Kann unsere Wirtschaft unendlich wachsen?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In einer endlich grossen Welt mit endlich vielen Ressourcen in der endlich viele Menschen mit endlich viel Lebenszeit und endlich viel Geld nur endlich viele Bedürfnisse befriedigen können, kann es kein unendliches Wachstum geben.

Was wir derzeit sehen ist eine Optimierung der Produktion (=um aus den endlich vielen Ressourcen ein Maximum an Output zu produzieren) und auf der anderen Seite eine "Optimierung" des Konsums (=im Sinne eines möglichst rasanten und grossen Verbrauchs von Gütern, Stichworte "Wegwerfgesellschaft" und "Konsumterror", daher auch die Anführungszeichen).

zur Produktivität:
Ein Unternehmen strebt eine höhere Produktivität an. Das bedeutet:

  • entweder mit den gleichen Ressourcen mehr zu produzieren: Das führt zu immer billigeren Produkten, die aber irgendwann wg. Marktsättigung nicht mehr verkäuflich sind
  • oder mit weniger Ressourcen die bisherigen Produkte erzeugen: Das entzieht dem Wirtschaftskreislauf aber Kapital. Beispiel: Firma X kündigt allen Mitarbeitern und ersetzt sie gegen Roboter. Ihre Marge liegt jetzt höher, aber das Geld konzentriert sich beim Besitzer der Produktionsmittel, während die arbeitslosen Ex-Mitarbeiter kein Geld mehr für den Konsum haben

Diese Stellschrauben dürften zwar noch eine Weile wirken, sind aber irgendwann dann doch auch einmal ausgereizt.

Bliebe noch der "Ausweg" einer immer grösseren absoluten Zahl an Menschen: Da aber auch diese nicht mehr sonderlich vergrösserbar ist, ohne dass der Planet ökologisch zusammenbricht, wird die Ökonomie zwangsläufig in die Wachstumsfalle laufen.

Entsprechend wird es eine "Post-Wachstums-Ökonomie" brauchen, an der ja durchaus auch geforscht wird:

http://www.postwachstumsoekonomie.de/material/grundzuege/

Da eine solche "Postökonomie" allerdings zwangsläufig jene schlechter stellen würde, die heute die Gewinner des Kapitalismus sind (und an den Schalthebeln der Macht sitzen!), wäre es schlichtweg unrealistisch, daran zu glauben, dass sich dieser Wandel friedlich vollziehen wird. Ohne Revolution oder Krieg wird eine solch grundlegende Änderung der Gesellschaftsordnung wohl nicht möglich sein -soviel Sozialpessimismus muss man allen "Reformern" leider immer wieder in Erinnerung rufen.

Grundsätzlich ja, wenn man das Wachstum von der Ausbeute der Ressourcen weglenkt (Stichwort Recycling, erneuerbare Energien usw.).

Die Produktivität muss zudem an das Wachstum angekoppelt werden, damit keine Spekulationsblasen entstehen (die ja wieder auf Ressourcenausbeute setzen). Es muss Rohstoffkreisläufe geben. Die Arbeit insgesamt muss besser verteilt (30h-Woche oder weniger, Rente mit 60) und stärker in den Dienstleistungssektor (durch höhere Löhne für Dienstleister) umgelagert werden.

Das eigtl. Wachstum sollte sich also immer weniger im industriellen Output messen lassen, sondern in der Zufriedenheit der Menschen. Und die absolute Zufriedenheit wird es nie geben. Wenn also das Streben danach nie endet, endet auch nicht das Wachstum.

Theoretisch! ;)

Eine mäßige Inflationsrate ermöglicht sanfte Anpassungsprozesse, denn ein sich ständig wandelnder Wirtschaftsprozess enthält sowohl Niedergang wie Neugründung. Wirtschaft ist Wandel und ständige Umgruppierung. Wichtig für die Gesellschaft ist, dass alle mit Gütern versorgt sind und Arbeit haben, bei einem 80 Millionen-Volk keine einfache Sache. Wachstum bedeutet, dass das Neue den Niedergang des Alten überwiegt. Dass die Steigerung der Einkommen etwas größer ist als die Steigerung der Preise. Wenn in den letzten Jahren immer mehr Firmen Geld mit Recycling verdienen, geht auch das in das Wirtschaftswachstum ein, obwohl der Rohstoffverbrauch gesenkt wurde. Wenn man noch dazu nimmt, wie das BIP erfasst wird, dann hatten wir seit den 50er Jahren alleine dadurch Wachstum, dass Frauen mit ihrer Arbeit im BIP gezählt wurden, was vorher nicht der Fall war. Denn das BIP zählt die marktbewerteten Aktivitäten und wenn ehemalige Hausfrauen jetzt z.B. in den Arbeitsprozess gehen und zu Hause eine Haushaltskraft bezahlen (wenn das nicht "schwarz" geschieht), dann steigt das BIP enorm. Wirtschaftswachstum nach heutiger Messart bedeutet, dass die Marktaktivitäten zunehmen und auch der große Bereich der Müll- und Rückstandsentsorgung trägt zum Wachstum bei. Also Vorsicht mit dem Wort "Wachstum".

Sind Badewannen noch zeitgemäß?

Viele Mietswohnungen haben ohnehin nur Duschen und eigentlich reicht das ja völlig aus. Badewannen verbrauchen etwa zehn Mal soviel Wasser und Energie, als eine Dusche.

Da die Rohstoffe ja nicht gerade unendlich sind und die Bäume nicht ewig in den Himmel wachsen, stellt sich für mich die Frage, ob ich in mein jetziges Bad (das ich gerade renoviere) eine neue Badewanne einbauen soll oder lieber dafür eine größere Duschkabine. Wird man es sich in zehn Jahren noch leisten können, so verschwenderisch mit den Rohstoffen umzugehen?

Würdet ihr noch eine Badewanne einbauen, oder ist das ein Auslaufmodell?

...zur Frage

Wie lange braucht Beton, um fest zu werden?

Wie lange braucht Beton, um fest zu werden?

Wie lange, wenn es in der Firma hergestellt wird? Wie lange, wenn es auf einer Baustelle hergestellt wird? Wie lange, bis es eine "bessere Festigkeit" erreicht hat? "Festet" Beton ewig aus, oder hat es irgendwann einen bestimmten Punkt erreicht?

Danke für Antworten.

...zur Frage

Kann die Menschheit die Erde leer trinken?

Ich komme auf diese Frage durch die drastisch steigende Bevölkerung. Mir ist klar das keiner von uns das je erleben wird, auch in 200 Jahren wird mit Sicherheit auch nichts der gleichen passieren, aber irgendwann wird es doch soweit sein oder? Kann da mal jemand eine Schätzung durchgeben? Oder wann wird der Punkt erreicht sein, an dem der Mensch mehr trinkt als Wasser nach fließen/entstehen kann?

LG TealC

...zur Frage

Universum Theorie?

Es gibt mehrere Theorien zu der Zukunft des Universums. Es gibt 4 Möglichkeiten, was passieren kann:

  1. Das Universum dehnt sich unendlich aus
  2. Das Universum dehnt sich aus und zerreißt irgendwann = schlecht
  3. Das Universum hört irgendwann auf zu wachsen
  4. Das Universum zieht sich irgendwann zusammen = schlecht

Bei 1. Und 2. existiert zu wenig Materie und somit Gravitation, um die Ausdehnung zu verlangsamen. Bei 3. Existiert so viel Gravitation, dass die Expansion immer weiter abgebremst, aber nie Rückgängig gemacht wird. Bei 4. Existiert eine so große Gravitation, dass das Universum irgendwann wieder kleiner wird und wieder auf einen Punkt schrumpft.

Welche Theorie haltet ihr für am Wahrscheinlichsten und warum?

Die erste glaube ich nicht, da es allen Gesetzen widersprechende würde, dass etwas unendlich ist, und ansonsten halte ich leider 2. Für am wahrscheinlichsten, da aktuell gemessen wird, dass das Universum sich immer schneller ausbreitet. Ich lasse mich jedoch gerne von etwas neuem überzeugen.

...zur Frage

Wachsen Haare auch trotz Spliss?

Wenn Haare bis zur Schulter sind und Spliss haben, würden sie trotzdem weiter wachsen bis zur brust zum beispiel oder hören sie dadurch, dass sie kaputt sind auf zu wachsen?

...zur Frage

Unendlich-Zeichen mit Handytastatur?

Wie macht man das Unendlich-Zeichen (die auf der Seite liegende 8) mit der Handytastatur, wenn man das z.B. bei Instagram einfügen? Wäre auch cool, wenn ihr weitere Zeichen wüsstet. Wäre euch sehr dankbar :)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?