Kann eine Therapie helfen?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Also ich bin seit ca 2 1/2 Jahren in Therapie und war auch schon 3 Monate in der Psychiatrie. Die Zeit habe ich sehr genossen und mir geht es viel besser als vor der Therapie. Ich wusste zuerst auch nicht wie ich mich fühlen sollte darüber weil ich diesen typischen Gedanken hatte, vonwegen jeder wäre verrückt. So war und ist es aber nicht!! Hab keine angst davor, du schaffst das!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Puzak
26.02.2017, 23:02

Danke für die Antwort. In der Psychiatrie war ich auch, aber dort wurde mir nicht wirklich geholfen, besser gesagt ich konnte aufgrund der Medikamente nicht aufstehen und zu den Therapien gehen...

Ich habe keine Angst davor als Verrückt abgestempelt zu werden, schließlich bin ich schon S. :) Es ist eher die Angst etwas zu machen was einem mehr schadet oder einen nicht zur Erlösung bringt die man braucht. 

2.5 Jahre ist eine lange Zeit... war sicherlich nicht schwer und es hilft dir, deswegen hoffe ich es auch für mich.

0
Kommentar von springluft
26.02.2017, 23:07

In der Klinik konnte mir auch nicht geholfen werden, da ich mit der Therapeutin nicht reden konnte und ich nicht wechseln durfte. Manchmal habe ich auch solche Ängste, aber man muss sich überwinden!

0

Man wird kein neuer Mensch durch die Therapie - das wäre falsch formuliert.
Aber du erreichst mit einer Therapie sehr viel: Du siehst dich mit anderen Augen, lernst auch mal stolz auf dich zu sein, siehst auch mal deine Stärken und was du gut gemacht hast, anstatt nur auf dich rumzuhacken, du wirst etwas selbstbewusster und am wichtigsten: Du arbeitest vergangene Erlebnisse auf und verarbeitest sie!

Durch eine Therapie verlierst du nichts, aber du gewinnst so viel. Da spreche ich aus Erfahrung :) Die Entscheidung eine Therapie zu beginnen, zähle ich heute zu einer meiner besten Entscheidungen. Ich bin in der Therapie so viel gewachsen.

Und das auch obwohl ich ähnlich drauf war wie du: Wenig Selbstbewusstsein und konnte mich auch schon gut selbst reflektieren und meine Gefühle darlegen. Trotzdem konnte ich mich schwer öffnen und nur bei den richtigen Menschen über Gefühle reden.

Ob man die Probleme löst oder ob man "nur" lernt, damit umzugehen, kommt auf das Problem an. Ich hatte viele Probleme mit meinem Vater - er hat mich oft verbal verletzt. Ich konnte das "Problem" in der Hinsicht nicht lösen, weil er ja nicht einfach verschwindet und sich ja auch nicht ändert. Er ist halt so *hasse den Satz*. Aber ich habe gelernt damit umzugehen, bestimmte Themen nicht mit ihm zu besprechen und mich nicht so verletzen zu lassen.

Liebe Grüße :)

"Wahre Stärke bedeutet nicht nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen!" In dem Sinne, gib nie auf und versuche die Therapie! :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Deswegen meine Frage. Kann man durch eine Therapie ein neuer Menschen werden? 

Neu im Sinne von anderen Schwerpunkten

Kann man die Probleme lösen die man hat oder lernt man nur damit umzugehen? 

Man lernt damit anders umzugehen.

Hört das Leiden irgendwann auf oder leidet man für immer?

Das Leiden hört in der Urne auf, solange man lebt, gibt es ohne LEid, keine Freud.

..... eine Therapie vollendet oder kennt ihr jemanden der es getan hat und ein normales Leben führen kann?

Ein normales Leben lebt doch jeder, es dreht sich immer um den Neutralpunkt. Die Lösung liegt im "Wie"

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?