Kann eine Krankenkasse aus der Arbeitgeber-Abmeldung ein freiwillige Krankenversicherung ableiten, obwohl der Versicherte gar nicht mehr in DE lebt?

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5 Antworten

Es herrscht Krankenversicherungspflicht in Deutschland. Daher gehen die Krankenkassen zu Recht davon aus, dass die Mitglieder nach dem Ausscheiden aus einem Betrieb (als welcher das Kloster hier wohl zählt) als freiwillig Versicherte weiter bei dieser Kasse bleiben (wenn keine Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse nachgewiesen wird).

Wenn die Personen tatsächlich ins Ausland ziehen, müssen sie auch beim Einwohnermeldeamt abgemeldet werden. Diese Abmeldebescheinigung muss dann der Krankenkasse vorgelegt werden. Ansonsten kann die Mitgliedschaft dort nicht aufgelöst werden.

freuter 02.10.2016, 10:31

Herzlichen Dank. Das war die Lösung! 

Lediglich die Abmeldebescheinigung, auf der zu entnehmen war in welches Land ausgereift wurde, war nötig und ALLE betroffenen Kassen haben (sogar rückwirkend) diese "Zwangsanmeldung" zurückgenommen.

Herzlichen Dank für eine beispielhafte und weder schlechtes unterstellende, noch Arglist voraussetztende Antwort.

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Im Bezug auf die Krankenversicherungspflicht gibt es natürlich auch für Mönche keine Sonderregelungen.

Wer die Bundesrepublik verlässt, muss das seiner Krankenkasse natürlich mitteilen. Je nachdem wohin er geht, ist die deutsche Krankenversicherung gar nicht möglich.

freuter 02.10.2016, 10:33

Es wurde auch an keiner Stelle nach einer Sonderregelung gefragt. Aber Dankeschön für die Mühen einer Antwort.

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...........Seit geraumer Zeit teile ich dann den Kassen auch in Schriftform mit, dass diese nicht mehr unter unserer Anschrift erreichbar sind und mit unbekannter Adresse ins Ausland abgereist sind. ............

Und dies wird seitens der KV mit Recht angezweifelt. 

.............Nun ist es im monastischen Leben durchaus üblich, dass gerade Novizen und Postulanten für längere Zeiträume das Land verlassen um ihre Reifungen in anderen Klostereinrichtungen, weltweit, zu vervollständigen. ....

Dieses Procedere ist wohl sicherlich üblich, aber Du wirst doch wohl niemandem glaubthaft versichern können, dass das Kloster nicht weiß, wohin diese Menschen gegangen sind.

Ergo wird auf die Versicherungspflicht in Deutschland bestanden.

Schließlich haben sie sich doch in den Schutz der Kirche begeben und wissen in der Abgeschiedenheit ihrer Mönchszellen -irgendwo in der Ferne- nicht einmal, das und was sich da über Ihnen zusammen braut.

Und hier ist es Aufgabe der Kirche Verantwortung zu übernehmen. Ja, und speziell mit der hauseigenen Verhaltensweise versucht Sie sich dieser zu entledigen.

Nach der aktuellen Regelung fällt man m.E. aus der Krankenversicherungspflicht, wenn der gewöhnliche Aufenthaltsort länger als sechs Monate ins Ausland verlegt wird.

Mit einer entsprechenden Abmeldung sollte das Missverständnis also zu klären sein.

Es können natürlich auch Fehler geschehen, aber in der Regel arbeiten die Kassen sehr gewissenhaft auf Basis der geltenden Sozialgesetzte. Vor allem die Schriftsätze ähneln von der Form stark behördlichen Mitteilungen. Aber auch hier gilt: Sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Einfach mal Anrufen uns sich beraten lassen. Die Kassen und deren Mitarbeiter haben keinerlei Interesse, sich Beiträge einzuverleiben, die ihnen nicht zustehen.

In D besteht eine Krankenversicherungspflicht ggf. muß man die Krankenversicherung selber zahlen. Es gibt Mitwirkungspflichten und man sollte sein Einkommen mitteilen ansonsten geht die KK vom Höchstbetrag aus.

Wer nicht Mitglied der deutschen KV sein will, muß sich in Deutschland beim Einwohnermeldeamt abmelden oder es muß eine gültige, anerkannte Krankenversicherung im Ausland nachgewiesen werden.

freuter 02.10.2016, 10:28

Bis auf die Tatsache, dass keine gültige Krankenversicherung nachgewiesen werden musste (was wohl je nach Zielland anders sein darf), eine richtige Antwort - wie sich mir mittlerweile in der praktischen Lösungsumsetzung zeigte.

Dankeschön.

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