kann eine Mutter ihre 16-jährige Tochter ohne ihren Willen in eine Entzugsklinik einweisen?

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9 Antworten

Ja, natürlich ist das möglich. Die Eltern haben das Aufenthaltsbestimmungsrecht, das Teil des Sorgerechts ist. Außerdem die Gesundheitssorge. Das reicht vollkommen aus, um zunmindest eine Unterbringung in einem akuten, geschlossenen Drogenenzug zu rechtfertigen. Für ne richtige Drogentherapie wird das wohl nicht reichen, weil da - wie Du schon bemerkst - keine Therapieeinrichtung freiwillig mitmachen wird.

Ja mit einem richterlichem Beschluss schon aber ihn "nur" wegen Canabiskonsum zu kriegen ist sehr sehr schwierig. Ansonsten hat sie mit 16 Mitspracherecht und wenn sie es verweigert kann sie keiner dazu zwingen außer halt dieser richterliche Beschluss. Da ich selber mal canabis konsumiert habe würde ich von einer Enzugsklinik abraten da canabis nicht abhängig macht zumindestens nicht körperlich. Paar Aufklärungsstunden bei der Drogenberatung halte ich für sinnvoller. Viel Glück :)

Bis zur Volljährigkeit ja. Es ist zwar hart, aber manche Eltern sehen keinen anderen Ausweg und vielleicht hilft es ihr tatsächlich, obwohl die freiwillige Methode jeder anderen vorzuziehen ist. Aber die Eltern sind scheinbar völlig überfordert mit der Situation und wollen ihr nur irgendwie helfen.

Rein rechtlich geht das wahrscheinlich. Aber ich denke, keine Entzugsklinik würde eine 16jährige wegen Canabiskonsum aufnehmen. Und schon gar nicht, wenn sie es nicht freiwillig macht.  

Canabis macht körperlich nicht abhängig und psychisch in 99% der Fällen auch nicht wirklich (stark). Einfach aufhören und gut ist. Da braucht es keine Klinik dafür.

Eltern oder auch nur Mütter, die ihr Kind wegen Cannabis-Konsums in eine Entzugsklinik einweisen lassen wollen, scheinen zu wenig über Cannabis informiert zu sein und außer ihrem Balken vor dem eigenen Kopf mit der Aufschrift "Vorsicht Rauschgift" wenig Bezug zu Realität zu haben.

Es gibt bei Cannabis-Konsum nichts zu entziehen. Man schickt auch keine Kinder in eine Entzugsklinik, bloß weil sie (wesentlich gefährlichere) Zigaretten rauchen oder begonnen haben Kaffee zu trinken. Überdies scheinen sich solche Eltern nicht im Geringsten darüber klar zu sein, dass gerade Entzugskliniken (ebenso wie Jugendgefängnisse) geradezu Brutstätten zum Erwerben von schlimmeren Erfahrungen sind, weil dort ständiger Kontakt zu anderen Insassen gegeben ist, die es vereinzelt richtig auf dem Kerbholz haben.

Durch derlei Zwang macht man im Grunde harmlose Verhaltensweisen oftmals sehr viel schlimmer und verursacht deshalb bei der eingewiesenen Personen einen enormen Vertrauensverlust. Ein gemeinsamer Urlaub, intensive Information über Cannabis (für 7,95 € gibt`s das Buch http://rauschzeichen.de/ ) und ausführliche Gespräche können sehr viel mehr bewirken.

Auch die Jugendhilfe täte gut daran sich eingehend zu informieren. Undzwar nicht ausgerechnet bei denen, die ein berufliches Interesse daran haben, dass es Drogenkonsumenten gibt.

Im Prinzip - ja! Die Eltern haben das Ortsbestimmungsrecht. Fraglich ist, ob sich das 16-jährige Kind dem beugen muss.

Na klar kann sie das. Besser aber ihr findet einen Weg damit das Mädel freiwillig einen Entzug macht.

cannabis-konsum^^ und ja, darf sie(=

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