kann ein makler etwaige kosten in rechnung stellen oder ggf. sogar schadenersatz verlangen, wenn der hauskauf platzt?

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3 Antworten

solange du mit dem makler keine individuelle regelung getroffen hast, hat er nur beim erfolgreichen verkauf anspruch auf seine provision. das ist sein umsatz und mit der muss er seine betriebskosten abdecken.

wenn er mitgeholfen hat, einen höheren verkaufspreis zu erzielen, dann bekommt er schließlich auch mehr provision.

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Kommentar von newstyle31
19.03.2016, 13:56

Siehe meine Antwort unten - eine Aufwandsentschädigung ist durchaus unter bestimmten Voraussetzungen zulässig (ich komme aus der Immobilienbranche)...

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Rolscho, zu deiner Frage im "Kompliment":

Die Obergrenze für eine etwaige Aufwandsentschädigung ergibt sich aus dem Aufwand, den der Makler nachweisen kann, z.B. anhand von Rechnungen für Zeitungsinserate etc. Um das klar zu stellen - die Aufwandsentschädigung ist keine "kleine Provision", sondern lediglich eine Entschädigung für bereits im Rahmen der Vermarktung getätigte Ausgaben des Maklers.

Außerdem: Wenn du die AGB des Maklervertrags nicht vor Abschluss erhalten hast, kann er sich auf diese nicht berufen. Leider steht in vielen Formularverträgen sinngemäß drin, dass du mit deiner Unterschrift gleichsam bestätigst, diese erhalten zu haben. Dadurch fällt dir das Beweisproblem zu. Andererseits sind viele AGB voll von Fehlern, die entsprechende Regelungen ungültig werden lassen. Die entsprechenden Regelungen finden sich in den §§ 305 ff. BGB.

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Kommentar von rolscho
19.03.2016, 14:37

merci vielmals,

AGBs habe ich nicht erhalten sondern mir selber runtergeladen. in den AGBs wird dann auf gebührensätze verwiesen, die ich weder erhalten habe noch irgendwo auf der homepage finde !

bin ich damit aus dem schneider ?

rolscho

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Das kommt auf die genauen Bestimmungen des Maklervertrages an, den du abgeschlossen hast. Wenn dort der Ersatz etwaiger Aufwendungen enthalten ist, dann ja. Allerdings nur, wenn die Aufwandsentschädigung der Höhe nach begrenzt (also z.B. durch Angabe einer maximalen Entschädigungszahlung von z.B. 250 EUR) ist und dir die Möglichkeit eingeräumt wird, einen geringeren Schaden bzw. Aufwand nachzuweisen.

Diese Einschränkungen folgen aus den gesetzlichen AGB-Bestimmungen.

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