Kann ein Leben das nur im virtuellen statt findet genauso erfüllend sein wie ein analoges Leben?

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8 Antworten

Ich finde du solltest dich nicht so nieder machen.
Auch mit deinem zeitintensiven Hobby (WoW) hast du ein Studium und die Promotion geschafft.

Der Großteil der Deutschen würde nicht mal das Studium packen auch wenn sie auf alle Hobbies verzichten würden. Von Promotion ganz zu schweigen.

Einen Job der dich über Wasser hält hast du ja auch.

Was du mit deiner Freizeit machst, das ist deine Sache. Solange das im Rahmen des geltenden Rechts liegt. 

Die Erfahrungen die du im Game machst sind gleichwertig wie die aus dem normalen Leben. Es sind deine Erfahrungen und deine Zeit. Aber andere Leute andere Meinungen.

Auf einige Dinge musst du wegen deiner Freizeitbeschäftigung sicher verzichten. Aber dies gilt für alle arten von Aktivitäten.

Die Identifikation mit dem süchtigen Leben ist keine Seltenheit. Eine Sucht kann man sich wie ein Lebewesen vorstellen. Sie versucht mit allen Mitteln sich vor ihrer eigenen Abschaffung zu bewahren. Viele Süchtige bauen  deshalb um den Suchtstoff eine Subkultur auf. In dieser Subkultur gilt der Suchtstoff als normal. Diese Struktur soll dabei helfen die Wahrheit zu verbergen.

Damit der Sucht nichts in die Quere kommen kann, treibt sie den Menschen dazu sich selbst zu manipulieren. Diese Selbstmanipulation ist so ausgefeilt, dass sie oft tatsächlich nicht wahrgenommen wird. Erst im Nachhinein wundert der sich ehemals suchtkranke Mensch darüber, wie systematisch er sich selbst belogen hat, ohne etwas davon zu merken. Manchmal über Jahrzehnte. 

Hinter der Sucht stecken letztendlich Bedürfnisse, die nicht erfüllt wurden. Die Sucht ist ein systematischer Selbstbetrug. In diesem Selbstbetrug geht es darum sich über den Schmerz der vermeintlich nicht erreichbaren Erfüllung von Bedürfnissen mit Ersatzhandlungen hinwegzutäuschen. 

Erst wenn du als Suchtkranker merkst, dass der Schlüssel zur Heilung dieser inneren Schmerzen  in einem selbst liegt und du nicht von äußeren Faktoren abhängig bist, wirst du erneut wagen die  endlose Schleife aus falscher Befriedigung und dem anschließenden  Selbstbetrug darüber zu durchbrechen.

Oft sind es die Schmerzen, die bei Suchtkranken den Stein ins Rollen bringen. Die stetig immer größer werdenden inneren Schmerzen, die irgendwann hinter der von der Sucht errichteten Fassade hervorquellen. 

Ein virtuelles Leben kann nicht genauso erfüllend sein wie das echte Leben. Schon allein wenn ich an die schönen und wichtigen Dinge im Leben denke wie zum Beispiel Familie, Freunde, ein Job der einen Spaß macht. Schwer vorstellbar, dass ein Leben in WoW genauso erfüllend sein kann, schon allein mit dem hintergedanken, dass ein Spiel nicht für die Ewigkeit bleibt. 

Ich hoffe du schaffst es, dein Leben umzukrempeln und die Zeit den wichtigen Dingen im Leben zu widmen. Du verpasst vieles. Das alles, was man mit einem blöden Spiel, welches nach dem ausschalten des PCs nicht mehr da ist, nicht vergleichen kann. 

Deinen PC und die virtuelle Welt kannst du immer an- und ausschalten, wie du es möchtest, aber das echte Leben ist immer da, die Zeit, in der du lebst. 

Ich hoffe du machst was draus. Allein das du dir die Frage stellst, ob ein virtuelles Leben genauso erfüllend ist, zeigt doch, dass dir scheinbar einiges fehlt.

hast du denn sonst irgendwas was  du im leben machen willst?

es gibt viele die echt KEINE ahnung haben was sie mir ihrem leben anfangen wollen... die machen dann wenn überhaupt den schulabschluss den sie machen müssen und fangen danach irgendeine ausbildung an


ich würde dir empfehlen einem arzt bescheid zu sagen, bzw. wegen sucht zu nem therapeuten und am besten in eine kur

so schwer es auch ist, aber ich denke eine auszeit von dem spiel (am besten 3-4 wochen) und dich einfach nur darauf konzentrieren was dir ausser dem spiel noch spaß macht, würde dir jetzt gut tun!!

und vielleicht hast du noch ne soziale phobie? könnte man auch durch den therapeuten heraus finden

was hast du denn studiert, wenn ich fragen darf?


Ich habe Geschichte studiert

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@Polydonius

ah, interessant :)

wie kamst du darauf?

gibt es irgendwas, was man in dem bereich als beruf machen kann, was dich vielleicht auch interessieren würde?

versuche dich mal einen nachmittag damit zu beschäftigen oder so... aber zum arzt/ therapeuten zu gehen wäre auch sehr wichtig

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@keineideekeinei

Naja, ich habe mich vor meinem Abitur für Literatur und Geschichte Interessiert. Im Studium habe ich dann allerdings nur zu Themen gearbeitet, die mir vorgegeben wurden. Mir war schlichtweg einfach egal wozu ich arbeite. Meine Doktorarbeit habe ich zu einem Thema geschrieben, dass meinen Prof. interessierte.... Viellicht gehe ich wirklich mal in mich und überlege was mich interessiert, aber jetzt gehe ich schlafen

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@Polydonius

gute idee :)

du schaffst das schon... ist ja nicht so das dir was weg läuft, gehört ja alles zum leben dazu :P

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Also such dir erst einen Ziel aus. Egal wie Kompliziert es ist. Also zB. Muskleaufbau gesund ernähren und eine Freundin und Freunde finden. Das mit den Spielen: gehe zum Arzt. Wenn du immernoch das Spiel suchtest dann verschenk das Spiel oder Zerstör deinen Acc.. Denk an was anderes. mit Freunden reisen oder mit einer Freundin. viel glück!

Moin. Durch ausprobieren bzw testen im realen Leben, wird man merken, wo die Schmerzen am meisten weh tun. Die Zunahme, von Nahrung wird im realen Leben, nicht zum Tode führen. Wie lange, werden Sie in der anderen Welt überleben? 

Da du erst relativ spät damit angefangen hast (18/19/20?) hast du aufjedenfall gute Chancen da rauszukommen. Nein glaub mir dass ist nicht dein Leben. Ich bin auch spielsüchtig gewesen mit 11/12 hat das angefangen und schlimm geendet. Aber weißt du was mir geholfen hat?

Programmieren lernen.

Wenn du verstehst wie solche Spiele aufgebaut sind, dann verlierst du schnell den Reiz daran. Dann wird einem nämlich klar, dass das was man da sieht im Grunde jedesmal nach einer gleichen Routine abläuft und irgendwann immer ein Ende erreicht ist. Auch dass man rein theoretisch alles sofort haben kann hat bei mir gesorgt dass Ich keinen wirklichen Anreiz mehr sah Spiele zu spielen.

Das wirklich schwere ist dann, einen Ersatz im echten Leben für dieses erfüllende Gefühl zu finden dass einem das spielen gebracht hat. Da machen viele dann Sport u.ä. und das ist oftmals gesünder und vorallem noch erfüllender denn es stärkt sein selbstbewusstsein

Lass dich behandeln.  Das meine ich ernst.   So ein Leben ist nicht erfüllend, es macht dich nur immer mehr krank. 

Es sind schon Leute dadurch gestorben.  Ist kein Scherz!

an deinen argumenten würde ich arbeiten -.-

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@keineideekeinei

Und du hast bessere? ^^

Das man dadurch sterben kann ist ja wohl ein schlagkräftiges Argument.

Und es gibt bereits einige Tote, allein durch WoW

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@Caila

und inwiefern hat der tot mit WoW zu tun? wenn das sein leben ist/ wäre, dann ist es egal ob er von WoW stirbt oder einfach weil man nunmal im leben stirbt... man überlebt nicht unbedingt länger bloß weil man auf ein spiel verzichtet

ich bin nicht in der lage zu behaupten das "ein leben das nur im virtuellen statt findet genauso erfüllend ist wie ein analoges leben"

dafür muss man erstmal das wort "erfüllen" erklären, denn jeder versteht unter einem erfüllten leben etwas anderes

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Das ist aber wahr. Spielsucht ist was schlimmes

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