Kann ein Staat Einwanderungsland und Sozialstaat gleichzeitig sein?

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15 Antworten

Es geht beides gleichzeitig, wenn man diejenigen Einwandern lässt, die eine gute Ausbildung vorzuweisen haben, und der Gesellschaft einen Mehrwert erbringen. Das wird z.B. in Kanada, Neuseeland, USA oder Australien so gehandhabt. Deutschland macht das aber genau umgekehrt und nimmt sämtliche Menschen aus aller Welt auf, die über keine Bildung verfügen, wodurch der Sozialstaat logischerweise irgendwann zusammen brechen wird. Da das den meisten bewußt sein dürfte, ist Deutschland für gut ausgebildete Migrationswillige nicht wirklich attraktiv (außer wenn sie persönliche Gründe dafür haben, aber aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich eine Migration in die genannten Einwanderungsländer mehr).

Ich würde Deutschland aber auch eigentlich nicht als Einwanderungsland bezeichnen, da eine Einwanderung nicht wirklich erwünscht ist, vielmehr ist es in einer extrem schwierigen Situation, da es dem Zustrom von illegalen Migranten nicht Herr wird.

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Er kann es, jedoch nur bis zum Erreichen der Toleranzgrenzen (die eigenen Resourcen müssen ausreichen, das gewohnte Kulturgefüge darf nicht beschädigt werden usw.). Je mehr solche Toleranzgrenzen überschritten werden, da wird ein solcher Staat durch ein Widerstandsverhalten aus der eigenen Bevölkerung heraus automatisch immer mehr zum Anti-Sozialstaat.

Was die Mehrheit der Menschen in Deutschland möchte, kann ich nicht beantworten. Die Medien berichten meiner Ansicht nach überwiegend polemisch verzerrt, und die wenigen Menschen die ich kenne (gegenüber den 82 Mio. die da sind) können nichts Repräsentatives darstellen.

Eine echte Mehrheitsmeinung ist schließlich nach Zahlen ausgerichtet und nicht danach, ob wenige am lautesten schreien können. Allenfalls läßt sich einiges an dem ablesen, was tatsächlich breitflächig geschieht.

Das, was man dabei sieht, deutet meiner Ansicht nach eher auf ein schon stattfindendes Überschreiten diverser Toleranzgrenzen hin, wobei es irrelevant ist, ob politische Fehler dazu geführt haben oder eine Mehrheitsmentalität oder äußere Umstände.

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Einwanderung erfordert ein Einwanderungsgesetz, wie es in USA und Kanda, Australien, Neuseeland etc. vorhanden ist. Das bedeutet, dass man sich die Leute nach Badarf aussucht, Beruf und Bildung ist da gefragt. Was jetzt kommt, sind Flüchtlinge, die vor Krieg, Verfolgung und vor allem aber Armut fliehen. Ungebremst kann auch Deutschland das nicht verkraften.

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Kommentar von oxBellaox
01.10.2016, 17:54

Natürlich - wir schaffen das! sagt  zumindest a. merkel

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Das kommt ganz auf die Einwanderer an.

Wenn man sich nur die besten, also diejenigen, die das Land höchstwahrscheinlich (wirtschaftlich) weiter bringen werden einreisen lässt, kann man sehr wohl ein Einwanderungsland als auch ein Sozialstaat sein. Wenn man stattdessen viele Menschen rein lässt die wenig bis gar keine Ausbildung haben und somit größtenteils vom Staat leben müssen, einreisen lässt, kollabiert jeder Sozialstaat irgendwann.

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Kann ein Staat Einwanderungsland und Sozialstaat gleichzeitig sein?

Das muss es sogar! Liberale Staaten sind sehr selten Einwanderungsländer, weil Migranten erst gar nicht kommen wollen, wenn man sie nicht unterstützt. Wenn Integration überhaupt funktionieren kann, dann nur wenn ein Sozialsystem den zu integrierenden und integrierenden Menschen den Rücken freihält!

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Es kann zusammen funktionieren. Die Kunst besteht dann allerdings aus einem intelligenten Balanceakt zwischen beiden Varianten. - Wenn ein Land wegen seiner demographischen Entwicklung Zuwanderung braucht, wie im Falle Deutschlands, dann muss es auf "qualifizierte Zuwanderung" achten, weil nur so die für den "sozialen Teil" notwendigen Mittel weiter erwirtschaftet werden können.

So wie es gerade mit der Zuwanderung - meist gering qualifizierte Asylanten aus Kriegsgebieten oder armen Ländern, läuft, wird das System jedenfalls kippen, ganz entgegen den Aussagen unserer Regierung. 

Das hat der intelligentere Teil des deutschen Volks begriffen und will deshalb so nicht weitermachen, denn weiter so hieße, dass Deutschland selbst zum Sozialfall würde. - Tja, die Bürger sind manchmal klüger, als es schwachen Politikern lieb ist.

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Das eine hat doch mit dem anderen überhaupt nichts zu tun! Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Wie kommst du auf soetwas??? 

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natürlich geht das. es muss klare regelen geben für eine einwanderung. nicht das jeder kommt wie er will und dann nicht für sich sorgen kann

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Kommentar von emily2001
01.10.2016, 17:52

???? Klare Regeln gibt es in D anscheinend nicht...Die meisten Flüchtlinge oder "Einwanderer" können jahrelang nicht für sich selbst sorgen...

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natürlich geht das, sozialer als in deutschland geht es ja kaum noch und wir nehmen so ziemlich jeden hinz und kunz auf.

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hm... da müßte ich mir erst die Begriffe definieren...

mal ohne zu googeln:

Einwanderung = erwünschte Aufnahme von weiteren Menschen, zur Förderung und Unterstützung sowie Erhalt eines bestehenden Systems....

Sozialstaat = höchtmögliche soziale und kostenfreie Angebote für die Bürger....aus dem gemeinschaftlich erwirtschafteten Vermögen

so gesehen, würde sich beides ergänzen.

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btw.:

Probleme könnte es geben, wenn eine "Zuwanderung" erfolgt, die nicht meiner obigen Definition von Einwanderung entspricht......

also wenn "Zuwanderer" kämen, die NICHT:

 zur Förderung und Unterstützung sowie Erhalt eines bestehenden Systems....

förderlich wären

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Das eine schließt das andere ja nicht aus - also ja, das ist möglich. Das beste Beispiel ist Schweden mit einem der besten Sozialsysteme der Welt und gleichzeitig mit einer enorm hohen Zuwanderungsrate.

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Kommentar von hummel3
01.10.2016, 21:06

Bist du noch auf dem Laufenden mit deinem Lob auf Schweden? - Die Verhältnisse dort haben sich massiv verändert, wenn ich recht informiert bin. Sonst würde auch dieser Sozialstaat kippen, denn nichts läuft ohne äquivalente Volkswirtschaft. - "Ohne Moos nichts los! Und "Moos" ist mit "wenig oder nicht beruflich qualifizierten Zuwanderern" nicht zu erwirtschaften.

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Manchmal bedingt Einwanderung sogar den Erhalt des Sozialstaates und die dazu notwendige Schöpfung von Reichtum.

Wenn z.B. im eigenen Land in bestimmten Sparten Fachkräftemangel besteht (Australien). Oder man ein geburtenschwaches Land ist, wie Deutschland. Da sorgen Einwanderer dafür, dass die entsprechenden Lücken gefüllt werden.

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Gerade weil Deutschland ein Sozialstaat ist, ist er in den Status "Einwanderungsland" gerutscht.

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Das schließt sich nicht aus. Meist ist sogar so, dass Einwanderungsländer einen relativ hohen Sozialstandard haben, weil diese Länder relativ wohlhabend sind. Gewöhnlich mehren dann die Einwanderer dann diesen Wohlstand weiter.
Siehe DE: Einwanderungsland seit den 1960ern. Wohlstand und Produktivität gestiegen.

Die Frage ist also nicht entweder Einwanderung oder Wohlstand - beides bedingt einander.

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wenn man bereits bestehende Leistungen etwas kürzt (Renten, Sozialhilfe Blindengeld etc.) dann klappt das wunderbar.


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