Kann einem letztrangigen Gläubiger bei Aussuchtslosigkeit die Zwangsversteigerung versagt werden?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

wenn das FA aus dem 4.rangigen Recht die Zwangsversteigerung betreibt bleiben alle vorrangigen Rechte bestehen und müssen vom Ersteher in voller Nominalhöhe übenommen werden. Also z.B. Beispiel eine Grundschuld von € 100.000,-- muß in dieser Höhe als bestehenbleibendes Recht übernommen werden, auch wenn sie nur noch in Höhe von € 50.000,- bei der Bank valutiert. In deinem Falle wäre zu prüfen, wo die Summe der (vorrangigen) Rechte 1-3) ausläuft, den erst dann kommt das FA bei der Zuteilung dran. Sind die Rechte 1-3 schon höher als der Wert des Hauses würde eine vom FA alleine betriebene Versteigerung ergebnislos bleiben, weil niemánd bieten würde, wenn die bestehenbeleibenden Rechte schon mehr als den Objektwert ausmachen. Aber rechtlich zulässig wäre ein Versteigerungsantrag des FA durchaus. Ich glaube die Bagatellgrenze für alle Gläubiger liegt bei € 500,--..

Versteigert wird die Immobilie so oder so. Nur wer welchen Anteil erhält richtet sich, wie Du schon schreibst, nach einer bestimmten Rangfolge. Der letzte, wohl in diesem Fall das FA, bekommt was übrig bleibt, bzw. nichts.

Hmmm, das war nicht ganz meine Intention. Dass die Steuerheinis leer ausgehen, ist eh klar. Allerdings sollte es doch einen (juristischen) Weg geben, diesem Unfug Einhalt zu gebieten. Schließlich verschwenden die Steuergelder, in dem sie aussichtlose Vollstreckungsmaßnahmen betreiben.

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