Kann ein Lohn Zuschlag zurückgefordert werden vom Arbeitgeber?

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3 Antworten

Hallo,

1. Steht in der zusätzlichen Vereinbarung der genaue Zeitraum der Wahrnehmung oder bis auf Weiteres? Steht darin, dass diese Vereinbarung auch nur schriftlich beendet/ aufgehoben werden kann?

2. Es gibt in fast jedem Arbeitsvertrag (+Tarifvertrag) eine Ausschlussfrist. Die Ausschlussfrist gibt vor, innerhalb welchen Zeitraum der AG oder der AN seinen Anspruch geltend machen muss, eher er verfällt. Diese Frist ist meistens 3 oder 6 Monate. Wenn der Fehler dem AG im Januar auffällt/mitgeteilt wird, rechnet man die Ausschlussfrist: Jan - 6 mon ( oder halt 3) = Monat Juli. Dann müsstest du ab Juli zurückzahlen.

Ich würde deinen AG darauf hinweisen, ich denke, dass du einen Teil zurückzahlen musst. Vielleicht wird vom AG auch Einzelfallmäßig anders entschieden. Eindeutig kann ich dir nicht helfen :/

Und ja, du musst deinen Lohnzettel kontrollieren. Das ist nicht nur AG Sache. Das ist nicht meine Meinung, das ist einfach so. Diese o.g. Ausschlussfrist, ob die gesetzliche, arbeitsvertragliche oder tarifliche wird auch für dich relevant: Z.b wenn du deinen Lohnzettel nicht kontrollierst, du feststellt, dass dein AG dir die letzten 3 Jahre versehentlich zu wenig gezahlt hat, bekommst du das Geld auch nur im Rahmen der Ausschlussfrist nachgeahmt, nicht die vollen 3 Jahre.

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Bei mir steht im Arbeitsvertrag das ich bei Zuviel oder zuwenig gezahlten Lohn verpflichtet bin dies meinem Arbeitgeber zu melden. Wenn ich das bei dir richtig verstanden habe hast du den Zuschlag 3 Monate zu lange bekommen, hast es aber erst bei der Letzten Lohnabrechnung vom November gemerkt? Da du in den 3 Monaten einen Nachfolger eingearbeitet hast finde ich solltest du auf jeden Fall den Zuschlag bekommen. Bis der Kollege es alleine hin bekommt dann bekommt er den Zuschlag und nicht mehr du.

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Kommentar von Manuel4002
29.12.2015, 23:12

Hallo, mir persönlich ist es erst heute auf Arbeit aufgefallen, als ich endlich Zugriff auf meine Lohnzettel hatte

In meinen Arbeitsvertrag ist kein Passus vermerkt, das ich mich bei Änderungen im positiven bzw. negativen melden muss. Im ungefähren Wortlaut ist da nur vermerkt, das ich verpflichtet bin, bis spätestens zum Ende des Folgemonates, den Lohnzettel zu prüfen und falsche Angabe mitzuteilen. Sollte keine Meldung von mir erfolgen gilt die jeweiligen Lohnabrechnung von mir als sachlich richtig akzeptiert.

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Kommentar von Ifm001
30.12.2015, 08:40

Nur weil etwas im Arbeitsvertrag steht, ist es noch nicht rechtlich anwendbar. Dass der Arbeitnehmer zu viel Gezahltes melden muss, kann AFAIK dazugezählt werden.

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Bei uns in der Firma wird das per Korrektur der Lohnzettel gelöst. Darauf würde ichn auch an deiner Stelle bestehen, denn in machen Dingen (z. B. in einigen Komunen beim Schulgeld) zählt das jährliche Brutto-Gehalt.

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Kommentar von Manuel4002
30.12.2015, 00:41

Dein Vorschlag ist ja schon fast Science Fiction :-D Nein also jetzt wieder ernsthaft, es gibt seit der Zusammenlegung der Personalabteilung, in einigen Bereichen seit 1-2 Jahren massive Verzögerungen. Auch andere Kollegen haben mir geschildert, das sie auf Reisekosten,  angeforderte Unterlagen, teilweise 10 Monate warten müssen momentan. Und darauf zielt meine Frage auch teilweise ab, ich als Angestellter kann doch nicht ewig verpflichtet werden im Sinne meines Arbeitgebers auf Änderungen zu achten. Bin ja auch nicht im Personalwesen tätig. Ich möchte mich ja auch dazu von mir aus melden, obwohl ich auch schon Empfehlungen über Weihnachten gehört habe, keine schlafenden Hunde zu wecken. 

 Ich habe zumindest aus meiner Sicht kein Fehlverhalten vorzuwerfen. Ich habe meinen Änderungswunsch persönlich im Gespräch den zwei Vorgesetzten mitgeteilt, diese würde von beiden akzeptiert, aber es gab keine vertragliche Änderung meines Arbeitsvertrages. In meinen Arbeitsvertrag ist aber auch nachdem ich diese gerade in diesen Moment geprüft habe, vereinbart das nur Änderungen und Ergänzungen in Schriftform erfolgen müssen. Das letzte schriftliche Papier, war aber die Erweiterung des Arbeitsvertrages mit den Zuschlag jeden Monat. Mein Wunsch erfolgte mündlich und die Zusage meiner Vorgesetzten auch. 

Um mein Grundanliegen nochmal zu verdeutlichen, ich persönlich mit meinen Wertegrundsätzen finde es falsch, das ich Geld für eine Tätigkeit bezogen habe, die ich seit Monaten nicht mehr ausführe. Aber auch auf der lange Reaktionszeit meines Arbeitgebers, sehe nun auch nicht ein, den kompletten Betrag, der jetzt schon doch eine beachtliche Höhe erreicht hat, komplett über mich als Arbeitnehmer abzuwickeln. Der Betrag bedeutet nun auch keinen direkten finanzielle Ruin für mich, da kann man die Kirche auch im Dorf lassen, mir geht es eher um die Verantwortungspflicht eines Unternehmen gegenüber seinen Angestellten. Andete Forderungen könnte ja schon z.b. die finanzielle Existenz gefährden und das kann ja nicht gewollte sein. Eine Bekannte wurde im Rahmen einen Jahreszeitkontos durch ihren Arbeitgebers in fünf Jahren auf minus 1200 Stunden gebracht, da sie zwar immer ihr volles Geld erhalten hat, aber monatelang nicht geplant wurde und Ihr suggeriert das Sie das ja abarbeiten kann.

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