Kann ein Vermieter/eine Hausverwaltung Mieter dazu zwingen, die Miete im Lastschriftverfahren zu zahlen?

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15 Antworten

Nun kam gestern ein Schreiben der HV an alle Mieter mit den entsprechenden Formularen und der Aufforderung, diese auszufüllen und zurückzusenden, damit die Miete ab sofort per LS eingezogen werden kann. Sind wir verpflichtet, darauf einzugehen? 

Nein, das kann der Vermieter bzw. die Hausverwaltung nicht bestimmen und ich würde es auch verweigern, wenn ich Mieter wäre (bin Eigentümer).

Du hast das Recht zu entscheiden wie die Miete überweisen werden soll.

Der Vermieter hat lediglich das Recht, dass die volle Miete am dritten Werktag im Monat bei ihm ist.

Schick die Unterlagen zurück mit einem Vermerk, dass Du wie bisher die Miete zahlst und keine Einzugsermächtigung erteilst-

LG

johnnymcmuff

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Kommentar von critter
22.09.2016, 11:46

Allen Antwortgebern vielen Dank für die guten Ratschläge und Erklärungen!

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Das wäre eine einseitige Vertragsänderung und somit unwirksam.

Wir sehen das so, dass wir damit die Zahlung aus der Hand geben.

Das hätte allerdings den Vorteil unberechtigte Abbuchungen zurück zu buchen.

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Nein, das ist so nicht zulässig. Der Vermieter kann drum bitten, mehr nicht. Nur wenn lt. MV  vereinbart ist, dass  der Vermieter die Miete einziehen darf, ist der Mieter gehalten, dieser Vereinbarung zu folgen. Wenn es mit den Lastschriften allerdings Probleme gibt, darf er diese widerrufen. Z. B. wenn BK-Nachzahlungen oder Kleinreparaturkosten ebenso per Lastschrift eingezogen werden obwohl das keine Mietzahlungen im rechtlichen Sinne sind.

Du brauchst das Schreiben nicht beachten. Tu's in die Ablage, Widerspruch nicht erforderlich.

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Die Formulare musst Du nicht ausfüllen.

Aber warum eigentlich nicht? Du müßtest Dich überhaupt nie mehr um pünktliche Mietzahlung kümmern. Der Vermieter wäre selbst dafür verantwortlich, wie er pünktlich an sein Geld kommt. Die Banken verlangen zukünftig immer noch mehr Geld für alles mögliche. Vielleicht auch demnächst zusätzliche oder erhöhte Gebühren für Daueraufträge. Die würden dann für Dich entfallen. Den Lastschrifteinzug muss der Vermieter selbst bezahlen.

Ansonsten brauchst Du nur noch die Kontoauszüge zu überprüfen und falls wirklich mal was falsch gelaufen ist, kannst Du jeden Einzug bis zu 8 Wochen nach Ausführung wieder zurück geben. Eine einfache Möglichkeit, um sich vor falschem Zugriff auf das Konto zu schützen. Eine falsche Überweisung kannst Du dagegen nur sehr schwer zurück holen.

Was also spricht gegen den Lastschrifteinzug?

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Ich sehe das anders:

  • Ändert sich die Miethöhe, nicht aber euer Dauerauftrag, seit ihr Mietschuldner wider Willen und kassiert eine Abmahnung
  • Ist das Konto einmal nicht gedeckt (Urlaubsausgaben) und könnte der erteilte DA nicht ausgeführt werden, ebenso.
  • Eine fehlerhafte Überweisung muss man mühsam erstattet verlangen, eine unrichtige Lastschrift kann man wochenlang zurückbuchen lassen.
  • Selbst dann, wenn sie vorfällig erfolgen sollte.

Der Vorschlag des VM hat also durchaus nur Vorteile auf eurer Seite .- entsprechen muss man dem aber nicht, da er nicht durchsetzbar wäre.

G imager761

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Ihr seid nicht dazu verpflichtet.

Das Problem ist dann auch, dass auch Nachzahlungen einfach abgebucht werden

Bei mir gab es mal folgendes Problem:

Unsere Wohnungen wurden verkauft an einen anderen Eigentümer. Die erste Mietzahlung wurde doppelt abgebucht, weil es wohl beim Übergang Probleme gab. Da war ich gleich mal 860 Euro los.

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Kommentar von critter
13.09.2016, 12:08

Das ist auch unsere große Befürchtung. Fehler passieren nun mal, aber die mache ich dann lieber selber. :) Ja, die Nachzahlung von Nebenkosten wollen sie natürlich auch gleich auf dieselbe Art einziehen. Und dann darf man sich über die richtige Höhe der Kosten streiten, selbst wenn ein offensichtlicher Fehler vorliegt. Das Geld ist aber erst mal runter vom Konto. 

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Bei schon bestehenden Verträgen kann dies nicht nachträglich gefordert werden.

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Der Mieter ist lediglich zur pünktlichen Zahlung verpflichtet. Wie er diese leistet ist seine eigene Entscheidung.

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Nein können sie nicht und erst recht nicht bei Mietern die lange schon da wohnen.Sollte sie das dennoch erzwingen wollen einfach deinen Anwalt oder den mieterschutz einschalten..

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Das Recht hat der Vermieter nicht, jedoch wäre es für Euch Mieter von Vorteil, weil man ggf. beim Lastschriftverfahren zurückbuchen lassen kann, was bei einer Überweisung nicht möglich ist !

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Hi,

du kannst entscheiden, ob du deine Miete per LS zahlen willst. Die HV hat kein Recht das zu verlangen.

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der Mieter kann durchaus bestimmen in welcher Form er die Miete bezahlt, da muss man sich nichts vorschreiben lassen.

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Nein, hat er nicht.

Ist es nicht eher ein Vorschlag von Seiten der Hausverwaltung oder wie heisst es in der Formulierung wörtlich?

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Ihr könnt das machen wie ihr wollt.

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nein, nur bei anmietung

kann er sagen, du nur wohnung, wenn ich lastschrift

jetzt wäre das ja eine änderung des bestehenden vertrages

geht nur, wenn die andere seite (ihr, die mieter) zustimmt

also wenn ihr nicht wollt, nicht

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