Kann ein schon vor dem Verfahren nicht mehr genutztes Kreditkartenkonto die Insolvenz überdauern u. die Forderung von der Restschuldbefreiung unberührt bleiben?

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1 Antwort

Hallo,

alle Verbindlichkeiten bis zum Beginn der Insolvenz gehen in das Verfahren. Ab Beginn der Insolvenz gibt es keine auflaufenden Kosten mehr. Rechtlich sauber hätte die Bank das Kartenkonto kündigen können/müssen und die summierten Schulden waren dann halt in der Insolvenz.

Auf die Schufa einwirken, wegen Lösung dieses Eintrages kannst Du aber erst nach drei Jahren, wenn auch die Privatinsolvenz gelöscht wird.

Ansonsten erstmal beruhigt ignorieren.

Viel Glück

Danke für die schnelle Reaktion und die klare Aussage.

Um das noch mal auf den für mich fraglichen Punkt zuzuspitzen: Laut den Geschäftsbedingungen für die Karte sind jeweils nur 5 % sofort nach der Abrechnung zahlbar. Wenn Du von Verbindlichkeiten bis zum Inso-Beginn sprichst, ist dann damit der komplette Sollsaldo gemeint ? Ist die Forderung also zeitlich von der letzten Belastung der Karte oder von der Fälligstellung abhängig (nach akt. Rechtsprechung) ? Oder, anders ausgedrückt, was sind (schematisch etwas vereinfacht) die restlichen 95 % zum Zeitpunkt des Inso-Beginns ?

Zur Löschung der Schufaeinträge während der Insolvenzphase und nach der RSB kann ich noch eine aktuelle Erfahrung beitragen:

Mit der Commerzbank hatte ich eine monatelange Auseinandersetzung wegen eines ähnlichen Eintrags während der WVP - allerdings ging es da um eine zeitlich eindeutige und zur Gläubigerliste angemeldeten Forderung  Nach langwierigem Insistieren meinerseits hat das Inkasso der CoBank schließlich mitgeteilt, dass die Schufa "die Datensätze nach Erteilung der Restschuldbefreiung gelöscht und die Verbindlichkeiten allgemein als erledigt gekennzeichnet" habe. 

Das ist - glaube ich - das, was man auch vor Ablauf der 3-Jahres-Frist beanspruchen kann, und das wäre auch mein Ziel bezüglich der Targobank. Soweit ich es verstanden habe, muss nur die Restschuldbefreiung selbst bis Ende 2018 vermerkt bleiben und die Mitteilungen vor der RSB verbleiben mit dem zusätzlichen Erledigungsvermerk.   

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@robbie11

Hallo,

der für die Insolvenz maßgebliche Saldo sind die Schulden auf dem Kartenkonto zum Beginn der Insolvenz, also die 95% und die 5%, falls noch nicht an dem Tag abgebucht.

Wichtig ist, dass Du die Karte nachher nicht mehr benutzt hast. Sonst wären das neue Schulden, die nicht durch die Restschuldbefreiung abgedeckt sind.

Viel Glück

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