Kann eine alte Spiegelreflexkamera mit 10 Megapixel besser sein als eine neue mit 20 bei fast gleichen Preis?

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6 Antworten

Kommt drauf an, was du als "besser" definierst. Wenn man die Ausstattung beiseite lässt und sich einzig und allein auf die Bildqualität beschränkt, kann es gut möglich sein, dass eine alte Kamera bessere Ergebnisse liefert.

Dabei kommt es allerdings auch darauf an, was man überhaupt miteinander vergleicht. Eine alte Vollformat-Kamera hat natürlich schon allein wegen der Sensorgröße einen Rauschvorteil gegenüber einer modernen Apsc, wenn dazu noch weniger Pixel auf dem größeren Sensor sind, wird es noch enger für die Apsc.

Zum Vergleich eine aktuelle Canon 80D und eine 5D aus 2008 jeweils bei ISO 3200: http://www.the-digital-picture.com/Reviews/Camera-Noise.aspx?Camera=356&Test=0&ISO=3200&CameraComp=1044&TestComp=0&ISOComp=3200

Obwohl die 5D fast zehn Jahre älter ist, produziert sie weniger Bildrauschen.

Zieht man dagegen eine 6D zum Vergleich heran, sieht es schon anders aus. Obwohl sie fast doppelt soviele Pixel wie die 5D auf einem gleichgroßen Sensor hat, rauscht sie deutlich weniger. Hier macht sich dann einfach der Fortschritt bei der Sensorentwicklung und dem Bildprozessor bemerkbar:

http://www.the-digital-picture.com/Reviews/Camera-Noise.aspx?Camera=356&Test=0&ISO=3200&CameraComp=819&TestComp=0&ISOComp=3200

Trotz der ganzen Messwerte und Laborergebnisse wage ich allerdings zu behaupten, dass bei guten Lichtbedingungen, bei ISO 100, bei gleichem Bildausschnitt, mit gleichem Objektiv und auf realistische Ausgabegröße reduziert im direkten Vergleich zwischen einer zehn Jahre alten Kamera und einer aktuellen kein Unterschied erkennbar ist.

Natürlich darf jeder versuchen, das Gegenteil zu beweisen, indem er zweifelsfrei bestimmt, welches Bild von der 5D und welches von der 6D stammt:

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Kommentar von Bobbymowick
01.05.2016, 15:28

Danke für die ausführliche Antwort

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Jein…

Die Pixel alleine machen noch kein gutes Bild, das ist richtig. Aber "gute" 20 Megapixel sind natürlich schon besser als "gute" 10 Megapixel. Den Haupt-Unterschied macht aber vor allem das Objektiv und das Licht. Hast du beide Kameras unter den selben Bedingungen und sind beide Kameras in der selben "Liga" solltest du mit den 20MP auch die besseren Bilder bekommen. 

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die mit dem bessere objektiv und den richtigen manuellen einstellungen wird unter normalen lichtverhältnissen das bessere bild machen.

habe hier noch eine alte d90 mit 12,3mp - die bilder werden mit einer lichtstarken festbrennweite top. da kann jede neue dslr mit 18-55er kitglas sich verkrümeln.

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Die Leistung eines Sensors umfasst grob ..

Rauschfreiheit, Dynamikumfang, Frabtreue und eben Megapixel.

Gib am besten mal beide Modelle im DXO Mark ein und vergleich die oben genannten Werte. 

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Die Frage kann man nicht so einfach beantworten. Beispiel: Nikon D700 vs. Nikon D5500. Wofür werden sie benutzt? Für Porträts ist die D700 der Hammer, in anderen Bereichen sieht man ihre Schwächen. Was für Objektive sind vorhanden? Wenn das Glas vor dem Sensor schlecht ist, lohnt es sich gar nicht die Gehäuse zu vergleichen :) Und so weiter und so fort... 

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Ja, da eine extreme Pixeldichte oft kontraproduktiv durch Verstärkung des Bildrauschens ist.

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Kommentar von migebuff
01.05.2016, 11:23

Das ist im Grunde richtig, wenn man aktuelle Kameras miteinander vergleicht. Deutlich wird das besonders bei den Sony A7s-Modellen mit ihren ~12 Megapixeln.

Allerdings hat sich in den letzten Jahren auch einiges im Bereich der Sensorentwicklung getan, so dass eine aktuelle Kamera mit höherer Pixelzahl bei gleicher Sensorgröße rauschfreier sein kann als ein Uralt-Sensor mit weniger Pixeln.

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