Kann es bei Gabe reinen Sauerstoffs auch eine Übersättigung geben?

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1899 entdeckte Lorraine Smith, daß unter normobaren Bedingungen eine 0²-Beatmung schwere Lungenschäden hervorrufen kann. Entscheidend für die Schädigung ist die Expositionszeit und der Partialdruck des Sauerstoffs. Wenn der Sauerstoff noch unter Druck in die Lungen gelangt (was bei beatmeten Patienten ja vorkommen soll ), so wird dieser schädigende Effekt gesteigert. Die Toxizität ist also abhängig von 3 Komponenten - Expositionszeit, Höhe des Sauerstoffpartialdrucks (sprich Höhe der O2-Insufflation) und dem Druck, mit dem der Sauerstoff in die Lungen gelangt. Es kommt zu einem Alveolarödem, welches sich als Barriere für einen ungestörten Gasaustausch herausstellt. Bei längeranhaltender Hyperoxie kann es zu Ausbildung eines Lungenödems, Thrombozytenanlagerungen, Ausbildung hyaliner Membranen (ähnlich ARDS), und Nekrosen kommen.

Also immer nur so viel Sauerstoff wie nötig, sowenig wie möglich. Bei spontanatmenden Patienten ist die Gefahr der Sauerstoffintoxikation nicht so sehr gegeben. Allerdings sollte man schon die Sauerstoffzufuhr und den Effekt überwachen. (Blutgasanalyse).

Bei zu hoher Sauerstoffgabe wird von den o2 Rezeptoren dem Gehirn mitgeteilt, dass genügend Sauerstoff im Blut ist, dadurch kann die Atemfrequenz reduziert werden. Bei extrem hoher Sauerstoffzufuhr (zB über 10 Liter) kann man sogar einen (mitunter tödlichen) Atemstillstand provozieren. Übrings, normale o2 Sättigung ist bei gesunden Menschen 99 bis 100%. Bei Lungenkranken schon mal 96-98 %. Unter 90 % wird es gefährlich.

Nein. Die Sauerstoffsättigung im Blut liegt sowieso schon bei ~95-98%. Bei einer Operation mit Anästhesie wird der Pegel vor der Intubation sogar extra optimalerweise auf 100% angehoben.

falsch

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