Kann es eine Wirtschafts-/Gesellschaftsform geben, ohne Verlierer?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn man lebensnotwendiges einfach vom Reichtum abkoppelt ist es möglich.

Also das soll heißen, daß alles, was wirklich jeder Mensch zum Leben braucht nicht abhängig ist von so nutzlosem wie Geld.

Essen, Kleidung, Wohnraum, Medizin, Bildung. All das sollte nicht davon abhängig sein ob man es sich leisten kann.

Alles andere ist Luxus und kann sich durchaus bei dem einen mehr anhäufen als bei dem anderen. Wer unbedingt 5 Autos "braucht" soll sie sich halt leisten. Ansonsten kann er ja zu Fuß gehen. ;)

Reichtum im Sinne daß einer 5 Häuser besitzt und dafür ein anderer obdachlos bleibt sollte es nicht geben dürfen.

Reichtum muss vernünftig begrenzt werden. Ansonsten ist er asozial.

warehouse14

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das war eine wirklich gute antwort! etwas in der richtung erscheint mir tatsächlich am sinnvollsten. wenn das lebensnotwendige vom staat und der, wohlhabenderen, gesellschaft bereitgestellt wird, könnte jeder mensch zumindest ein lebenswertes leben führen ...

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@JoshuasFragende

Ja, nur verdient der Staat selbst kein Geld. Und die Wohlhabenden geben freiwillig nichts ab.

Auch dürfte es nicht möglich sein, die Ernährung, Bildung und medizinische Versorgung allein aus den Vermögen der Wohlhabenden sicherzustellen.

Es müssen Alle etwas dazu beitragen. Und das können Sie ja, denn Sie leisten Ihre Arbeit die der Gesellschaft eben so dient, wie die lebensmittelproduzierenden Landwirte usw.

Die Höhe der privaten Vermögen und Einkommen muss gedeckelt, der Rest an den Staat abgeführt werden.

Dafür gibts kostenlose Bildung, Nahverkehr, Infrastruktur, Medizin und Nahrungsmittel

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Danke für den Stern! :)

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Ich glaube nicht. Ich glaube, dass es Menschen gibt, die viel dazu beitragen, Wohlstand zu erarbeiten und andere, die eben nichts oder nur sehr wenig dazu beitragen, gleichwohl aber "angemessene" Teilhabe am Wohlstand für sich einfordern.

Ich habe als junger Mann während meines Studiums in einer WG gewohnt. Da ging man mit großen Idealen an die Sache ran und irgendwie bin ich am Ende immer vor dem leer gegessenen Kühlschrank gestanden. Und das, obwohl ich die Fresspakete meiner Eltern immer da reingetan hab. Gefühlte 12 Monate später und und ungezählte durchdiskutierte Nächte hab ich dann aufgegeben. Ich habe meine Lebensmittel in meinem Zimmer aufgehoben und wurde dafür als "Egomane mit faschistoiden Tendenzen" bezeichnet.

Es muss nicht immer so laufen, aber das ist einer der Gründe, warum ich immer skeptisch bin, wenn die Habenichtse von Gerechtigkeit sprechen. Die wollen dann immer an mein Leder. Und wenn sie es dann haben, wollen sie von Ihren eigenen Ideen nichts mehr wissen. So lange, bis wieder leergefuttert ist.....

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Das ist wie im realexistierenden Sozialismus: Das System an sich würde es zwar ermöglichen, dass es allen gleich gut ginge. Aber da nicht alle mitspielen und lieber ihren eigenen Vorteil suchen - oder aber überhaupt keine Leistung mehr für die Gemeinschaft erbringen - geht es am Ende allen gleich schlecht.

Der typische Reaktion des Systems ist dann, das Mitmachen mit Gewalt zu erzwingen: Mit Diffamierung, Umerziehung, körperlicher Gewalt, Mauern und Selbstschussanlagen. Das Ergebnis: Es geht nicht nur allen gleich schlecht, sondern es fühlt sich auch noch an wie im Gefängnis.

Vor die Wahl gestellt, entscheiden sich die Bürger dann lieber für "Freiheit in Armut" statt für "Gefängnis in Armut" und kippen das System. Und die Verfechter des Systems fühlen sich völlig unverstanden.

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Warum hassen viele Leute arme Menschen bzw. die Unterschicht?

Verstärkt nimmt man in Deutschland Meinungen und Diskussionen wahr, in dem arme Menschen als Abschaum der Gesellschaft betitelt werden. Als Versager, Verlierer, Schmarotzer, Asoziale, Pöbel, Gesindel, niedere Kreaturen und einfach als ekalhaft abgestempelt werden.

War das schon immer so und in jeder Kultur vorhanden? Gilt man als ein "schlechterer" Mensch solange man kein Geld, wunderschönes Aussehen oder Macht zu bieten hat?

Oder gibt es einfach mittlerweile zu viele arrogante und abgehobene Menschen? Wenn aber derartig viele Menschen mit Wohlstand prallen und sich über andere stellen, heisst das dann, dass es der durchschnittlichen Bevölkerung besser geht als erwartet und die Unterschicht nur eine unangenehme Minderheit ist?

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