Kann eine langfristige Gewichtsabnahme überhaupt funktionieren?

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5 Antworten

Also zunächst hast Du nicht ganz unrecht, aber es geht eben doch besser, als Du denkst.

Du hast recht in dem Sinne, dass der Körper sich generell merkt, wieviel er "bekommt" und ein Hungergefühl vermittelt, wenn man von dieser Menge abweicht.

Allerdings gibt es viele Möglichkeiten, das zu ändern. Als wichtigsten Punkt muss man mal verstehen, dass der Körper sich mit der Zeit anpasst. Wenn Du jeden Tag 300kcal Defizit fährst, ist das nicht massig viel, der Körper verspürt keinen riesigen Hunger.. und irgendwann gewöhnt er sich auch daran, dass es eben 300kcal weniger sind. Es wird von Tag zu Tag leichter. Dazu sei allerdings auch gesagt, dass der Körper (etwas langsamer) während der Diät auch den Stoffwechsel etwas senkt, sodass die anfangs 300kcal Defizit eben irgendwann nur noch 200kcal etc.. sind.. 

Dann hat man noch einige Möglichkeiten, durch richtige Essenswahl das Hungergefühl enorm stark zu beeinflussen.

  1. Insulinspiegel unten halten. Der Insulinspiegel lässt starkes Hungergefühl aufkommen. Jeder kennt das: Man isst ein Eis, was viel Kalorien hat.. und fühlt sich, als hätte man gar nichts gegessen, hat eher wieder Hunger. Deswegen sollte man eben Zucker und allgemein kurze Kohlenhydrate (Weißmehlprodukte etc..) unbedingt vermeiden. Wenn Du die gleiche Menge Dinkel-Vollkornnudeln und normale Weizen-Nudeln isst, wirst Du einen riesigen Unterschied (über 3-4 Stunden) spüren, obwohl mal die gleiche Menge kcal zu sich genommen hat. Stichwort zum Schlaumachen: Glykämischer Index.Ich behaupte auch mal, das ist der Grund, warum Low-Carb für so viele Leute so gut funktioniert: Sie halten den Insulinspiegel im Keller und können deswegen disziplinierter abnehmen. Gesund ist das trotzdem nicht, fast jeder Körper fährt besser mit Kohlenhydraten..
  2. Das Volumen von Nahrungsmitteln macht ebenfalls satt. Viel Wasser zu trinken, Mahlzeiten mit reichlich Obst anzureichern etc. bringt ein ganze Menge. Das hält zwar nicht ewig an, das Hungergefühl kommt recht schnell wieder, aber oft reich es eben schon, wenn man das Abendessen halt nicht mehr so groß ausfallen lässt und dafür nochmal viel Wasser trinkt.
  3. Die Biologische Verwertbarkeit (oft auch als Bioverfügbarkeit bezeichnet) spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Beispiel Fette: Wenn Du billiges Industriefett (aus Schokoriegeln oder sonstwas) mit unbeständigen, gesättigten Fettsäuren (Achtung! Es gibt auch gesund gesättigte Fettsäuren) isst, dann lagert der Körper das gerne schnell in Deine Fettreserven ein, weil er es einfach nicht so gut verarbeiten kann und es für ihn nicht so wertvoll ist. Diese Fettpolster können später übrigens viel schlechter abgebaut werden. Über kaltgepresstes Olivenöl im Salat oder über Fischöl dagegen freut sich Dein Körper aufgrund der vielen gesunden Fette enorm. Die kann er nämlich gut verwerten und fordert dann auch nicht so viel Nachschlag ;-)

Gruß, Tailor

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Du sollst auch nicht hungern sondern einfach nur gesunder essen! Je mehr Sport du machst desto mehr braucht dein Körper auch! Wenn du mehr Obst und Gemüse ist dann wirst du genauso satt! Das muss man lernen und nicht jeder Lust nach gehen!

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ja eine langfristige Gewichtsabnahme kann funktionieren. Einfacher haben es jene die gar nicht erst mit Radikaldiäten in Berührung gekommen sind und ihren Körper auch in der Diät "liebhaben" und mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Streicht man Kohlenhydrate kommen meist Fressanfälle, genauso wie wenn man zu einseitig isst. Streicht man das Fett auf unter 0,8g/kg kommt es zu Hormonproblemen... Das alles wieder in Gleichgewicht zu bekommen dauert und der Körper merkt sich das. Oft holt er sich eben dann das zurück was er braucht und die Gesundheit wird auch in mitleidenschaft gezogen. 

hoffe, das war verständlich.

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Kommentar von TailorDurden
26.08.2016, 19:39

Hi onyva,

Kohlenhydrate kommen meist Fressanfälle

Nur interessehalber. Wie ist das begründet? Bei uns im Fitness berichten alle auf Low-Carb (ich selber halte davon auch nichts) genau das Gegenteil, dass sie dadurch (niedriger Insulinspiegel) viel weniger Hungergefühl und Fressanfälle haben.

Habe das selbst allerdings auch nie ausprobiert

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am nächsten Tag ist das Schwindelgefühl und der Drang zum Essen nicht mehr auszuhalten und ich esse exakt so viele Kalorien wie ich am Tag zuvor eingespart habe...

Du beschreibst hier ja nichts anderes als einen "Set-Point" - also ein in deinem Körper "einprogrammiertes" Normalgewicht. Nimmst du ab, dann kriegst du Hunger. Aber: Nimmst du zu, dann bleibt der Hunger aus.

Abzunehmen bzw. zuzunehmen ist also möglich - aber der Körper versucht grundsätzlich immer, sein Idealgewicht wiederherzustellen. Muss er ja, denn sonst würden die Leute reihenweise versehentlich verhungern oder platzen.

Du sagst ja selbst du hast Idealgewicht. Wieso also abnehmen?! Dein Körper ist da wohl schlauer als du, was? ;-))

Klar gibt es auch körperliche Erkrankungen, bei denen die Gewichtsregulation gestört ist. Da arbeitet der Körper dann trotzdem gegen einen, obwohl man rechnerisch kein Idealgewicht hat. Aber sobald man die zugrundeliegende Störung behebt (Magersucht ist keine solche, körperliche Störung!) stellt sich das Normalgewicht ganz automatisch wieder ein.

Mit anderen Worten: Es ist völlig widersinnig, für irgendein esoterisches Schönheitsideal abnehmen zu wollen, wenn dieses Ideal der Gesundheit zuwiderläuft. Deshalb ist es ein Kampf gegen Windmühlen, das Körpergewicht zum Selbstzweck machen zu wollen. Es geht zwar... aber das will niemand wirklich.

Den nötigen Stress gibt sich nur, wer "kaputt" genug ist. Magersüchtig, etwa...

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Um wirklich langfristig schlank zu bleiben musst du Muskeln aufbauen und somit deinen Grundumsatz erhöhen . so kannst du bis ins hohe Alter schlank und gesund bleiben:)

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