Kann ein Notar seine Rechnung nach eigenem Ermessen stellen?

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5 Antworten

Die Kosten werden nach dem GNotKG berechnet. Und dieses Kostenrecht ist nicht so simpel, als dass man es komplett Rechnern überlassen könnte. Diese können nur zur Orientierung dienen.

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Die Notarkosten sind gesetzlich im GNotKG festgelegt. Die Notarkosten betragen ganz grob in etwa 1 % vom Kaufpreis. Die Mindestgebühr eines Kaufvertrages beträgt aber mindestens 120,00 € netto!

Wenn du also nur einen geringwertigen Grundbesitz kaufst, z.B. Ackerland zu einem Kaufpreis von 400,00 €, dann fallen ca. 200,00 € an Notargebühren an. Bei diesen geringen Werten passt die Faustformel von "Notarkosten = 1 % vom Kaufpreis" einfach nicht mehr.

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Kommentar von Nanopixel
01.07.2016, 00:23

Du liegst sehr nah dran, der Kaufpreis liegt bei 500€.

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Kommentar von Nanopixel
02.07.2016, 14:58

Ich bin jetzt erst dazu gekommen, die Rechnung "live" zu begutachten, der Betrag setzt sich wiefolgt zusammen:

Beurkundung 120€, Betreuungsgebühr 15€, Vollzugsgebühr 15€, Post-/Telek.-/Dokumenten Pausch 27,40€.

Macht 177€ Netto, also 211 Brutto.

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Nano:

Um deine Frage zu beantworten, müsstest du uns den vollständigen Text der Kostenrechnung des Notars mitteilen.  Nur soviel:  Die Notarkosten können niemals nach der gültigen Gebührentabelle 45 % des Geschäftswerts ausmachen.

War ein Anderkonto erforderlich?

War die Tätigkeit als Treuhänder unumgänglich?

Wurde eine persönliche Dienstbarkeit (z.B.Wohnrecht) bestellt?

Wurde eine Grundschuld zur Sicherheit eines Darlehens für die  Immobilien-Kaufpreis-Belegung bestellt)?

U.v.m.

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Kommentar von Nanopixel
01.07.2016, 00:28

Anderkonto: nein, Treuhänder: nein, Dienstbarkeit (was ist das): also vermutlich nein.

Einfach nur ein Grundstückskauf, nicht mehr und nicht weniger.

Die vollständige Kostenrechnung habe ich gerade nicht hier, kann ich später nachreichen.

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sie haben gelesen : das nur 45 % der Fläche zur bewertung herangezogen wird .

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