Kann ein Tumor auch im Beinmuskel wachsen? Diagnose mit MRT?

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6 Antworten

Verschiedene Methoden eignen sich unterschiedlich gut um unterschiedliche Körpergewebe und Regionen zu untersuchen.

Röntgenaufnahmen - zeigen sehr gut verschiedene Veränderungen am Knochen und insbesondere Knochenbrüche an - zur Untersuchung von Weichteilen eignen sie sich nicht/kaum

CT - eignet sich gut sowohl zur Untersuchung von Weichteilen als auch von Knochen - hat eine relativ hohe Belastung mit Röntgenstrahlen

MRT - eignet sich sehr gut zur Differentialdiagnose von verschiedenen Veränderungen in den Weichteilen (Muskeln, Fett, Bindegewebe und auch Knorpel) - bringt keine Belastung durch Röntgenstrahlen mit sich

Ultraschall - nicht geeignet zur Untersuchung von Knochen - gut geeignet zur Untersuchung von Weichteilen - Verglichen mit MRT schlechterer Bildkontrast, schlechtere Räumliche Auflösung, stark abhängig von der Erfahrung des Untersuchers

Dies hängt mit der Dichte der verschiedenen Gewebe bzw. beim MRT mit dem unterschiedlichen Wassergehalt verschiedener Gewebe zusammen.

In der Praxis wird man 2 oder mehrere Methoden kombinieren um die Treffsicherheit bei der Diagnosestellung zu optimieren.

Und ja, ein Tumor kann auch im Beinmuskel wachsen - aber Tumor bedeutet erstmal nur "Schwellung" und kann sowohl bösartig (Krebs) als auch gutartig (also KEIN Krebs) sein

Neugiersnase007 21.03.2014, 16:55

Vielen Dank für den Stern! Und hoffentlich ist bei der Untersuchung Deines Beines nichts bösartiges herausgekommen - in jedem Fall jedenfalls noch Alles Gute.

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Ein Tumor kann aus jeder Zelle entstehen und wachsen. Aber diese "Weichteiltumore" sind viel seltener als Tumore von Organen.

Eine ehemalige Arbeitskollegin musste sich vor einigen Jahren einen gutartigen Tumor aus dem Oberschenkelmuskel entfernen lassen. Diagnose ist mit MRT und CT möglich.

Ja ist es. Tumore sind ja nichts anderes als Geschwüre. Bei mir wurde , als ich mich beim Fussball verletzte das Knie geröngt und ein Teil des Oberschenkels war zu sehen, dort hat der Arzt ein Enchondrom festgestellt. Ein gutartiges Geschwür, was kein Problem darstellt. Von Außen ist es nicht zu erkennen und Probleme hatte ich in dem Bereich noch nie. Das Enchodrom kann wachsen, muss deshalb jede 4 Monate erneut nachgeguckt werden, mit dem MRT. Sollte es zu groß werden, wird es entfernt, da es umliegendes Gewebe verdrängen kann und den Knochen schwächen kann. Dies kann aber auch erst in 50 JAhren passieren oder nie. Ich habe beim Arzt gefragt ob sie es nicht direkt entfernen können, weil wer hat schon gerne ein Geschwür im Körper. Der Arzt selbst meinte aber dass der Eingriff sich dafür nicht lohnen würde, da man den "Tumor" selbst nicht einmal bemerkt hat, geschweige denn er macht irgendwelche Probleme. Sollte er Probleme machen, kann man ihn immer noch entfernen. Schlicht und einfach habe ich etwas im Bein was da nicht hingehört, aber ansonsten mich nicht beeinträchtigt und harmlos ist. Da ich immer wieder zur Kontrolle via MRT muss, wird dies wohl das richtige Kontroll-/Diagnose Instrument sein!

Ich gehe davon aus, daß es sich um einen Weichteiltumor handelt. Bei Verdacht auf einen Weichteiltumor zählt der Ultraschall zur Basisuntersuchung: Bösartige Weichteiltumoren sind im Gegensatz zu den meisten gutartigen Weichteiltumoren sehr gut durchblutet, was der Arzt mithilfe von modernen Ultraschallgeräten erkennen kann. Durch weitere bildgebende Verfahren wie CT und MRT kann der Arzt zudem erkennen, wie weit sich der Weichteiltumor bereits ausgebreitet hat.

Naja, wenn im MRT mit KOntrastmittel z.B. auch Entzündungen in Nervenbahnen sichtbar gemacht w erden können, dann mag das auch eine Methode dafür sein?

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