Kann eine Rechtsanwalt im Namen seines Mandaten kündigen bei einem Dienstvertrag?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Selbstverständlich ist das möglich.

Die Kündigung ist eine "normale" Willenserklärung. Wie bei jeder anderen Willenserklärung, die nicht höchstpersönlicher Natur ist, ist eine Stellvertretung gem. §§ 164 ff. BGB möglich. Insoweit ist allerdings die Regelung des § 174 BGB zu beachten. Wenn der Rechtsanwalt mit Vertretungsmacht handelt, kann er also wirksam im Namen des Mandanten die Kündigung aussprechen.

Ok danke für deine Antwort! Braucht der Rechtsanwalt aber eine Vollmachtsurkunde?

0

Ja, das ergibt sich aus § 174 BGB.

0

Guru:

Legt der Rechtsanwalt dem Arbeitsgeber eine schriftliche Vollmacht mit ausreichendem Inhalt des Arbeitnehmers vor, ist die Kündigung gültig.

Klar, wenn Du ihm das Mandat dazu gibst. Aber ein Kündigungsschreiben ist schnell aufgesetzt und Du sparst eben Geld wenn Dus selber machst.

Wenn es um einen Aufhebungsvertrag geht, der bestimmte Dinge wie Abfindungen regeln soll, ist das was anderes. Aber auch hierfür musst Du dem Anwalt das Mandat dafür schriftlich erteilen.

Dazu müsste der RA dann speziell bevollmächtigt sein. 

Durch die allgemeine Vertretungsvollmacht wäre dieses Recht NICHT angedeckt.

Ja, wenn er dazu bevollmächtigt ist. Die Befugnisse eines Rechtsanwaltes hängen von der Vollmacht ab, die du ihm erteilt hast.

Bei einer entsprechenden Bevollmächtigung: ja. Bei einem "normalen" Mandantschaftsverhältnis: nein.

Das hängt von dem Umfang der Vollmacht ab, die der Mandant seinem Rechtsanwalt erteilt hat.

Wenn er eine entsprechende Vollmacht hat, geht das

Was möchtest Du wissen?