Kann er sich "rausklagen"?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Wenn die Eltern ihn nach der Psychatrie nicht mehr zuhause aufnehmen, dann wird er über das Jugendamt in eine betreute WG kommen. 

Er ist noch nicht volljährig, also bestimmen entweder die Eltern oder das Jugendamt über seinen Aufenthalt.

Wie soll er sich da rausklagen? Das Jugendamt wird eine Betreuung nur in Absprache mit dem Familiengericht übernehmen. Da hat er zwar ein Mitspracherecht, aber er ist zu jung, um alleine zu wohnen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nö.

Gegen wen sollte er auch klagen?

Seine Mutter kann ihn nicht einweisen, das muss schon ein Arzt gewesen sein. Und der muss einen guten Grund für ein so genanntes PsychKG gehabt haben.

Sonst könnte ja jeder seine Verwandten die ihm auf den keks gehen oder die er gerne entmündigt hätte 'einweisen'.

Was man beantragen kann ist eine Anhörung durch einen Richter des Amtsgerichtes, der dann entscheidet ob er weiter untergebracht werden muss oder nicht. Mag sein dass da bei minderjährigen das Jugendamt noch Mitspracherecht hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
turnmami 07.03.2016, 19:47

Bei jeder "Zwangseinweisung" bestimmt zuerst ein Familiengericht über den Aufenthalt des Jugendlichen. Dazu gehört auch eine Anhörung des Betroffenen. Wenn der Richter dann den Aufenthalt bestimmt, sieh es schlecht aus für denjenigen

0
Seanna 07.03.2016, 19:58

Auch da muss es die Möglichkeit einer Überprüfung durch einen Richter und einen Zweitgutachter geben.

0

Man kann sicher Tests beantragen, die beweisen, dass er vor der Einweisung gesund war und keine psychischen Probleme hatte.
Und wenn du als Freundin dann vielleicht auch mal in einem Gespräch mitredest könnte es sicher deutlich einfacher werden, ihn dort wieder heraus zu bekommen.
Im schlimmsten Falle muss man sich sonst ans Jugendamt der jeweiligen Stadt wenden oder direkt einen Anwalt aufsuchen (was natürlich meistens Geld kostet, weshalb das Jugendamt die näherliegende Lösung ist).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Janouschka 06.03.2016, 22:53

Das Problem ist, dass er psychisch nicht gesund war. Er ist schwer depressiv... Aber er war keineswegs suizidgefährdet.

Ich kann an keinem Gespräch teilnehmen. Dafür müsste ich ja hinfahren, aber wo soll ich das Geld für Unterkunft etc hernehmen?

0
RMHaus 06.03.2016, 22:55

Naja, trotzdem könnte man dies sicher auf irgendeine Art und Weise prüfen.

Notfalls kann man sowas in der heutigen Zeit doch auch per Telefon oder gar per Skype etc. führen, wenn der Weg deutlich zu weit ist.

0
Janouschka 06.03.2016, 22:59
@RMHaus

Ja, schon. 1000km sind deutlich zu weit..

Ich wüsste nicht wie man das nachweisen sollte. Die können ja nicht in seinen Kopf gucken. 

0
RMHaus 06.03.2016, 23:01

Aber es gibt bestimmt Spezialisten die bestimmte Fragen o.ä. stellen um herauszufinden, wie er denkt und was er denkt.
Sowas ist sicher alles möglich. Ansonsten kannst du doch auch einfach mal einen Anwalt anrufen und fragen, ob es was kosten würde, ihn ein paar Fragen zu stellen.
Vielleicht kann man ihn auch auf rechtlichen Weg dort herauskriegen, denn wenn bewiesen wird, dass er klar denken kann, hat er sicher auch ein Recht darauf mitzubestimmen ob er in dieser Einrichtung bleibt oder nicht.

1
RMHaus 06.03.2016, 23:05

Gerne!

0

Bin zwar kein Jura Student oder ähnliches aber wenn er Nachweislich gesund ist sollte er da wieder raus kommen. Denke mal dir und ihm ist klar dass das nicht von heut auf morgen geht aber das sollte klappen. Und du musst dich da auch einsetzten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Janouschka 06.03.2016, 22:46

Wie soll ich das von hier aus machen?

Ach ja.. Er ist nicht gesund. Er ist depressiv. Schwer sogar, aber er war trotzdem nicht suizidgefährdet.

0

Was möchtest Du wissen?