Kann ein negatives Umfeld einen alle Energie rauben? Und wenn ja warum wird das als Ausrede angesehen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Kann ein negatives Umfeld einen alle Energie rauben?

Das kann nicht nur so sein, das ist fast immer so. Deswegen findet sich in diversen Lebensragtgeber auch immer wieder der Ratschlag, wenn du erfolgreich sein willst, umgebe dich mit erfolgreichen Menschen. Wenn du dich mit wenig erfolglosen Menschen umgibst, werden die dich mit ihrer gesamten Ausstrahlung nach unten mit in den Abgrund ziehen.

Also siehst du es nicht als Ausrede?Hat es nicht den bitteren Beigeschmack man möchte anderen die Schuld geben?Heute weiß man ja das es falsch war in so einen negativen Umfeld zu bleiben. Aber damals hat man sich einreden lassen einfach durchhalten zu müssen, und man hat den Fehler gemacht das andere die Entscheidung für einen getroffen haben.

0
@susiher
Also siehst du es nicht als Ausrede?

Definitiv nicht von vornherein und automatisch. Nun kenne ich natürlich nicht die näheren Umstände. Insofern kann ich mich in deinem Einzelfall auch nicht festlegen, würde dir aber zunächst mal bis zum Beweis des Gegenteils Glauben schenken.

Aber damals hat man sich einreden lassen einfach durchhalten zu müssen

Manchmal ist es in Situationen, die objektiv schlecht und unveränderbar sind, besser die Reißleine zu ziehen und sich völlig neu zu orientieren.

0
@Hamburger02

Bin im 5 Uhr jeden Morgen als Pendler aufgestanden um Pünktlich um 6 Uhr 30 auf Arbeit zu sein( Musste als Auszubildender immer eine halbe Std früher dasein im die Lagerräume und den Verkaufsladen aufzuschließen und alles Vorzubereiten. Arbeitszeiten waren von 7 bis 17 Uhr ( mit 2 Std Mittagspause) konnte fast nie pünktlich Feierabend machen, so das ich erst den nächsten Abschluss Zug um 18 Uhr 15 bekommen habe . War dann immer erst so gegen 19 Uhr 19 Uhr 15 zuhause. Ich wurde als angehender Kaufmann im Einzelhandel nur in das Lager gesteckt wurde angeschrien und vor anderen lächerlich gemacht . Freundlichkeit und ein Lächeln gab es nicht. Als ich meinen Verkäufer mit 2 abschloss wurde mir von einen Gesellen gesagt heute schaffen auch die blöden die Ausbildung mit wurde nichts erklärt etc. Damals war ich das perfekte Opfer. Mein Vater hat mir gesagt da rein da raus und aufgeben tuen nur Schwächlinge ich habe leider auf ihn gehört. Später war ich so gefrustet das ich schon Anfing mein Chef und den Gesellen zurück zu beleidigen. Ich war so gefrustet und depressiv das ich durch die Ausbildung fiel . Ich wollte abbrechen aber auch da konnte ich mich damals nicht gegen meinen Vater durchsetzen.

Heute wird mir von meiner Familie gesagt ich suche immer noch die Schuld bei anderen und nicht bei mir. Aber genau das war der Grund warum ich damals so lange durchgehalten habe weil ich die Schuld bei mir gesucht habe.

Heute habe ich eine kleine gut gehende Firma und habe mich mit meinen damaligen Verkäufer Abschluss und ohne die Prüfung zum Kaufmann im Einzelhandel Einzelhandel nachzumachen mich zum Betriebswirt weitergebildet.

Heute verstehe ich mich überhaupt nicht mehr wie ich damals so dumm sein konnte mich so von meinen Umfeld steuern zu lassen das würde heute nie wieder passieren.

Aber man sagt Umgangssprachlich ja auch man darf anderen nicht die Schuld geben und sollte immer erst bei sich anfangen. Was ich durch meine Erfahrung nicht so ganz nachvollziehen kann. Aber Schuld das man damals die Erkenntnis noch nicht hatte ja , aber das war ja keine Absicht! Das Problem ist mir ist die Geschichte immer noch peinlich!

0
@susiher

Weil es sich immer nach Entschuldigungsversuch anhört, und die Mobber sind fein raus. Ich traue mir das in meinen neuen Berufsleben keinen zu sagen. Für mich ist es sicher das Umfeld hatte Schuld das ich durchgefallen bin. Und ich das ich mich von diesen habe beeinflussen lassen und das ich in diesen Umfeld aus Unerfahrenheit geblieben bin . Aber kann man in Teenageralter schon von Schuld sprechen?

0
@susiher

Aber danke Dir für Deine Neutrale Antwort, ich bin auch der Meinung das wenn man nicht in der Situation war sofort das Gegenteil behaupten sollte!

2
@susiher
Aber man sagt Umgangssprachlich ja auch man darf anderen nicht die Schuld geben und sollte immer erst bei sich anfangen.

Das stimmt ja auch. Allerdings kann die nähere Überprüfung durchaus ergeben, dass man eben nicht die Alleinschuld oder die größte Schuld hat. Leider gibt es viele Firmen, besonders kleine, wo der Chef absolut keine Führungsqualitäten hat. Unter Führungsqualität verstehe ich u.a. die Fähigkeit, Mitarbeiter zu motivieren, dass sie Freude und Erfüllung an der Arbeit finden und so besondere Leistungen erbringen. Stattdessen gibts reichlich Narzissten, die den Chefposten brauchen, um über Ausübung von Macht über andere ihr Ego zu befriedigen.

mich zum Betriebswirt weitergebildet.

Na also. Dann hast du doch das Gegenteil bewiesen, dass du ein "Versager" bist.

Das Problem ist mir ist die Geschichte immer noch peinlich!

Das solltest du dann ja irgendwann mal überwinden können.

Aber kann man in Teenageralter schon von Schuld sprechen?

Das ist der große Vorteil, wenn man älter wird. Man hat gute und schlechte Lebenserfahrungen gesammelt und wird dabei immer schlauer.

1
@Hamburger02

Danke das Problem ist ja das man es nicht überprüfen kann, und deshalb interpretieren eben viele man sucht eine Ausrede. Was wirklich passiert ist weiß man leider nur selber. Danke für Deine Antwort

1
@susiher
Was wirklich passiert ist weiß man leider nur selber.

Ja, das ist auch so ein typisches Problem. Manche Dinge sind für die Beteiligten ganz einfach und klar verständlich. Sobald man aber versucht, dies in Worte zu fassen und Außenstehenden mitzuteilen, wird es enorm kompliziert und je mehr Worte man verwendet, umso mehr entfernt sich die Schilderung von der Wahrheit.

1

Natürlich fällt die eigene Leistung mit zunehmender Ablehnung. Ist aber nur ein Aspekt von vielen. Vermutlich wird die Endnote nicht so gut wie sie könnte aber ganz durchfallen, nein denke nicht.

Ich würde aber gerade dann allen beweisen das ich es kann und extra gut die Prüfung bestehen wollen.

Persönlich halte ich es auch für fraglich, ob man eine Ausbildung nur wegen des negativen Umfeldes nicht schafft. Denke schon, dass derjenige es sich da zu einfach macht. Ist eben meine persönliche Meinung.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – gesunder Menschenverstand und Lebenserfahrung für Drei

Also siehst du das nicht als Ausrede?

0

Wenn Du eine Bewerbung an ein Unternehmen schreibst, gilt (anders als vor Gericht ...) das Prinzip: Im Zweifel gegen den Bewerber.

Klar kann ein mieses Umfeld einem alles versauen. Insofern würde ich das nicht pauschal als Ausrede abtun. Aber ein superguter Auszubildender mit superstarker Persönlichkeit würde sich dort wohl trotzdem behaupten können.

Wenn Du sagst: "Ich hatte dort ein vollkommen unerträgliches Umfeld.", dann bleibt bei einem Bewerbungsempfänger (der Dich normalerweise nicht vorher schon persönlich kennt, und Deinen Ausbildungsbetrieb meistens auch nicht!) stets die Frage:

Ist hier wirklich ein durchschnittlich empfindlicher Mensch auf extreme Bedingungen gestoßen, oder ist hier vielleicht ein extrem empfindlicher Mensch auf eher normale Bedingungen gestoßen?

Ich denke es kommt drauf an, wo man sich fokussiert. Es gab einmal einen Psychologen, der wurde in einem Gefängnis mit anderen Insassen gefoltert. Aber er sagte dennoch ja zum Leben. Dort mussten die Leute auch oft rumgejammert haben.

Ja kann es aber in gewisser weise auch nicht es kommt darauf an wie du reagierst und damit zurecht kommts aber wenn man unzufrieden ist geht die liestung runter

Und wenn man deshalb durch die Ausbildung fällt weil man keine Lust mehr hat. Sehen es viele als Ausrede aber permanentes Mobbing geht an keinen spurlos vorüber

0

Was möchtest Du wissen?