Kann unsere Wirtschaft unendlich wachsen?

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13 Antworten

In einer endlich grossen Welt mit endlich vielen Ressourcen in der endlich viele Menschen mit endlich viel Lebenszeit und endlich viel Geld nur endlich viele Bedürfnisse befriedigen können, kann es kein unendliches Wachstum geben.

Was wir derzeit sehen ist eine Optimierung der Produktion (=um aus den endlich vielen Ressourcen ein Maximum an Output zu produzieren) und auf der anderen Seite eine "Optimierung" des Konsums (=im Sinne eines möglichst rasanten und grossen Verbrauchs von Gütern, Stichworte "Wegwerfgesellschaft" und "Konsumterror", daher auch die Anführungszeichen).

zur Produktivität:
Ein Unternehmen strebt eine höhere Produktivität an. Das bedeutet:

  • entweder mit den gleichen Ressourcen mehr zu produzieren: Das führt zu immer billigeren Produkten, die aber irgendwann wg. Marktsättigung nicht mehr verkäuflich sind
  • oder mit weniger Ressourcen die bisherigen Produkte erzeugen: Das entzieht dem Wirtschaftskreislauf aber Kapital. Beispiel: Firma X kündigt allen Mitarbeitern und ersetzt sie gegen Roboter. Ihre Marge liegt jetzt höher, aber das Geld konzentriert sich beim Besitzer der Produktionsmittel, während die arbeitslosen Ex-Mitarbeiter kein Geld mehr für den Konsum haben

Diese Stellschrauben dürften zwar noch eine Weile wirken, sind aber irgendwann dann doch auch einmal ausgereizt.

Bliebe noch der "Ausweg" einer immer grösseren absoluten Zahl an Menschen: Da aber auch diese nicht mehr sonderlich vergrösserbar ist, ohne dass der Planet ökologisch zusammenbricht, wird die Ökonomie zwangsläufig in die Wachstumsfalle laufen.

Entsprechend wird es eine "Post-Wachstums-Ökonomie" brauchen, an der ja durchaus auch geforscht wird:

http://www.postwachstumsoekonomie.de/material/grundzuege/

Da eine solche "Postökonomie" allerdings zwangsläufig jene schlechter stellen würde, die heute die Gewinner des Kapitalismus sind (und an den Schalthebeln der Macht sitzen!), wäre es schlichtweg unrealistisch, daran zu glauben, dass sich dieser Wandel friedlich vollziehen wird. Ohne Revolution oder Krieg wird eine solch grundlegende Änderung der Gesellschaftsordnung wohl nicht möglich sein -soviel Sozialpessimismus muss man allen "Reformern" leider immer wieder in Erinnerung rufen.

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Eine mäßige Inflationsrate ermöglicht sanfte Anpassungsprozesse, denn ein sich ständig wandelnder Wirtschaftsprozess enthält sowohl Niedergang wie Neugründung. Wirtschaft ist Wandel und ständige Umgruppierung. Wichtig für die Gesellschaft ist, dass alle mit Gütern versorgt sind und Arbeit haben, bei einem 80 Millionen-Volk keine einfache Sache. Wachstum bedeutet, dass das Neue den Niedergang des Alten überwiegt. Dass die Steigerung der Einkommen etwas größer ist als die Steigerung der Preise. Wenn in den letzten Jahren immer mehr Firmen Geld mit Recycling verdienen, geht auch das in das Wirtschaftswachstum ein, obwohl der Rohstoffverbrauch gesenkt wurde. Wenn man noch dazu nimmt, wie das BIP erfasst wird, dann hatten wir seit den 50er Jahren alleine dadurch Wachstum, dass Frauen mit ihrer Arbeit im BIP gezählt wurden, was vorher nicht der Fall war. Denn das BIP zählt die marktbewerteten Aktivitäten und wenn ehemalige Hausfrauen jetzt z.B. in den Arbeitsprozess gehen und zu Hause eine Haushaltskraft bezahlen (wenn das nicht "schwarz" geschieht), dann steigt das BIP enorm. Wirtschaftswachstum nach heutiger Messart bedeutet, dass die Marktaktivitäten zunehmen und auch der große Bereich der Müll- und Rückstandsentsorgung trägt zum Wachstum bei. Also Vorsicht mit dem Wort "Wachstum".

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Grundsätzlich ja, wenn man das Wachstum von der Ausbeute der Ressourcen weglenkt (Stichwort Recycling, erneuerbare Energien usw.).

Die Produktivität muss zudem an das Wachstum angekoppelt werden, damit keine Spekulationsblasen entstehen (die ja wieder auf Ressourcenausbeute setzen). Es muss Rohstoffkreisläufe geben. Die Arbeit insgesamt muss besser verteilt (30h-Woche oder weniger, Rente mit 60) und stärker in den Dienstleistungssektor (durch höhere Löhne für Dienstleister) umgelagert werden.

Das eigtl. Wachstum sollte sich also immer weniger im industriellen Output messen lassen, sondern in der Zufriedenheit der Menschen. Und die absolute Zufriedenheit wird es nie geben. Wenn also das Streben danach nie endet, endet auch nicht das Wachstum.

Theoretisch! ;)

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Die Wirtschaft unterliegt einem Wachstums-Zwang. Wächst die Wirtschaft nicht mehr, sondern wirtschaftet so auf dem gleichen Level herum wie bisher, dann sinkt der Wohlstand.

Der Wachstums-Zwang liegt aber in der Struktur des Geldes begründet. Ein anderes Geldsystem ohne Wachstums-Zwang ist prinzipiell kein technisches Problem. Nur fehlt es an Verständnis komplexer Zusammenhänge und dem politischen Willen.

Das Ende der Fahnenstange ist erreicht, wenn die Kapitalerträge größer werden, als der Wert der in der Realwirtschaft erwirtschaftet werden kann, um das Kapital zu bedienen.

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Keine Wirtschaft kann ewig unbegrenzt wachsen, schon weil irgendwann die Märkte abgedeckt sind, schon weil dies gar zu sehr die Natur schädigen würde, schon weil die Kaufkraft der Bevölkerung dafür nicht ausreicht.


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Es geht auch ohne staendiges Wachstum.Japan praktiziert diese Tatsache schon ueber Jahre. Die Kunst besteht darin, ein hohes Level beizubehalten.

Exportweltmeister: Handelsueberschuesse sind immer die Schulden der ANDEREN. Da aber nicht alle Volkswirtschaften gleich stark sein koennen, wird immer ein Gefaelle bestehen, das im Extremfall ausufern kann, siehe z.B. Griechenland und Andere. 

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Kommentar von felixuser
02.10.2016, 20:05

Dir ist schon klar da Japan zu einem der am größten pro Kopf verschuldeten Staaten, auf dieser Kartoffel gehören? 

Japan könnte unter Umständen, den Globalen Crash erst auslösen.  

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In aller Kürze,...

nein kann sie nicht, die Grenze wird spätestens durch die exponentiell mitwachsenden Schäden an unserer Ökosystem beschränkt, wenn diese einfach nicht mehr Finanzierbar sind. 

Einige Wirtschaftsanalysen gehen davon aus, das der Punkt so gut wie erreicht ist.

Was wird passieren, die Staatsverschuldung wird wachsen bis zu einem schwinden an vertrauen, was zum zerfall der eigenen Währung führt.

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Du kannst jedes jahr etwas wachsen das ist möglich da:

-immer mehr menschen, daher mehr nachfrage
-meht wohlstand ebenfalls mehr nachfrage
-technische fortschritte unterstützen uns bei prozessen. Daher mehr produktion.

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Kommentar von Meninthecastle
02.10.2016, 19:13

Aber wir haben doch garnicht unendlich Kapazitäten oder?

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Kommentar von fail94
02.10.2016, 19:14

Nein hier nicht. Aber auch hier wird die technik helfen, zudem gibt es viele erneuerbaren materialien.

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Ja, das kann sie. Es entstehen laufend neue Bedürfnisse, die es zu befriedigen gilt. Dazu bedarf es jedoch der Handlungsfreiheit aller Marktteilnehmer.

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Guck dir das mal an wenn du zeit hast. Ab einer gewissen Zeit geht es genau um das was du gefragt hast und du wirst eine richtig gute antwort hören..!

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In einer endlichen Welt, kann es kein unendliches Wachstum geben. Aber das werden sie und ihre Kinder und deren Kinder und deren Kinder und deren Kinder sicher noch nicht erleben.

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Schau mal hier rein.

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Da die Zinsen in der Welt sind ist das Wirtschaftswachstum logischerweise oder zwangsweise expotentiell. Expotentielle Systeme kollabieren irgendwann.

Wann das sein wird....pfff...keine Ahnung....

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Kommentar von Meninthecastle
02.10.2016, 19:14

Würden wir dann wieder von 0 anfangen?

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Kommentar von Centurio01
02.10.2016, 19:14

weil die menschen sich exponentiell vermehren müssen es auch guthaben, schulden und zinsen. schuld sind die kindermacher welche nicht verstehen dass der "planet" immer kleiner wird.

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