Kann ein Schwerbehindeter wegen Verursachung von kleinen Schäden gekündigt werden?

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7 Antworten

Das Integrationsarbeit muss der Kündigung zustimmen, wenn die entstandenen Fehler *nicht* in Verbindung mit der Schwerbehinderung zu sehen sind.

Handelt es sich bei den Fehlern um Pflichtverletzungen des Arbeitnehmers, muss der Arbeitnehmer zunächst abgemahnt werden.

Aber selbst dann muss vor Ausspruch einer Kündigung das Integrationsarbeit angerufen werden.

LG Anita

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Hallo 1Questionmark97,

Sie schreiben:

Kann ein Schwerbehindeter wegen Verursachung von kleinen Schäden gekündigt werden?

Folgender Sachverhalt (fiktiv):AN ist schwerbehindert und jahrelang im Betrieb beschäftigt. Seit einiger Zeit ist er unkonzentriert und verursacht kleine Schäden. Kann der Arbeitgeber aus diesem Grund fristgerecht kündigen? Das Integrationsamt spielt auch noch eine entscheidende Rolle, das weiß ich

Antwort:

Der Kündigungsschutz für Schwerbehinderte ist auf gar keinen Fall ein Freibrief für Alles!

Auch für einen Schwerbehinderten gibt es Arbeits-/Tarifverträge und diverse Haftungsklauseln!

Fahrlässigkeit?

Grobe Fahrlässigkeit?

J eder Einzelfall ist anders! Jede Art von Tätigkeit ist anders!

Wer z.B. an Maschinen arbeitet und durch Unkonzentriertheit Schäden verursacht, der macht sich selbstverständlich angreifbar und da kann dann im Endeffekt auch das Integrationsamt keine Wunder bewirken!

Auch die Berufsgenossenschaftlichen Vorgaben müßen berücksichtigt werden!

Wenn sich Schäden durch Fahrlässigkeit häufen, kann der AG abmahnen usw. wie bei einem ganz normalen Arbeitnehmer auch!

Wenn sich im betreffenden Betrieb kein geeigneter Arbeitsplatz für den Schwerbehinderten einrichten läßt, dann gehen im Endeffekt die betrieblichen Belange vor!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Wenn das Integrationsamt der Kündigung zustimmt (und das tun sie bei 90% aller Fälle), dann kann ihm gekündigt werden.

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Eine Schwerbehinderung schützt nicht vor Konsequenzen von Fehlern. 

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Hallo.

Unter normalen Umständen wird er den nicht mehr los.

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Kommentar von webya
14.08.2017, 21:55

das stimmt nicht. Wie kommst du darauf?

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was sollen diese   FIKTIONEN ?

Es gibt immer nur individuellle Einzelfälle !

frag @gerd .


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Kommentar von Familiengerd
11.08.2017, 17:58

Ich fühle mich geehrt ...

Allerdings ist Deine Aussage in sofern Unsinn, als es hier überhaupt nicht um einen Gegensatz von "Fiktion" und "individuellem Einzelfall" geht!

Selbstverständlich sind Einzelfälle immer individuell; das heißt aber doch noch lange nicht, dass mein nicht auch einen fiktionalen Fall nachfragen könne!

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nein da besonderer kündigungsschutz. auch ohne betriebsrat.
ein schwerbehinderter der damit vor arbeitsgericht geht bekommt schon vornherein recht. der ag hat keinerlei chance!

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Kommentar von Nightstick
11.08.2017, 16:18

Das ist leider (auch bei diesem fiktiven Sachverhalt) vollkommener Quatsch!

Ein Schwerbehinderter genießt (entgegen der landläufigen Meinung) keinen besonderen Kündigungsschutz!

Das Integrationsamt hat lediglich zu prüfen, ob einem Schwerbehinderten wegen der Schwerbehinderung gekündigt wurde, und wenn (nachweislich) ja, kann es die Zustimmung verweigern.

Alle andere Sachverhalte (so wie in diesem Beispiel) hat das Integrationsamt nicht zu interessieren.

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