Kann eine Tierhilfe einen Hund

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10 Antworten

Rechtlich sind Tiere Sachen. Der Hund wurde gekauft, es ist seiner.

Das Tierschutzgesetz kenne ich so gut wie gar nicht, aber weiß, dass Misshandlungen, Tierquälerei etc. verboten sind. Der Alkoholkonsum eines Halters, dürfte meiner Ansicht nach, nicht dort erwähnt werden.

So lange er den Hund nicht zum Alk macht und ordentlich versorgt, sehe ich keinen Anlass oder rechtlich passende Begründung, das Tier wegzunehmen. Die Tierhilfe sollte m.E. eher aufs Tier, als auf den Halter achten und sich um Verhältnisse kümmern, die wirklich zu beanstanden sind.

HugoGuth 29.08.2012, 10:40

Was Du schreibst, ist schlichtweg falsch! Siehe die Antwort von Irubis!

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Peterthb 29.08.2012, 13:02
@HugoGuth

Liebes Hugo, woher nimmst du nur die Intelligenz, auf Grund einer Vermutung, eine andere (dann auch noch in Tatsachenform) als "schlichtweg falsch" zu bezeichnen?

Kennst du den Vertrag, den der trinkende Hundehalter hat?

Weißt du mehr über die Story, als der Fragestellung faktisch zu entnehmen ist?

Ich bin seit weit mehr als 20 Jahren (insgesamt, nur das Bundesland habe ich inzwischen gewechselt) aktiv Mitglied in Tierschutzvereinen und seit fast 10 zudem ehrenamtilich für eine regionale Wildtieraufzuchtstation tätig, kenne Überlassungsverträge und auch andere Versionen. Ich habe im Übrigen auch die Satzung des Vereins geschrieben, welcher die Aufzuchtstation trägt.

Die rechtliche Wirksamkeit und vor allem Durchsetzbarkeit im oben beschriebenen Fall, IST selbst bei einem gut ausformulierten Überlassungsvertrag äußerst unwahrscheinlich wenn sich der augenblickliche Halter quer stellt. Den Fakten in der Fragestellung — nicht einer persönlichen Wunsch-Interpretation zu Folge.

Alkoholgenuss ist weitestgehend gesellschaftlich akzeptiert, "Alkoholismus" der Fragestellung nicht zu entnehmen. Letzteres wäre eine Erkrankung, die immer dann zur Wegnahme von Haustieren führen könnte, wenn a) die Erkrankung diagnostiziert wurde und b) das Tier nachweislich darunter leidet. Nichts davon ist bisher der Fragestellung oder den Äußerungen des Fragestellers zu entnehmen.

Dein Kopfkino bleibt dir überlassen und ist dein gutes Recht, du musst mir nur das gleiche zugestehen, selbst wenn ich mich lieber auf Fakten beziehe und dir das nicht passen sollte.

Ein Haustier, welches normal versorgt wird, für das Hundesteuer und Unterhalt bezahlt wird, befindet sich im BESITZ des Halters, der für diese Kosten aufkommt. Vertrag hin oder her, darauf kommt es selten an. Selbst Juristen, welche diese Verträge formulieren, sagen ebenso einschränkend wie deutlich, dass die Durchsetzung aller Vertragsbedingungen pauschal nicht gewährleistet werden kann.

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aotearoa01 29.08.2012, 23:34
@HugoGuth

Irubis schreibt an der Realität vorbei. Schön wärs, wenn solche Verträge Bestand haben. Das haben sie aber meist nicht.

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solange beim tierschutz keine negative meldung eingeht, werden die nicht aktiv. anders würde es aussehen, wenn er den hund wegen dem alkohol vernachlässigen würde. aber auch das müsste der tierschutz erst überprüfen, und sicher sein, dass es dem hund da nicht gut geht. solange er sich um den hund kümmert und es ihm gut geht, ist alkohol kein grund für ein halteverbot. ich trinke auch ab und zu mal ein glas bier, oder zwei und bekomme regelmässig ferienhunde, und habe auch noch einen eigenen. auch ein sogenannter kampfhund wird nur weggenommen, wenn der halter die vorschriften nicht einhält. ich kenne einen amstaff, der kommt zweimal pro jahr zu mir in die ferien und ist ein lieber familienhund. das ist keine rassenfrage, sondern eine frage der erziehung. zu mir kommen nur ferienhunde, die es gut mit kindern können, da wir eine grossfamilie sind. dabei schaue ich nicht auf die rasse, sondern wie der hund erzogen ist.

Solange der Hundebesitzer nicht ständig "unter Starkstrom steht", ist das kein Problem. Ich denke, da brauchst Du nichts zu befürchten. Der Tierhilfe kommt es darauf an, dass es dem Hund gut geht, und nicht, wieviel Promille der Hundebesitzer intus hat.

Lieber Fragesteller! Aufgrund deiner eigenen Kommentare zu den schon gegebenen Antworten nehme ich an, dass Du der "Alkoholiker" bist?! Und dass die schon versuchen, Dir den Hund wegzunehmen?! Ob die das können, wird gegf. das Gericht entscheiden! Wir wissen weder, wo Du den Hund herhast, noch, was für ein Vertrag abgeschlossen wurde! Du schreibst auch nicht, ob die 300 Euro ein Kaufpreis oder eine Schutzgebühr waren!

bastet13 30.08.2012, 10:43

Nein,ich bin der Tierschutzverein. Ich habe den Hund nach vorheriger Prüfung an den neuen Besitzer gegeben!

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Warum sollte ein Hundehalter kein Alkohohl trinken dürfen? Solange er den Hund gut behandelt und er regelmässig mit ihm raus geht, gibt es auch keinen Grund ihm das Tier wegzunehmen. So schnell werden übrigends keine Tiere weggenommen wie du glaubst, da müssen die Zustände regelrecht zum Himmel stinken und da ist es nicht sicher.

Eigentlich nicht da der sich um sein Hund kümmert und es dem Hund gut geht eigentlich nicht

Ich hab eine Nachbarin sie ist Alkoholikerin und hat zwei kleine Hunde zu Menschen ist sie eher nicht so freundlich (hat wohl schlechte erfahrung) aber ihre kleinen Hunde sind ihr ein und alles sie geht raus sie bekommen essen ich finde sie geht besser mit den Hunden um als so manch andere die eben nicht trinken ..

Den Hund muss es einfach gut gehen und er muss genug Auslauf haben und Essen.

Anders sieht es glaub ich aus wenn es sich bei den Hund um ein "Kampfhund" (mag das wort eigentlich gar nicht) handelt dann könnte es sein das er den Hund wieder abgeben muss weil er als Waffe gilt.

Viele Tierschutzorganisationen verkaufen die Tiere nicht, sondern überlassen sie an den zukünftigen Halter. Es wird auch kein Kaufvertrag, sondern ein Überlassungsvertrag ausgefertigt. Das bedeutet, dass der Tierschutzverein immer noch der Eigentümer des Tieres ist und jederzeit von seinem Eigentumsrecht Gebrauch machen kann.

Ich vermute, dass hier so ein Vertrag vorliegt.

Die Wegnahme des Hundes entscheidet der Tierschutzverein nach eigenem Ermessen, allerdings muss meiner Erfahrung nach schon einiges passiert sein, dass ein Tierschutzverein den Hund wieder zurückholt. Einfacher Alkoholkonsum dürfte nicht den Ausschlag geben.

aotearoa01 28.08.2012, 15:17

Das mit dem Überlassungsvertrag halte ich für ein Gerücht. Viele reden so, aber rechtlich ist dem ganz und gar nicht so.

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Irubis 28.08.2012, 20:48
@aotearoa01

Das mit dem Überlassungsvertrag halte ich für ein Gerücht,

.Deine Meinung. Sie steht dir frei. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Was ist rechtlich gegen eine Überlassung einzuwenden?

Der Tierhalter sollte sich seinen Vertrag durchlesen und versuchen festzustellen, ob er wirklich Eigentümer des Hundes ist. Bei einer Überlassung ist er das nämlich nicht.

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Peterthb 29.08.2012, 13:31
@Irubis

Diese Verträge gibt es und das ist natürlich auch was anderes als Kauf-Verträge.

Ich spare mir mal jetzt Ausführungen, die ich im anderen Kommentar schon machte. Was hierzu noch erwähnenswert scheint, ist der Fakt, dass u.a. etliche Hunde aus schlechter Haltung entnommen werden (vom Eigentümer), ausgesetzt, oder vor Tierheimen angebunden waren.

Die stillschweigende Überlassung dieser Tiere an den Träger eines Tierheims ergibt aber nicht per se gleichzeitig auch ein Eigentumsrecht für einen Verein oder das Tierheim. Insofern kann schon dies strittig werden. Das Ganze ist ein juristisch sehr umstrittenes Gebiet.

Es wird immer wieder erfolgreich damit argumentiert, dass (natürlich auch zeitabhängig) Kosten, Pflege, Gewöhnung etc. eine, mit dem Eigentumsrecht vergleichbare Situation schaffen. Die Entziehung des o.g. Hundes gegen den Willen des augenblicklichen Besitzers/Halters, muss schon umfassend und nachvollziehbar begründet sein, will man da (trotz Vertrag) eine Chance haben.

Nicht zuletzt (und immer vorausgesetzt, der Hund wird ordentlich gehalten) könnte der Hundehalter u.U. sogar eine persönliche, "besondere Härte" für sich selbst geltend machen. Wenn es z.B. für ihn mit großen psychischen Problemen verbunden wäre, das Tier wieder zu verlieren. Dass Menschenrecht vor Tierrecht geht, sollte klar sein.

Eine Wegnahme kann auf Grund eines Überlassungsvertrags problemlos gehen, so lange der augenblickliche Halter sich entweder einschüchtern lässt, oder einverstanden ist. Stellt er sich quer, sehe ich die Möglichkeiten deutlich eingeschränkt.

Gerichte haben ohnehin eine Menge Arbeit mit Menschen, so pragmatisch das auch ist, Tierrechte stehen da erst mal in zweiter Linie.

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Irubis 29.08.2012, 19:03
@Peterthb

@ Peterthb

sehr guter Beitrag, fühle dich bepunktet.

Du hast das geschrieben und gut begründet, zu dem ich zu faul war.

Ich kenne einige Tierschutzorgas, die mittlerweile auf diese Überlassungsverträge verzichten, gerade aus den von dir genannten Gründen.

Meine zwei Tierschutzhunde von drei Hunden habe ich aufgrund von Überlassungsverträgen, allerdings würde ein Tierschutzverein bei mir auf Granit beissen, würden sie aus welchen Gründen auch immer, den Hund zurück haben wollen.

Man kann die Eigentumsverhältnisse bei den Überlassungsverträgen auch ganz leicht aushebeln. Der Halter muss den Hund nur verkaufen. Und schon ist der Tierschutzverein nicht mehr der Eigentümer (§ 932 BGB).

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Alkohol o. Drogen spielen nur dann eine Rolle wenn es Nachteile für den Hund bringt....oder durch z.B. Beschaffungskriminalität nicht gewährleistet wäre, das der Hund ständig versorgt ist. Weil z.B. ständige Aufenthalte in der Justizvollzuganstalt anstehen, und der Hund deshalb ständig abgegeben werden müßte (ein ständiges hin u. her, mit wechselnden Personen würde dem Hund nicht gut tun).

Es spielt dabei keine Rolle wieviel das Tier gekostet hat, der TSV macht einen Schutzvertrag, dieser ist einzuhalten, dann sollte es keine Probleme geben....und wie gesagt, wenn dem Hund dadurch KEINE Nachteile entstehen.

Mit welcher Begründung sollte man jemandem sein Haustier wegnehmen, der es offensichtlich gut behandelt und versorgt?

bastet13 28.08.2012, 11:36

Alkohol???

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FreeEagle 28.08.2012, 12:12
@bastet13

Alkohol als Grund für einen derartigen Eingriff in die Rechte?

Ich habe das Gefühl, du hast persönliche Gründe für ein solches Ansinnen. Und das nenne ich "niederträchtig".

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Izusa 28.08.2012, 13:32
@bastet13

dann hast Du Deine Lage schlecht erklärt!!!! Man kann doch nicht jemanden seinen Hund wegnehmen weil er Alkohol trinkt. Wichtig ist doch dem Hund geht es gut, sonst müßte man das auch auf Raucher und alle Suchtgeneigten ausdehnen.

Bitte Kirche im Dorf lassen.

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rechtsauskünfte erteilt ein rechtsanwalt nach bezahlung. ohne einer zusein, würde ich vermuten,dass das tierschutzrecht hier noch keinen handlungsbedarf sieht..

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