Kann ein Miteigentümer den Grundbucheintrag von einem lebenslangem Wohnrecht verhindern?

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9 Antworten

Wenn zwei Partner als Eigentümer im Grundbuch stehen, kann sich einer nicht einfach über den anderen hinweg setzen.

Entweder man einigt sich da VORHER, oder man kann zwei Anwaltskanzleien auf Jahre hinaus beschäftigen, bis es keinen Immobilienbesitz mehr gibt.

Den Anwälten ist es egal. Sie schreiben jeweils das, was ihr Klient ihnen aufträgt.

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Selbstverständlich, denn jede Eintragung im Grundbuch muss von jedem Eigentümer mitabgesegnet werden (egal mit welchem prozentualem Anteil er ein Mieteigentum hat). Wenn du das nicht möchtest dass da ein lebenslanges Wohnrecht eingetragen wird, dann wird das auch nicht eingetragen

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Dass es ohne dich nicht geht hast du ja bereits erfahren. Ein wichtiger Punkt wurde schon kurz angesprochen auf den ich auch nochmals hinweisen möchte. Ein lebenslanges Wohnrecht ist an und für sich eine gute Absicherung für den Partner und mit dem Tod des Berechtigten erlischt dieses Recht ja. Ich habe aber in der Nachbarschaft folgenden Fall: Die Erben sind die Kinder des Eigentümers, die Berechtigte ist die Stiefmutter, aber diese ist im Altersheim. Jetzt wird das Haus nicht genutzt, das Wohnrecht blockiert den Verkauf des Hauses und letztendlich ist es totes Kapital. Man sollte die Familienkonstellation also ganz genau betrachten.

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Sofern Sie nicht zustimmen, kann ein Notar kein solches Recht, welches ja Zwangsläufig Ihren ideellen Anteil belasten würde, beurkunden.


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Hier geht es nicht darum, dass Du Dich bemühen müsstest, es zu verhindern. Der 75%-Eigentümer kann es nicht erwirken.

Ein lebenslanges Wohnrecht stellt ein Wertminderung dar. Daher bedarf eine solche Belastung des Grundbuchs auch Deiner Unterschrift beim Notar. Andernfalls besteht gar keine Chance.

Du musst also nur Nein sagen, mehr nicht!

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Kommentar von Hugito
31.10.2016, 16:02

Das stimmt. Ein solches Wohnrecht belastet das gesamte Eigentum, deshalb geht das nur, wenn alle Miteigentümer es bewilligen.

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Er kann diesen Eintrag nicht ohne Deine Zustimmung machen lassen.

Du könntest hier jetzt gut verhandeln und ihm Deine 25 Prozent überteuert zum Kauf anbieten. 

Wenn es ihm sehr wichtig ist zahlt er. Eine Win-Win-Situation für alle.

Lass Dich aber nicht auf Ratenzahlung ein. Er soll die Raten an seine Bank zahlen und einen Kredit aufnehmen und Du bekommst das Geld sofort.

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Ohne Deine Zustimmung, die vor einem Notar erklärt werden muß, kann der Miteigentümer nicht das gesamte Objekt belasten. Theoretisch bestünde die Möglichkeit, dass er das Wohnrecht lediglich auf seinem ideellen Miteigentumsanteil eintragen läßt. Dazu braucht er Deine Zustimmung nicht, aber das ist natürlich unsinnig.

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Mir gehören nach Erbfall 25% einer Immobilie

Gehört sie dir zu 1/4 Miteigentumsanteil oder hast du lediglich eine Erbquote von 1/4 nach dem ehemaligen Alleineigentümer? Das ist ein großer Unterschied. Sofern ihr in Erbengemeinschaft Eigentümer seid, könnt ihr nur zusammen die Wohnung mit Rechten belasten. Wenn ihr Miteigentümer in Bruchteilsgemeinschaft seid, dann kann jeder Miteigentümer prinzipiell auch seinen Anteil separat belasten. Im Falle des Wohnrechts ist das aber nicht möglich.

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Hallo,

es funktioniert nur, wenn alle Eigentümer beim Notar zustimmen.

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