Kann eine Firma mit einer halben bis einigen Millionen € Kapital jede woche etwa 3 bis 5 % gewinn machen durch Aktien?

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7 Antworten

Berkshire Hathaway erzielt eine durchschnittliche Jahresrendite (Brutto) von etwa 22%.

Das ist ein absoluter Traumwert, den die meisten Anleger mit überschaubarem Risiko kaum schaffen. Mein eigener Anspruch liegt bei etwa 10-15% p.a. inkl. Dividendenrendite.

Es gibt sicherlich Ausreißer. Gestern noch mit einem Kollegen auf die Netflix Aktie geschaut, die hat knapp 1900% in den letzten 5 Jahren gemacht.

Derartiges Wachstum langfristig, konstant und mit vernünftiger Risikoeinschätzung ist nicht möglich, Börsen sind keine Einbahnstraßen. Alles was gehandelt wird unterliegt Angebot, Nachfrage und der Rationalität bzw. des Mangels daran der jeweiligen Anleger.

3-5% pro Woche sind für ein Unternehmen nicht machbar und es versucht auch kein Unternehmen der Welt das zu erreichen.

Im Gegensatz zu einigen Privatpersonen sind gerade Unternehmen auf langfristige Gewinne aus. Meistens beinhaltet das Aktien-Portfolio von Unternehmen somit eine ausgewogene risikoarme Auswahl an Wertpapieren, mit denen man hauptsächlich durch ausgeschüttete Dividende seinen Gewinn einfährt.

Im Controlling planen Unternehmen zu Beginn des Geschäftsjahres im Schnitt mit 5% Gewinn durch Wertpapiergeschäfte.

Um deine Frage nochmals zu beantworten: 3-5% pro Woche kann mal vorkommen, aber mit Sicherheit nicht auf Dauer. Vor allem nicht bei Unternehmen, die in keine Aktien mit hohen Schwankungen wie z.B. Twitter, Fitbit etc. p.p. investieren.

3% pro Woche wären im Jahr (der Einfachheit mal mit 52 Wochen gerechnet) über 350%. Einen solchen Gewinn langfristig, regelmäßig und mit vernünftigem Risiko zu machen ist absolut unmöglich. (Was nicht heißen soll, dass man nicht tatsächlich mal eine gute Aktie erwischen kann, die dann eine Rallye hinlegt)

Egal wie hoch das Kapital ist, Börse ist keine Einbahnstraße.

Es ist immer ein auf und ab.

Regelmäßig wöchentlich eine solche Rendite zu erzielen, ist nicht möglich.

Günter

Ist doch normal, daß Aktien innerhalb einer Woche bis zu 10% schwanken können. 

Das verfügbare Kapital ist erstmal irrelevant. Auf die Qualität der Trader kommt es an.

kevin1905 16.01.2017, 18:08

Das verfügbare Kapital ist dann relevant, wenn es um die Ermittlung der Realrendite geht aus denen man Gebühren und Steuern rausrechnet.

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troppixi 16.01.2017, 18:41
@kevin1905

Und das ist für den Unternehmenserfolg inwieweit relevant? Richtig, so gut wie gar nicht.

Mit schlechten Tradern bringen einen auch 5 Mio, oder 10 Mio nicht weiter. Jeder Hedge Fond der weniger Kapital, dafür aber bessere Trader hat wird einen schlecht aufgestellten Fond auf Dauer abhängen.

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Nein, dauerhaft ist so eine Rendite m.E: nicht zu ereichen, egal mit welchem Kapital.

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