Kann eine GmbH OHNE Eigenkapital gegründet werden?

10 Antworten

Ja es gibt die Möglichkeit von immateriellen Sacheinlagen, ABER dabei muss es sich um Urheberrechte oder Patente handeln, d.h. es muss sich um ein gesetzlich geschütztes Recht handeln, das objektiv bewertbar ist.

Voraussetzung ist, dass die (immaterielle) Sacheinlage einen feststellbaren Vermögenswert besitz.

Eine unpatentierte Idee genießt jedoch keinen Rechtsschutz, d.h. wenn die Idee öffentlich wird, z.B. um sie zum Verkauf anzubieten, darf jeder die Idee verwenden - und damit ist sie zum Verkauf wertlos. Dementsprechend wäre sie als Sacheinlage mit dem Wert Null zu bewerten bzw. sie besitzt keinen geforderten, feststellbaren Wert.

Man könnte dieses Problem nur umgehen, indem man die Idee zum Patent anmeldet und sie so für sich schützt. Dabei werden jedoch hohe Anforderungen an die Erfindungshöhe gesetzt, d.h. die Idee muss eine absolute Neuerung darstellen. Bei Geschäftsideen ist das i.d.R. unwahrscheinlich.

Also ich hab ja nun schon GmbHs gegründet und weiß auch, wie andere Leute das gemacht haben. Zuerst einmal empfehle ich Dir, Dich mit dem GmbH-Gesetz zu befassen. Da steht das nämlich alles drin.

Eine Idee als Stammkapital funktioniert nicht.

Du brauchst aber auch nicht sofort 25.000 €. Das galt früher mal für Einzelgesellschafter - wurde aber vor ein paar Jahren geändert. Laut aktuellem GmbHG muß zur Gründung erst mal die Hälfte des Stammkapitals auf dem Konto aufblinken. Das sind 12.500 €. Die sollte man eigentlich zusammenkriegen. Zur Not kann man sich was borgen. Die andere Hälfte kann man Stück für Stück "auf Anforderung der Geschäftsführer" einzahlen - immer so, wie Geld da ist. Das ist also kein großes Ding.

Wichtig ist allerdings, daß man die Nachweise (Kontoauszüge) über sämtliche Stammkapital-Einzahlungen aufhebt. Im Falle einer Insolvenz ist das nämlich das Erste, wonach der Insolvenzverwalter fragt. Kann man die Einzahlung nicht nachweisen, muß man den Fehlbetrag noch mal einzahlen. Und das ist dann ärgerlich.

Nachtrag: Falls das mit den ersten 12.500 zu eng wird, borgt man sich die kurz (z.B. in der Familie). Anschließend gibt die GmbH dem Gesellschafter einen Kredit, den er in Raten zurückzahlt - so richtig mit Vertrag. Mit dem Geld aus dem Kredit kann der Gesellschafter das geborgte Geld relativ schnell wieder an seine Familie zurückgeben.

Man kommt also um die 25.000 nicht herum, aber es gibt Möglichkeiten, das Ganze so zu strecken, das es nicht weh tut.

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Nein. das geht nicht.

Immaterielle, nicht realisierte Werte taugen nicht für eine Sacheinlage. Die Sacheinlagen müssen in einem Sacheinlagebericht aufgeführt werden. Dort ist die Werthaltigkeit darzulegen.

Wenn du z.B. 1000 MS Lizenzen im Besitz hast. Kannst du diese bewerten und als Stammkapital einsetzen.

Da diese (geniale) Idee in deinem Kopf (immaterielles Wirtschaftsgut) nicht als Wert realisiert ist, kann auch kein Wert ermittelt, konstruiert werden. Wer sollte den Wert bestimmen?

Das wäre zu einfach. ich habe tausend Ideen im Kopf. ist nur nix wert.

Gruß

Ana

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