Kann eine Beziehung ewig halten?

31 Antworten

Grundsätzlich geht das sicherlich. Es gibt genügend Paare, die in jungen Jahren heiraten & bis an ihr Lebensende zusammen sind. Es gibt nämlich auch andere Dinge als sexuelle Lust am Partner, sondern auch Gefühle wie "sich angenommen fühlen", Zuneigung, Rückendeckung, das Gefühl "zuhause zu sein" & mit seinem Partner über alles reden zu können, dass man seine Sorgen, Nöte aber auch Freuden & ggf. Hobbys miteinander teilt.. und das kann ehrlichgesagt viiiiiiiiiel schöner sein als in die Kiste zu steigen, echt jetzt ;)

In der heutigen Zeit ist es aber leider üblich, dass man Probleme nicht mehr gemeinsam löst sondern einen Schlussstrich zieht/aussteigt sobald sich welche auftun.. wenn man früher gemeinsame Probleme ausdiskutiert, ausgestanden & durchlebt, letzten Endes überlebt hat was eine gute Ehe nur noch intensiver werden lassen konnte, reicht heute ein Partner die Scheidung ein oder trennt sich so wenn man keinen Trauschein hat.. man ist buchstäblich zu faul geworden um sich Herausforderungen zu stellen. Meine Großeltern waren gut 50 Jahre verheiratet, sie hatten auch bisweilen ihre Probleme gehabt, sie waren sich auch nicht immer grün --------> aber sie haben diese Probleme gemeinsam gelöst & fanden IMMER einen Weg.. weil sie es beide für wichtig hielten! Das haben sie mir insofern vorgemacht weil ich mit meiner Partnerin Probleme auch offen & ehrlich anspreche.. auch wenn's unbequem sein soll: Es muss gemacht werden & hinterher stellt sich sowieso meistens raus, dass es nur an einem Missverständnis hing!

Wenn man den Mut & die Kraft hat, wenn es einem die Ehe wert ist, kann man fast alles überstehen! Man muss es nur wollen! Die Ehe/eine Beziehung ist nicht das "Wegwerf"- oder "Einwegprodukt", für das viele sie heutzutage leider ansehen!

  • Ja, eine Partnerschaft kann das Leben lang halten.
  • Allerdings sind dafür doch immer Kompromisse nötig, denn es passt nie zu 100%. Die Liebe zwischen den Partnern muss so groß sein, dass sie gewisse Differenzen kompensiert.
  • Eine gewisse Routine setzt immer irgendwann ein. Die Frage ist eher, ob Liebe und Gemeinsamkeiten lebenswert und erfüllend genug sind, um die Routine zu genießen. 
  • "Lust auf was Neues" kommt immer mal auf und die bloßen Gedanken sind ja auch nicht verboten. Ein Paar muss es schaffen, diese Lust in die Partnerschaft zu übertragen und der Versuchung zu widerstehen. Man kann nicht alles gleichzeitig haben im Leben. Wer Vertrauen, Geborgenheit, Sicherheit sucht, typischerweise eben auch Stabilität, Wirtschaftsgemeinschaft und Familiengründung, der muss eben auch Kompromisse eingehen. Stabilität vs. Neues sind nun mal Gegensätze, die sich nur sehr bedingt vereinbaren lassen.

Ja es ist durchaus möglich, jedoch gibt es absolut keine Prognose sowie auch keinerlei Garantie.

In der "Beziehungspsychologie" ist man sich heute recht eindeutig einig, dass eine Langwierige Partnerschaft nur durch permanente "Arbeit" und "Investierung" von Zeit, Leidenschaft und Material zum langjährigen auskommen gewährleistet werden kann. Dazu empfehle ich zwei Autoren, Paul Watzlawick und Erich Fromm.

Beide Partner müssen bereit sein und mindestens synchron das gleiche unter der Beziehung verstehen. Es ist wichtig an sich selbst und an der Beziehung fortlaufend zu arbeiten. Das Umwerben des Partners und das nach geben für die Beziehung ist dabei sehr wichtig.

Man muss jedoch auch sagen, dass das Interesse und Verständnis nach mehreren Jahren sich ändert. So kann eine glückliche Partnerschaft trotzdem nach 20 Jahren Beziehung auseinander gehen.

Früher und selbst heute noch befindet man sich in der Not automatisch eine gewisse Intensität und Arbeit zu investieren in dem die Situation es nicht anderswertig zulässt. Früher sprach man gern von Gottesfurcht der Ehe. Heute spricht man Alternativlosigkeit.

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