Kann ein Gehirn gewissermaßen mit Informationen "voll" sein?

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"Das menschlicheGehirnkann enorme Mengen an Informationen verarbeiten. 2,5 Millionen Gigabyte beträgt sein Speichervermögen, haben Wissenschaftler ausgerechnet. Das würde genügen, um den gesamten Bestand der amerikanischen Library of Congress, der größten Bibliothek der Welt, aufzunehmen." Quelle: http://www.focus.de/wissen/mensch/tid-33228/titel-gebildet-statt-gegoogelt-im-menschlichen-gehirn-ist-platz-fuer-eine-ganze-bibliothek_aid_1085234.html

warum man sich aber manchmal die einfachsten Sachen nicht merken kann bleibt ein Mysterium ;) - es ist so als hätten wir zwar die Hardware, wissen aber nicht wie man sie vollständig nutzt!

Ich würde jetzt mal behaupten, dass das Gehirn ziemlich viel an Informationen aufnehmen kann...es entwickelt sich ja ständig weiter und setzt bei neuen Erkenntnissen und Informationen neue Verknüpfungen und erweitert somit seinen Speicherplatz...das was uns am Behalten von Informationen hindert ist der tiefsitzende Filter des Gehirns...vieles was es als "wichtig" einstuft, behält man z.B. als Baby den Geruch der Mutter (den kennst du in dem sinne dein leben lang...). Würde es diesen Filter nicht geben, würde der Mensch wahrscheinlich in kürzester Zeit vor der ankommenden Informationsflut von Augen, Ohren, Hautrezeptoren, etc. zusammenbrechen...

Nebensächliches an Informationen filtert das Gehirn automatisch aus z.B. Leute die dir in der Fußgängerzone begegnen...wie viele Leute sind an dir vorbei gegangen, wie sieht jeder einzelne aus, diese Informationen filtert das Gehirn als "unwichtig" heraus und man vergisst sie sehr schnell...

Beim Lernen ist es ähnlich. Klar kannst du kurzzeitig viele Informationen speichern und hast dann das Gefühl nicht mehr in deinen Kopf zu bekommen. Das größte Problem beim lernen ist es, dem Gehirn die Wichtigkeit dieser Informationen zu vermitteln. Durch immer wiederkehrendes Wiederholen behält sich das Gehirn die Informationen besser, als alles auf einen Schlag, die Informationen die auf einen Schlag kommen, behält man sich meist nicht sehr lange...spätestens nach der 2. Klassenarbeit hat man keinen Schimmer mehr was man damals gemacht hat.. ;-)

Ich persönlich mache viel mit akustischer Stimmulation. z.b. Lernen mit sog. Alpha- oder Beta-Welle und Einschlafen mit Delta-Wellen oder ganz allgemein einfache Entspannung-Musik. Damit lerne und schlafe ich persönlich am besten und ich kann es aus eigener Erfahrung empfehlen. Hierbei muss allerdings auch gesagt werden, das nicht jeder Mensch gleich gut oder schlecht auf diese art von Gehirnstimmulation reagiert...Mich spricht es sehr gut an und ich kann es in diesem Sinne nur Empfehlen...

Gruß Kai

Begrenzt ist nur, wieviel gleichzeitig neues dazukommen kann. Das Hirn löscht unwichtige Dinge selber, wird also nie voll. Außerdem ist die Kapazität irre groß, Du wirst es nie vollkriegen.

Im Übrigen lernt man umso leichter, je mehr schon drin ist, weil es mehr Anknüpfungspunkte für neu gelerntes gibt.

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