Kann eine Mietminderung verwehrt werden? Und welchen Anspruch hat die Arge?

16 Antworten

Wenn ein berechtigter Grund zur Mietminderung besteht, so muss letztlich der Vermieter diesbezüglich auch nicht um "Erlaubnis" gefragt werden, sondern der Mangel wird ihm angezeigt und die Miete entsprechend angemessen gemindert. Natürlich stünde der Minderungsbetrag dann in voller Höhe dem Jobcenter zu, wenn es die KDU in voller Höhe zahlt. Ob sich allerdings nun der Aufwand für ein paar Tage ohne Badewanne / Wasser in der Wohnung lohnt, sei mal dahingestellt. ( denn eine angemessene Mietminderung richtet sich u.A. nach Dauer und Tragweite des Mangels )

Also ich bezweifle, dass ihr da mit einer Mietminderung durchkommt, Mietminderungen kann man ja nur dann vornehmen, wenn man nach einer angemessenen Zeit ein negativer Umstand nicht behoben wird. Dazu muss man dem Vermieter ja auch erst eine Frist einraeumen, die Reparatur vorzunehmen und das geschieht ja bei euch. Der Rohrbruch ist ja nun hoehere Gewalt und der Vermieter kann nichts dafuer. Und der Schaden wird ja behoben.

Und ihr habt ja sicher ein Waschbecken, da kann man sich auch mal waschen, so was geht doch voruebergehehend durchaus. Klar mag man seine Dusche/Badewanne, aber es ist nun keine totale Zumutung, mal eine Woche ohne auskommen zu muessen. Drastischer waere ein Heizungsausfall im Winter oder der totale Wasserausfall fuer Tage. Vielleicht koenntet ihr ja mal beim Nachbarn/Verwandten duschen, wenn ihr nett fragt. Und die Kinder hockt man in eine Plastikwanne.

Bei der Firma haette man ja auch mal nett fragen koennen, ob es nicht frueher geht oder wenigstens eine Notloesung moeglich ist.

In meinem Wohnort gibt es sogar Leute, die haben nicht mal ein Bad in ihrer Wohnung, solche Leute muessen auch damit klar kommen. Klar, schoen ist das sicher nicht, aber ich bezweifle, dass es zur Mietminderung reicht. Macht ihr es einfach, koennte der Vermieter euch verklagen und dann koennte es teuer werden. Versuchen koenntet ihr es aber natuerlich, vielleicht laesst er es dabei und unternimmt nichts.

Mit einer Mietminderung ruft ihr aber auch die Arge auf den Plan, wenn die die Miete zahlt, will die auch die Mietminderung fuer sich einstreichen.

Zuerst einmal: Wenn ihr die Wohnung mit Bad bzw. Wanne angemietet habt, steht euch auch für den Ausfall eine Mietminderung zu. Wohnungen ohne Bad sind in der Regel billiger. Allerdings steht euch die Mietminderung nur für diese eine Woche zu, während der ihr das Bad nicht nutzen könnt, und da ist es fraglich, ob es sich lohnt, wegen der paar Euro einen Streit mit dem Vermieter anzufangen. Zumal ihr auch gleich eine neue Badewanne bekommt. Vor allem wird dann auch die Arge weniger zahlen, da sie die Wohnkosten übernimmt, und so habt ihr gar nichts gewonnen.

Euren Vermieter geht es allerdings überhaupt nichts an, ob euch der Staat die Miete bezahlt oder nicht. Er bekommt sein Geld so oder so. Vielleicht hätte er auch gar keinen Mieter für eure Wohnung gefunden, wenn der Staat nicht eure Miete übernehmen würde. Deshalb empfinde ich seine Äußerung als Frechheit. Schwimmbäder kosten Eintritt, und das nicht zu knapp, und ob die Verwandtschaft begeistert ist, wenn ihr auf ihre Kosten duscht, ist auch zu bezweifeln (es sei denn, sie leben auch von Hartz IV, dann fällt die eine Woche erhöhter Verbrauch vielleicht nicht auf). Aber was ist denn nun eigentlich kaputt? Kommt auch kein Wasser mehr aus der Dusche? Wenn nur der eine Abfluss kaputt ist, würde ich in eine Schüssel oder Plastewanne steigen, mich dann recht sparsam abduschen (das Wasser beim Einseifen abstellen) und das Abwasser aus der Schüssel dann in einen anderen Abfluss (in der Küche habt ihr sicher einen zweiten) kippen. In alten Filmen ist z. B. zu sehen, wie jemand in einen Holzbottich steigt und sich dann mit Wasser aus einem Krug übergießt. Davon wird man auch sauber. Für irgendein Provisorium hätte auch der Vermieter sorgen können, die meisten Vermieter machen das auch in solchen Fällen.

Einen Aufenthalt im Hotel finde ich übertrieben, den bezahlt euch auch keiner. Denn die Wohnung ist ja nutzbar, nur das Bad nicht oder nur eingeschränkt.

Falls ihr euch absolut nicht waschen könnt, vielleicht, weil auch das Wasser im Bad abgestellt wurde, würde ich an eurer Stelle zur Arge gehen und die Übernahme der Eintrittskarten für das Schwimmbad beantragen. Oder diese Eintrittskarten nach schriftlicher Vorankündigung mit der Miete verrechnen. Aber das nur als letzte Möglichkeit.

Angemessene Antwort und Hilfestellung und Ratschlag😉

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