Kann ein Vertrag den die Eltern für das Kind abgeschlossen haben einfach auf das Kind übergehen wenn es 18 wird?

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5 Antworten

Vorweg eine Info: Diese 10€ Strafgebühr für ein entwertetes Stückchen Plastik ist bereits kaum durchsetzbar vor Gericht. Soweit man das lesen kann in diversen Urteilen sehen Gerichte nicht, wieso dafür eine 10€ Strafe jemals zustande gekommen sein soll.

Du könntest also auf volle Konfrontation gehen und einfach pauschal alles verweigern. Oder aber du bezahlst wenigstens diese 10€ direkt an das Verkehrsunternehmen. Dabei nicht vergessen, im Verwendungszweck "Nur Hauptforderung" zu schreiben.

Dem Inkasso würde ich dann folgendes schreiben: "Wertes Inkasso. Ich habe keine Ahnung, was sie wollen. Mir ging keine Rechnung oder Mahnung zu. Ich befinde mich nicht in Verzug. Sie wollen mich hier in Ruhe lassen, ansonsten gehe ich gegen sie vor (Beschwerde beim Aufsichtsgericht, negative Feststellungsklage usw.). Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien."

Zwar stimmt das nicht so hundertprozentig mit dem "Mir ging das nicht zu", denn deiner Mutter wurde das ja zugesandt. Aber ich persönlich habe kein Problem mit solchen Sätzen, wenn man sich denkt, dass die eigentliche Hauptforderung bereits vollkommener Blödsinn ist. Die Karte ist entwertet und wenn dich ein Kontrolleur damit erwischt und das Gerät ihm sagt "Karte ungültig" bist du eh schwarz gefahren. Dass die diese 10€ haben wollen, lässt sich logisch und rechtlich also nicht begründen aus meiner Sicht.

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Es gilt immer der als verantwortlich, der den Vertrag unterschrieben hat, ergo deine Mutter.

Sie hat den Vertrag seinerzeit für dich als Erziehungsberechtigte gemacht. Zu diesem Zeitpunkt warst du nur eingeschränkt geschäftsfähig. Wenn du 18 wirst, geht der Vertrag nicht automatisch auf dich über, dafür wird deine Unterschrift benötigt. Wenn du die nicht abgegeben hast, ist mit dir kein Vertrag zustande gekommen.

Kleiner Tipp: Ignorier das Inkassoschreiben und zahl die 10 Euro zzgl. 3 Euro Mahngebühren direkt an den Gläubiger, also die Evag. Es werden sicher noch weitere Briefe des Inkassobüros mit der Aufforderung zum Zahlen der Inkassogebühren kommen, die du aber weiterhin ignorieren kannst. Normalerweise hören die dann irgendwann auf, Forderungen zu stellen. Sollte wider Erwarten diesbezüglich irgendwann ein Mahnbescheid bei dir landen, musst du lediglich mit Hinweis auf die bereits erfolgte Zahlung an die Evag diesem binnen 7 Tagen widersprechen.


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Kommentar von SiggiFreud
06.02.2017, 14:48

Oh, PS, ich vergaß: Jeder hat in Deutschland das Anrecht auf einen Anwalt. Kannst du dir den nicht leisten, kannst du bei jedem Anwalt einen Antrag auf Prozesskostenhilfe beantragen.

Daneben gibt es auch die Möglichkeit, sich kostenlos direkt bei Gericht von einem sogenannten Rechtspfleger beraten zu lassen.

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Kommentar von mepeisen
06.02.2017, 19:10

Es gilt immer der als verantwortlich, der den Vertrag unterschrieben hat, ergo deine Mutter.

Das ist leider völlig falsch. Es kommt immer drauf an, wer Vertragsinhaber ist und nicht, wer unterschreibt.

Wenn Vertragsinhaber das Kind ist und die Mutter als Erziehungsberechtigte bzw. gesetzliche Vertreterin unterschreibt, dann ist es immer der Vertrag des Kindes.

Zu diesem Zeitpunkt warst du nur eingeschränkt geschäftsfähig.

Und auch das ist vollkommen egal, denn die Mutter hat mit ihrer Unterschrift den Vertrag ohnehin genehmigt. Auf die Schiene mit der beschränkten Geschäftsfähigkeit kannst du daher nicht mehr kommen.

Wenn du 18 wirst, geht der Vertrag nicht automatisch auf dich über, dafür wird deine Unterschrift benötigt.

Auch falsch. Wenn überhaupt kann man mit 18 seinen Verträgen widersprechen, sofern nicht der damalige gesetzliche Vertreter genehmigt hatte. Eine Unterschrift mit 18 braucht es nicht, damit der Vertrag wirksam bleibt.

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Dafür ist deine Mutter zuständig, denn die hat den Vertrag abgeschlossen. 

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zahl die 10€ und  weigere dich das anderer zu zahlen oder hat deine Mutter dir auch keine Briefe vom Amtsgericht  für dich gegeben. den ohne einen Gerichtstitel kann  nicht mal das Inkasso unternehmen soviel geld einkassieren. Frage notfals selber beim Amtsgericht nach ob ein Titel gegen dich erteilt worden ist ohne dich zu informieren,,.!

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Ich habe keinerlei Erfahrungen mit solchen Sachen, bin erst seit 2
Monaten volljährig und meine Mutter will jetzt dass ich das ganze
alleine kläre. Habe auch kein Geld für einen Anwalt, weil ich noch zur
Schule gehe.

ist nicht zu beanstanden, dass deine mutti von dir verlangt, dass du auch mal was alleine regelst. dazu brauchst du auch keinen anwalt. du kannst ja, sachlich und ohne rechtschreibfehler, der evag schreiben, was du uns geschrieben hast.

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