Kann ein Wolf nur im Rudel leben, ist er mit dem Hund oder der Katze verwandt, kann mann ihn als Haustier halten?

14 Antworten

Nein, Wölfe überleben auch alleine, allerdings sind Wölfe keine Einzelgänge und gründen entweder selbst eine Familie oder aber sie schließen sich einer vorhandenen Familie an. Jährlinge verlassen zumeist die Familie, ziehen dann eine Zeit lang alleine umher bis sie entweder eine neue Familie gründen oder aber sich eben einer vorhandenen zeitweilig anschließen. 

Eine hierarchische Struktur bilden Wölfe keinesfalls aus, auch wenn das irrtümlicherweise heute immer noch behauptet wird. Man nennt ihr Zusammenleben auch "echte Familie" weil sie eben in Familienverbänden leben. 

Sie haben gewisse Verhaltenskreise und eine hierarchische Struktur würde vorraussetzen, das in jedem dieser Verhaltenskreise die selbe Struktur stattfindet, dass würde man dann lineare Rangordnung nennen, aber das was Wölfe haben nennt man formal und das bedeutet sie leben eben in einem Familienverband. Die Wolfseltern haben die elterliche Fürsorge (formale Dominanz) die aber laut renommierter Wisenschaftler nicht mit Gewalt durchgesetzt wird. Die heftigste Drohgestik die in einer Wolfsfamilie beobachtet wurde war ein Nasenrückenkräuseln ohne die Zähne zu zeigen. Dazu findet man weiteres bei Miklosi, Mech und auch Eli Radinger. 

Wölfe sind auch nicht nachtragend und stossen auch kein Familienmitglied aus. Sondern setzen sich Jährlinge oftmals selbständig ab und bilden wie oben schon beschrieben eine neue Familie. Auch kommt es vor, das andere also fremde Familien einen Jährling aufnehmen der dann bei der Aufzucht der Welpen oder wenn er besondere Fähigkeiten z.B. im Verhaltenskreis jagen zeigt, dort die Familie bei der Jagd unterstützt.  

Da die Familienverhältnisse wie hier beschrieben von statten gehen und nun ein Hund eine genetisch abgespeckte Version eines Wolfes ist, liegt es nahe das auch unter Hunden und erst Recht in einem sozialem Verband von Mensch und Hund sich keine hierarchische Struktur ausbildet. 

1. Kann sich eine Rangordnung nur unter artgleichen Individuen ausbilden

2. Ist ein Mensch kein Hund und kann somit auf Grund optischer, olfaktorische und verbaler Andersartigkeit nicht gleichgesetzt mit einem Canis Lupus (Wolf) oder einem Canis Lupus Familiaris (Hund) kommunizieren. 

3. Wird dieses Kontrukt von vermeintlicher Rangordnung in einer Wolfsfamilie immer noch propagiert, aber seit 1990 ist bekannt, dass sich eine Wolfsfamilie wie eine echte Familie organisiert. 

4. Auf Grund einer Familienstruktur wird eben auch kein Familienmitglied ausgestossen oder gar verstossen und nie wieder aufgenommen. Zwar setzen sich Jährlinge ab aber sie bilden dann entweder eine eigene Familie oder aber ziehen zeitweilig alleine umher bis sie ein geeignetes Tier zur Familiengründung finden. Es sind auch nicht immer Jährlinge sondern je nach Nahrungsangebot bleiben sie auch bis zum 2. Lebensjahr oder gar länger bei ihrer Famlie. 

"Verwandt" ist er biologisch gesehen mit dem Wolf aber nicht mit Katzen. 

Einen Wolf kann man nicht als Haustier halten, auch dazu gibt es Studien worin Wölfe genauso groß gezogen worden sind wie ein Hund. Ein Wolf von klein auf beim Menschen, aber der Wolf war nicht zu bändigen. Er kooperiert nicht und er sucht auch keine Hilfe beim Menschen, er denkt und handelt autark was heißt er denkt und handelt unabhängig vom Menschen, selbst wenn er von klein auf beim Menschen groß gezogen worden ist. 

Das bedingt die Domestikation, denn sehr zutrauliche Wölfe wurden damalig als Spielgefährten für die Kinder genutzt, sie waren Müllverwerter und sie signalisierten wenn sich Tiere den Unterkünften näherten. Das ganze hat sich über die Jahrhunderte so entwickelt und wurde durch die künstliche Selektion unterstützt. In der wurden Hunde die dem Menschen friedlich zugewandt waren immer wieder ausgesucht um diese miteinander zu verpaaren. Durch die Domestikation zeigen auch Hunde eine höhere Affinität zum Menschen hin, als zu Artgenossen auch wenn sie einfach besser und schöner mit Artgenossen kommunizieren und spielen können. 

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PS: Die größten Unterschiede zwischen Wolf und Hunden findet man bezüglich des Gehirns, des Fressverhaltens und der Mimik. 

Wölfe kommunizieren feiner und zeigen weitaus mehr Signale als Hunde das untereinander oder auch dem Menschen gegenüber tun. Ihre Kommunikation ist ausgeprägter und differenzierter als bei Hunden. 

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@Elocin2910

Stimmt. Aber auch deshalb,weil viele Hunderassen garkeine Mimik mehr zeigen können aufgrund Verschrumpelter faltiger Haut,zu viel Fell.Kein Augenkontakt wegen Fell vor den Augen oder plattgezüchteter Nase....

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@Lorelei74

Da stimme ich Dir auch zu allerdings zeigen Wölfe auch weitaus mehr Gesten als Hunde die das tun können, sie sind eben die genetisch abgesteckte Version eines Wolfes...

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Hallo,

1. Er würde sicherlich auch alleine zurechtkommen, mehr oder weniger, aber im Rudel ist er wesentlich besser dran.

2. Mit dem (Haus)Hund. Hunde sind im Prinzip nichts anderes als Wölfe, denn sie gehören zur Art Wolf.

3. Na ja, Hunde sind, wie gesagt, Wölfe, daher kann man diese Frage eigentlich bejahen, aber du willst sicherlich auf die wildlebenden Wölfe hinaus, diese kann man nicht als Haustier halten.

Liebe Grüße

Der Wolf gehört zu den Hundeartigen und kann sowohl im Rudel, als auch als Einzelgänger leben. 

Auch wenn der Hund mit dem Wolf verwandt ist, unterscheiden sich Wölfe und Wolfshybriden stark vom klassischen Haushund.

Wer einen Wolf als Haustier halten will, hat ungefähr so viel Verständnis von der Lebensweise dieser Tiere wie ein Fisch vom Marathonlaufen.

Es sind Raubtiere, die in Freiheit leben sollen. Im besten Fall meiden sie Menschen, denn die haben ihnen schon genug Schaden für ein gesamtes Erdzeitalter zugefügt.

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