Kann ein einzelner Mensch überhaupt einer Religion aus eigener Überzeugung angehören. Bitte lesen?

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27 Antworten

Also sagen wir mal so...wenn du Teil einer Religion wirst/ in sie hineingeboren wirst, wird es (zumindest in unserer Gesellschaft) immer wieder von außen Anfechtungen geben, die deine Überzeugungen in Frage stellen. Als intelligenter Mensch wirst du dir Gedanken über diese äußeren Einwirkungen machen und immer wieder an einen Punkt kommen, wo du deinen Glauben (sei es an einen Gott oder mehrere oder auch daran dass es gar keinen gibt) hinterfragen musst. Du betrachtest deinen Glauben aus verschiedenen Perspektiven (natürlich gibt es Leute, die dazu mehr oder weniger fähig sind), und musst am Ende entscheiden, ob du weiter daran festhältst oder nicht. Wenn du jetzt immer wieder möglichst objektiv an die Sache herangegangen bist (oder sogar mal ernsthaft was anderes ausprobiert hast) und trotzdem immer wieder zu dem Schluss kommst, dass deine Überzeugung doch die richtige ist (gerade zum Beispiel weil du Visionen oder dergleichen hast, die auf ein bestimmtes Weltbild hindeuten), dann wirst du auch in der Zukunft dementsprechend denken und handeln. 

Natürlich ist das von Fall zu Fall unterschiedlich. Aber nicht jeder, der in einer Religion aufwächst und sie beibehält, ist sein Leben lang unfähig gewesen, sein Weltbild gegen andere abzuwägen. Es ist möglich, dass er sich einfach immer wieder neu überzeugt hat. Beispiel: Du wächst unter Christen auf. In Deutschland nicht unüblich. Du hast viele atheistische oder sonstwie andersgläubige Freunde. Auch nicht unüblich. Du bist gebildet, fähig dich in andere hineinzuversetzen, aber du merkst, wie es dir trotz allen Zweifeln und Gegenargumenten immer am besten geht, wenn du dich deinem (christlichen) Gott nahe fühlst. Dann ist der Glaube zwar mit in die Wiege gelegt worden, aber du hättest alle Freiheit gehabt, ihn einfach irgendwann wegzuschmeißen. Wenn du dich entgegen aller Argumente, das zu tun, dafür entscheidest, ihn beizubehalten, bist du aus Überzeugung Christ. Erst recht gilt das für Konvertiten. 

Dass es ein höheres Wesen gibt, dass alle möglichen Religionen erfindet (zu welchem Zweck auch immer), sprich, sich auf unterschiedliche Weisen offenbart, kann keiner beweisen oder widerlegen. Folgendes Argument könnte man aber dagegen anführen: Beruhend auf der These im zweiten Absatz erfährt jemand seine Religion als wahr, bis jemand ihm essenzielle Ungereimtheiten oder destruktive Elemente so verdeutlicht, dass er davon ablässt. Es gibt auch Konvertiten, die zwar immer noch glauben, ihre vormals verehrte Gottheit sei nach wie vor real, die sich lediglich bewusst dagegen entschieden haben, ihr weiter anzuhängen. So oder so - wer seine Gottheit/en / sein Weltbild als wahr erfährt, wird es in seiner Gänze auch als Wahrheit auf die Welt anwenden. Beispiel Christ: Es hat sich in seinem Leben bewahrheitet, dass mit Christus leben frei macht, wie in der Bibel versprochen, dass Gebete erhört werden und innerer Frieden geschaffen wird. Dann ist es wahrscheinlich, dass er auch alles andere glaubt, was der christliche Gott von sich behauptet: Der einzige Gott und Schöpfer allen Lebens zu sein. Jetzt kommt es natürlich stark drauf an, welche Art von Erfahrungen du machst. Ob du sie für Nachrichten dieses oder jenen Gottes hältst oder nur für solche ("außerreligiöser") böser Mächte, die sich als diese Gottheit verkleiden. Erfahrungen, vor allem religiöser oder allgemein übernatürlicher Art, sind natürlich oft (nicht immer, aber das ist meine Meinung) subjektiv. Deshalb gibt es auch keinen empirischen Beweis dafür, welche Religion der Wahrscheinlichkeit nach am richtigsten und wahrsten ist. 

Ich hoffe das konnte irgendwie helfen...klingt sehr kompliziert ich weiß :P

Ich selber bin Christ falls das irgendwie interessiert

In einem Punkt hast du absolut Recht:

Nichts und niemand bestätigt Gläubigen dass sie auch tatsächlich den "richtigen" Weg gehen und nicht von einer anderen "Macht", wie zum Beispiel der "Gegenseite" in die Irre geführt werden.

Wenn man sich die Folgen von Religionen weltweit quer durch die Geschichte ansieht, dann erscheint es sehr naheliegend dass die "Gegenseite" da ihre Finger bei der Religionsgründung im Spiel gehabt haben könnte.

Alles jedoch Konjunktive, denn alle Religionen sind nichts weiter als Märchen und Mythen. Gott selbst ist die Erfindung bronzezeitlicher Schaf-und Ziegenhirten die weder lesen noch schreiben konnten, die Welt für eine Scheibe hielten und an schlechten Zähnen gestorben sind.

Keine der Religionen hat auch nur den geringsten Anspruch auf Glaubwürdigkeit, da sich ihre Glaubensgrundlagen widersprechen, Aussagen daraus wissenschaftlich widerlegt wurden und sie voller Logiklücken und Paradoxen sind.

An ein "höheres", oder gar "göttliches" Wesen zu glauben setzt den/die Gläubige/n auf dieselbe Stufe wie besagte Schaf- und Ziegenhirten, welche sich Naturerscheinungen nicht erklären konnten und daher Märchen erfanden um eine Antwort zu haben.

Ich, als jemand, der sich aus eigener Entscheidung als Kind der evangelischen Kirche und als Erwachsener schließlich der Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage angeschlossen hat und zwischenzeitlich als Jugendlicher in der evangelischen Kirche inaktiv wurde, weil er sich von der evangelischen Kirche betrogen fühlte, weil es erst nach der Konfirmation eine Bibelleserunde gab, und diese keine für mich wichtigen Fragen beantworten konnte, wie beispielsweise wenn Gott die Menschen so sehr liebt, wie kann er erwarten, dass sie im Himmel mit der Erinnerung an eine glückliche Liebe und Ehe, allein glücklich sein könnten, da die Ehe nur bis zum Tod geschlossen wird? Und warum wird sie überhaupt nur bis zum Tod geschlossen, wo doch nach christlicher Lehre die Liebe die wichtigste Eigenschaft und daher die Ehe der wichtigste Bund ist, während es in http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus16,19 heißt:"Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein."

Ich habe zwar keine Erscheinung von Christus gesehen, aber durchaus eigene Erinnerungen unter anderem an ein ewiges Dasein und andere geistig früher erlebte irdische Leben einschließlich anderer Variationen meines gegenwärtigen Lebens und ich hatte vor Jahren jemanden kenn kennen gelernt, den ich aufgrund solcher Erinnerungen wiedererkannt hatte und der zumindest eine dieser Erinnerungen ebenfalls hat und mich aufgrund dessen ebenfalls wiedererkannte.

Ich brauche mich nicht dafür zu rechtfertigen, denn ich habe Grund anzunehmen, dass mein damit verbundener Glaube wahr ist und dass mir nichts auf der Welt mir diesen Glauben wieder nehmen kann, aber ich sehe auch nicht, wie Deine These (und mehr ist es auch nicht) meinen Glauben tangieren würde.

Ich finde das schön, aber du kannst doch nicht zweifelsfrei davonausgehen, dass der Urheber dieser Tatsache, der Gott den du dir nach deinem Glauben vorstellst war. Es kann doch genauso gut etwas anderes gewesen sein, ich hole jetzt ganz weit aus, vielleicjt ist ja der Satan der allmächtige, der die diesen Streich gespielt hat. Ich meine wir wissen einfach nichts!

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Was tun, wenn man sich im Kreis dreht. Nimm die Antwort von "Freezo": Er fasst Deine Frage vollkommen nachvollziehbar zusammen mit dem Satz:

Wir wissen nichts. (oder wenigstens nichts genaues, sicheres) Diese Einstellung nennt man Agnostizismus. Da ich mich selbst als Agnostiker sehe, ist mir das nicht fremd.

Dann schreibt aber "Freezo":

"Das ist soweit auch richtig, weswegen es immer mehr Menschen gibt die
sich von der Religion abwenden, es heißt aber auch nicht ohne Grund
Glaube. Der Glaube beschreibt im Prinzip alles was wir nicht genau wissen."

Da ist ein Widerspruch. Denn wenn wir nichts wissen, sind wir irgendwo alle auf "glauben" angewiesen. Glauben im grundsätzlichen Sinn nennt man besser "Metaphysik" - oder Jenseits des sicher erfahrbaren. Natürlich gibt es Dinge, die wir relativ sicher erfahren können, z.B. Häuser, Autos, alles Gegenstände, die wir täglich handhaben. Aber es gibt Grundfragen, die wir nicht endgültig beantworten können. Damit kann man, wie Du, so seine Spielchen treiben. Aber wozu? Der Philosoph Hans Lenz hat geschrieben, und da stimme ich ihm zu: Der Mensch ist ein weltinterpretierendes Wesen. Nicht aus Jux und Dollerei, sondern um mit seiner Interpretation der Welt mit und in dieser zurecht zu kommen. Das ist aber noch nicht alles. Wir sind ja nicht allein auf der Welt. Wir leben in Gemeinschaften und geben uns in Gemeinschaften gegenseitig Halt, in der Art, wie man mit und in der Welt gemeinsam zurecht kommen kann.

Jetzt kommt neben der Moral die Religion ins Spiel. Sie ist eine Lebensweise, gemeinsam mit der Welt zurecht zu kommen. Wenn aber die religiöse Institution an alten Zöpfen festhält und sich weigert, aus einer längst vergangenen Welt mit ihren Interpretationsangeboten sich der neuen Welt anzupassen, dann wird sie nur noch ein Halt für Ewiggestrige oder so Verängstigte, dass die alles glauben, Hauptsache, jemand bietet Halt. Was aber heute geschieht, und der Philosoph Nietzsche hat es als Nihilismus befürchtet, dass wir vereinzelte Haltlose werden. Dann klammern wir uns an diesen oder jenen Guru, es sei denn, wir sind stark genug, ohne Halt von außen eine eigene Weltinterpretation hinzubekommen. Das ist aber so einfach nicht und viele stürzen sich entweder in irgendwelche Ideologien oder betäuben sich im Rausch des Konsums oder der Medien und es darf nie still um sie und in ihnen werden, weil dann ihre Leere zu schreien anfängt.

Die uns nur noch in Fragmenten bekannte antike Philosophie des Agnostizismus war der Epikureismus. Über 400 Bücher Epikurs sind verloren, weil er den Idealisten und den Religiösen ein Teufel war, der ihre Dogmen in Frage gestellt hat, speziell das vom Weiterleben nach dem Tod. Denn mit den Strafen oder Belohnungen nach dem Tod hatten sie die Menschen in der Hand. Und ausgerechnet Epikur lehrte, dass eine übertriebene, künstliche Angst das Material für Marionettenschnüre ist, mit denen die Mächtigen die Menschen nach ihrem Gusto tanzen lassen. Und wenn ich in unsere heutige Welt schaue: Geschürte Ängste überall. Jede Schreckensnachricht aus dem hintersten Himalaya wird uns zum Frühstück serviert. Da frage ich mich immer, wer da die Schnüre zieht, um uns als Marionetten tanzen zu lassen.

es sei denn, wir sind stark genug

Was bedeutet für dich in der Hinsicht "Stärke"?

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Es ist eine von mir sehr komplexe Theorie, mit der ich viele Moslems bsw. sprachlos gemacht habe.

Es kommt immer darauf an, mit dem du sprichst. Ein Moslem folgt nur dem Islam, ist aber nicht der Islam selbst. Wenn du besoffen bist und Auto X gegen die Wand fährst, dann wird Auto X niemals Schuld daran tragen, für dich schon...

Was ich sagen will egal was wir sehen, es gibt doch keinen Tatbestand dem wir trauen können und selbst wenn dee Koran etwaa prophezeien würde was exakt so eintrifft wissen wir doch gar nicht ob eine andere Religion wahr ist und ihr Gott (in dem Falle der wahre in ihrer Vorstellung) den Koran so schreiben ließ einfach aus Lust und Laune, ich kenne nicht die Beweggründe des Allmächtigen.

Testen wir es doch einmal. Wie gut kennst du die Bibel, wie gut kennst du den Koran oder die Tora? Oder anders gefragt, wie lange hast du dir die Haare gemacht, ein Spiel gespielt, usw. usf. und wie lange hast du dich mit dem Koran beschäftigt? Ich weiß bereits jetzt, das du so gut wie keine Ahnung hast. Das soll kein persönlicher Angriff sein aber ich will dir auch sagen, wieso ich davon überzeugt bin, was nebenbei Grundwissen ist - also nichts großes!

Gott ändert seine Meinung nicht, es sind die Menschen. Alle drei Religionen haben den selben Ursprung. Exodus 20,3 "Du sollst neben mir keine anderen Götter haben" - Koran 2:163 "Euer Gott ist einer allein. Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Barmherzigen und Gütigen". Juden: Beschneidung, Koscher, kein Schweinefleisch, usw. - Muslime: Beschneidung, Halal, kein Schweinefleisch, usw. - Christen: Glaubt an Jesus und gut ist :(

Vielleicht hat ein Allmächtiger absichtlich für uns gewisse Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten auf die Erde geschickt um so die Gründung mehrere Religionen zu initiieren, dessen Glauben er dann immer wieder mit Erscheinungen und Wundern festigt und erhalten lässt.

Wäre das fair? Nein! Die Grundvoraussetzung ist aber die Person selbst. Im Koran steht, dass das nur Gott zu entscheiden hat, was bedeutet, dass das nicht du und nicht ich zu entscheiden haben aber ich kann dir die Grundvoraussetzung nennen. Ehrlichkeit, kein Hochmut, kein Neid und kein Hass sowie der eigene Wille es verstehen zu wollen.

Ich weiss es nicht insgesamt maß ich es mir nicht an, irgendeine Religion als falsch oder richtig zu deklarieren.

Einstelllungen (Settings), Subtitles und German.

Du sagst: "Ist das fair?"

Nach deinen menschlichen Maßstäben nicht, aber du weisst doch gar nicht wie der Allmächtige denkt und handelt. Es könnte sogar soweit gehen, dass er die Menschen belohnt, die am meisten betrügen, stehlen, quasi so handeln, dass sie alles daransetzen, in der von ihm geschaffenen Welt zu überleben. Und das belohnt er am Ende und dann hat er absichtlich die Gründung des Islams eingeleitet um die Leute auf die falsche Fährte zu locken. Warum er das tun sollte weiss ich nicht- umgekehrt aber auch nicht.

Fazit: Wir wissen nichts!

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@IvanRodriguez99

Ne, das wäre jetzt sich selbst belügen. Wie gesagt, du musst dich damit beschäftigen und wenn du es nicht tust, dann kannst du auch nicht sagen "woher soll ich das wissen".

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So viele Anworten und zum Teil sehr lange!

Also versuche ich einmal mich kurz zu fassen, mal sehen, ob das klappt.

Ideen, Theorien, Philosphien hgibt es schon mehr als genügend und keine von ihnen hat sich auf Dauer durchsetzen können. Selbst die weitestgehend anerkannten lösen sich imemr wieder gegenseitig ab. So wird es auch deiner Idee ergehen, denn du selbst wirst früher oder später neue Ideen entwicklen.

Deine Idee hat allerdings einen wahren Kern, nämlich den Punkt, dass Gott die verschiedenen Religionen nicht nur zulässt, sondern sogar fördert. Allerdings muss man auch sagen, dass vieles im Laufe der Zeit aus machtpolitishcen Gründen verfälscht wurde. Aber es gibt wohl in allen Religionen noch imemr klelinere Gruppierungen, die sich nicht weit von der Wahrheit entfernt haben.  

Unsere Welt, die materielle "Realität" in der wir leben, ist nicht als "Erholungsort" für unser Vergnügen bestimmt, sondern ist eine Art "Besserungsanstalt" (manche nennen sie ein Gefängnis), in der wir lernen können und sollen, dass all unsere egoistischen Handlungen uns letztendlich nichts einbringen . Mit "nichts" meine ich "keine wünschenswerten Ergebnisse".

Gott hat absolut kein Interesse daran, das "Böse" zu fördern, aber er lässt es zu, damit wir aus den Resultaten unserer Handlungen lernen.

In den Veden wird erklärt, dass jeder Mensch die Möglichkeit erhält, Gott entsprechend seiner persönlichen Möglichkeiten und seines Entwiklungsstandes zu verehren. Religionen hantieren in der Regel mit Geboten und Verboten, deren Einhaltung das Leben hier erträglicher machen sollen . Ganz deutlich gesagt wird das in dem Gebot: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf das es dir gut geht und du lange lebst auf Erden." 

Aber das ist nicht die höchste Stufe, sondern erst der Anfang. Denn das Ziel ist es nicht, es sich hier "gemütlich" einzurichten, sondern das "Gefängnis" wieder verlassen zu können.

Wer noch nicht einmal so weit entwickelt ist, dass er in der Lage ist, bestimmten Regeln zu folgen hat die Möglichkeit auch einer noch niedrigeren Stufe zu "üben". Ich denke da an die Verehrung all der verschiedenen "Halbgötter" in Indien. Die wird in den Veden für die unteren Bevölkerungsschichten sogar empfohlen, obwohl das eigentlich "Beamtenbestechung" ist, denn es gibt nur einen Höchsten Herrn.

Hier ein Artikel, der das beschreibt:  http://www.stephen-knapp.com/prison_of_religion.htm

So ganz kurz ist das nun doch nicht geworden, aber das Thema ist ja auch sehr komplex.

Denkfehler kann es in diesem Bereich überhaupt nicht geben.

Also mit den Leuten, mit denen ich in der Regel solche Diskussionen führe, tendieren dazu, solche Theorien als Blasphemie zu bezeichnen.

Also jede Religion hat so ihre Statuten, wieso sie ausgerechnet an diesen Gott glauben sollten. Wenn man dieses nun anzweifelt und auch die Vorgehensweisen dieser Gottheit, so wird man schnell in die Schiene der Blasphemie gedrückt. Damit outet man sich fast schon zum Antitheisten, Atheisten oder Agnostiker.

Diese gehören aber eben dann keiner tatsächlichen Religion mehr an und könnten nicht erkennen, dass dieser Gott nur Positives bewirkt. Selbst wenn dieser Gott etwas negativ erscheinen liesse, so wird damit eine positive Wirkung erzielt (z.B. Glaubensprüfung). Der Weg zur Erkenntnis führe dann quasi durch das Leid.


Alles was Gläubige über göttliche Wesen zu wissen glauben, haben sie von anderen Menschen erfahren, zum Beispiel von einem Prediger, der sich auf einen Propheten bezieht, welcher wiederum nur in der Bibel, dem Koran oder einer anderen Schrift erwähnt wird, welche wiederum von Menschen geschrieben wurde, welche wiederum diese Geschichten
nur von anderen Menschen erzählt bekamen, die sie von anderen Menschen erzählt bekamen, die sie von anderen Menschen erzählt bekamen.....

Jedem auch nur ansatzweise zum logischen Denken fähigen Individuum müssen dabei doch ein paar Sachen auffallen.

1.
das ist schon eine ziemlich lange Kette der Überlieferung voller Menschen, die alle Fehler machen können, zu ihrem eigenen Vorteil handeln, ausschmücken, weg lassen, vergessen und erfinden.
Kein denkender Mensch kann da noch behaupten es wäre genau so gewesen.

2.
Fast alle der Figuren (zumindest die Wichtigen) könnten eben so gut frei erfunden sein, wir haben keinen Nachweis dafür, dass sie jemals existiert haben

3.
Selbst wenn es die Propheten gegeben haben sollte ist es doch deutlich wahrscheinlicher, dass es einfache Verrückte waren oder dass sie unter Drogen standen und ihre Halluzinationen für Offenbarungen hielten. Ebenso gut ist es möglich, dass sie die Geschichten erfanden und die Leichtgläubigen ausnutzten, so wie es die Führer der heutigen Religionen machen.

Nun zur Ausgangsfrage, wie ein Mensch angesichts dieser Anhäufung an Fehlerquellen noch aus eigener Überzeugung einer Religion angehören kann.

Irgendwas muss ihn dazu bringen, all diese Quellen des Zweifels zu ignorieren und die Geschichten trotzdem für wahr zu halten.

Die meisten religiösen Menschen wurden schon als kleine Kinder indoktriniert. Das geschah meist im Sinne der ortsüblichen Religion, deswegen halten fast alle religiösen Menschen die Religion ihrer Eltern für die Richtige.
Die Indoktrinierung bewirkt, dass der Glaube nicht hinterfragt wird, das logische Denken wurde für diesen Teilbereich des Lebens auch außer Kraft gesetzt. So kommt es, dass selbst gebildete, intelligente Menschen an Götter glauben, die Geschichten über sie für Wahr halten und selbst einfachen logischen Argumenten nicht folgen können, sobald das Ergebnis ihrem Glauben widerspricht.
Bei der Indoktrinierung handelt es sich um eine Art antrainierte Ignoranz.

Es gibt auch viele Menschen, die einen Sinn im Leben suchen, einer Gemeinschaft angehören wollen, oder etwas traumatisches erlebt haben.
Das Schöne bei Religionen ist, dass sie wirklich Jeden nehmen. Sie haben keinerlei Mindestanforderungen, man muss nur schön glauben was verzapft wird und schon ist man gern gesehen. So findet selbst der lausigste ungebildetste Versager eine Gemeinschaft, die ihm einen Lebenssinn gibt, wenn er selbst nicht in der Lage war, einen zu finden.
Menschen, die verzweifelt auf der Suche nach etwas sind, sind leicht zu bearbeiten und glauben oft bereitwillig die absonderlichsten Geschichten. Sie sind auch oft bereit, einen hohen Preis zu bezahlen, zu Beispiel sich ein strenges Regelwerk aufzuerlegen und zusätzliche Pflichten zu akzeptieren.

Man kann froh sein, wenn man zu keiner dieser Gruppen gehört und frei von Wahnvorstellungen sein Leben gestalten kann.

Einen ,,Denkfehler" habe ich in Deinen Ausführungen nicht entdeckt. Aber doch muss ich etwas von einer anderen Seite beleuchten.
Die meisten institutionalisierten Religionen (Buddhismus ausgenommen) haben ein mehr oder weniger ,,anthropomorfes" Gottesbild; das heisst, das dem Gott alle mögliche menschliche Eigenschaften zugeteilt werden.
Auch in Deinen Ausführungen scheint es so zu sein: Gott lässt Koran schreiben usw. Für dieses Gottesbild sind Deine Hypothese (Es ist keine Theorie) nicht einfach widerlegbar.

So weit, so gut. Nur behaupte ich, dass Gott überhaupt keine menschlichen Eigenschaften hat, sondern sich ab und zu in Menschen offenbart; nicht mit einer inneren Stimme oder ähnlich, sondern auf eine hier nicht beschreibbare Art. Diese Menschen fangen dann an, sich ein eigenes Denkmodell (mentale Abbildung) über Gott zu bilden. Das ist legitim; gefährlicher wird es aber, wenn sie dieses Denkmodell verbreiten oder schriftlich festlegen und Andere dann diese Schriften ergänzen.
Das ist mit Bibel, Koran usw. passiert.

Wenn ich den Auftritt des Jesus von Nazareth betrachte: Er hat keine konkrete Angaben irgendwelcher Art über das Wesen Gottes gemacht, sondern ausschließlich in Gleichnissen und Metaphern gesprochen.
Seine Lehre beruht auf Gesinnungs- und Handlungsethik und nicht auf die später von seinen ,,Nachfolgern" definierten Glaubensaussagen.

Gott steht über alle möglichen (menschlichen) Aussagen. Falls jemand tatsächlich glaubt, dass Bibel, Veda oder Koran von Gott ,,diktiert" oder inspiriert sind, dann kann Deine Hypothese durchaus Sinn machen.

Provokante Bemerkung: Wenn Bibel und Koran wirklich von Gott ,,diktiert" wurden; wieso hat es so viele Widersprüche?

Ich denke, dass Jesus ziemlich deutlich auf das Wesen Gottes hingedeutet hat. Er hat von sich behauptet, wer ihn sehe, sehe den Vater (sprich, Gott...weiß aber nicht aus dem Stegreif, wo das steht). Seine Denk- und Handlungsmodelle sind laut seinen Aussagen eins zu eins auf Gott anzuwenden. Er hat zwar nicht ausschließlich in Metaphern gesprochen, aber auch diese zielen darauf ab, Gottes Wesen den Menschen zugänglich zu machen.

Ich bezweifle stark, dass das göttliche Diktat so wörtlich genommen werden darf. Allein dass es vier Evangelien gibt würde dann überhaupt keinen Sinn ergeben. Es handelt sich vielmehr um eine Kompilation von Ereignisberichten aus menschlicher Feder, und manchmal gibt es kleine Überlieferungsfehler (z.B Jesus heilte zwei Besessene statt einen) oder schlicht divergierende Perspektiven. Gottes Diktat sehe ich (als Christ) darin, dass die Kernbotschaft bis heute erhalten geblieben ist. Es steht alles drin, was man über Gott und das Zusammenleben wissen muss. Es steht auch vieles nicht drin, aber das sind alles Dinge, die für die Beziehung zwischen Menschen und von Mensch zu Gott auch nicht essenziell sind. In der Kernbotschaft an sich gibt es keine Widersprüche. 

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@Andracus

Richtig. Jesus hat auf das Wesen Gottes hingedeutet. Er hat Gott nicht ,,erklärt". Ansonsten auch einverstanden; insbesondere mit den letzten zwei Sätze.

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Wieso soll gott die bibel oder den koran diktiert haben? Wie soll ich mir den das vorstellen? Das würde ja absolut gegen die willensfreiheit des menschen verstossen! Ich glaube nicht daran, dass gott die bibel diktiert hat aber ich glaube daran, dass in der bibel und im koran und auch in anderen büchern die richtigen fragen gestellt wurden. - das leben ist sehr wiedersprüchlich. Ich habe schon unzählige male selber sehr wiedersprüchlich gehandelt. Ein wiederspruchsloses leben ist unmöglich. Für mich die wichtige frage ist: welche schlüsse ziehe ich aus der wiedersprüchlichkeit? 

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@Patrickson
  1. Ich sehe auch nicht, dass Gott die Bibel oder den Koran diktiert hat. Aber bestimmte Evangelikalen oder Katholiken glauben daran.
  2. Das Leben kann nicht ,,widersprüchlich" im Sinne der Logik sein; höchstens zu widersprüchlichen Denkmodellen oder Handlungen Anlass geben.
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Hallo,

die Grundaussage deiner Beispiele begegnen uns im Skeptizismus. Die Grundthese besteht in der Annahme, dass es absolut sicheres Wissen nicht geben könne.

Beispiele, die z.B. genannt werden, lauten:

''Das Gehirn im Tank''

Wer sagt uns, dass es diese Welt überhaupt gibt? Es könnte doch auch sein, dass wir nur ein Gehirn im Tank sind, dem ein Computer alles vorgaukelt.

''Der Lügendämon''

Könnte es nicht sein, dass ein Lügendämon uns Dinge nur als wahr vorgaukelt?

''Philosophische Zombies''

Wer sagt mir, dass meine Mitmenschen ein mentales Innenleben haben? Es könnte doch sein, dass sie dieses gar nicht haben und ich der einzige mit mentalem Innenleben bin.

Meiner Meinung nach lässt sich die eigene Existenz als Wahrheit erkennen ''Cogito ergo sum'' (Ich denke, also bin ich). (Rene Descartes)

Man kann argumentieren, dass man für alles andere nur Wahrscheinlichkeiten abschätzen kann.

Dies ist übrigens auch ein Punkt, den ich gelegentlich Atheisten zu erklären versuche. Ihr materialistisches Weltbild ist nämlich keinesfalls rational das einzig mögliche, wie viele annehmen:

Ein Biologe, auf dessen Name ich gerade nicht komme, stellte ebenfalls fest, dass die Naturwissenschaft heutzutage vielfach unhinterfragt von einem reinen Materialismus ausgeht. Einer Grundannahme, derer man sich überhaupt nicht sicher sein kann, auf die aber viele Forscher ihre Thesen unhinterfragt bauen.

Viele Grüße

RKATHOLIK

Die erste und dritte Option von dir habe ich auch schonmal durchdacht.

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Ja natürlich kann ein einzelner Mensch einer Religion aus Überzeugung angehören. Es geht ja um Glauben und Überzeugung - wirklich Wissen tuts ja eh keiner und Beweise gibts auch nicht. Religionen sind Möglichkeiten, aber keine Garantien. Deswegen gehts ja um Glauben.

Ich persönlich 'glaube bewusst'. Ich weiß, dass ich es nicht weiß, ich hab mir ganz viele Möglichkeiten angesehen und mich für die entschieden, die mir am wahrscheinlichsten erscheint.
Für mich kann 'Gott' nur im Einklang mit der Schöpfung sein und zwar so wie sie ist. Schöpfer ist Essenz der Schöpfung - deswegen geht für mich keine Religion, die den Naturgesetzen widerspricht. Das glaube ich, aber ich bin mir bewusst, dass ich es nicht weiß.

Andere sind so von ihrem Glauben überzeugt, dass sie zu wissen glauben, dass das, was sie glauben, das einzig Richtige ist. Davon sind sie voll und ganz überzeugt. Und auch, wenn jemand ihnen eine andere Theorie nennt, bedeutet das noch lange nicht, dass sie dann nicht mehr glauben, wovon sie überzeugt sind. Kuck, ich glaub ja jetzt auch nicht, dass Mensch aus dem Nichts heraus erscheint und ins Nichts wieder verschwindet. Es ist zwar möglich, aber ich glaubs nicht :)

Yeah guter Junge.

Werd dir bewusst was du mit Sicherheit weisst! (; Das ist ein riesiger Anfang!

Aus eigener Überzeugung, nunja Überzeugung ist ein breites Spektrum. Manche bildeten schliesslich Religionen, andere suchen nach Auswegen und manche benutzen lieber die Zunge während das Gehirn Staub fängt
.

Das ist jedem selber überlassen, wichtig ist, nicht über andere zu urteilen, denn wer in Käfige schaut befindet sich selbst in einem.

Sei so frei dir eine eigene Wahrheit zu bilden. Ich habe mich mit vielen Religionen auseinander gesetzt (religio = Rückfindung), denn sind Religionen Baugrund vieler Kulturen, ausserdem ist so ein gemeinschaftlicher Glaube eine enorme Kraft, oder so kommt's mir vor.

Also wenn Du meinst, dass keine religiöse Überzeugung sich so einfach von selber einstellt, z.B. wenn man 1000 Leute, die noch nie was von Religion gehört haben auf einer einsamen Insel sich selber überlässt, dann würde ich sagen ja. Das wäre extrem unwahrscheinlich, dass sich hierbei eine vernünftige Religion entwickelt.

Aber man darf nicht außer Acht lassen, dass es trotzdem diese Ausnahme-Menschen, wie Jesus, Buddha, Mohamed usw. gegeben hat. Jene waren wohl in der Lage eine Religion hervorzubringen.

Was Du auch ansprichst, die Möglichkeit von falschen "Erscheinungen" und insbesondere Missdeutungen bei mystischen Erfahrungen. Da bin ich fest von überzeugt, dass das öfter vorkommt, als einem lieb sein kann. Und meistens kommen dabei  dann die sogenannten "komischen Heilgen" bei heraus.

Und auch das vergleichende Bewerten, also z.B.: war es nun der Geist Gottes oder der meiner verstorbenen Oma, ist gelinde gesagt problematisch.

Und trotzdem gibt es neben der normalen relativen Erfahrung so etwas wie eine absolute Erfahrung, eine Erfahrung jenseits von Dualität. Und in diesem Bereich kann man nicht mehr von Überzeugung sprechen, - schlicht weil für eine Bezeugung baucht es immer Zwei. In diesem Bereich herrscht eine Zweifelsfreiheit, die absolut unerschütterlich ist und nicht von dieser Welt stammt.

Gut und böse sind menschliche Kategorien und ein Allmächtiger ist nur eine Annahme. Aus absoluter Sicht ist eh alles eine Suppe und der menschliche Geist beschränkt und nicht in der Lage, sich das Unvorstellbare vorzustellen. Somit ist mir egal, was irgend eine Religion als absolut beansprucht. Da bleibe ich doch bei Buddha, dem Dharma und der Sangha. Tu Gutes in Deiner Absicht, daraus bezieht sich der Wert Deiner Tat. Und das kann ich als Mensch entscheiden. Also schade ich keinem und fördere das Leben , wo ich kann. Völlig frei von Dogmen und Erklärungsmodellen.

Natürlich kann man deine Theorie nicht widerlegen, genauso wenig kann man aber auch die Existenz höherer Wesen widerlegen. Es geht nicht darum, dass man WEIß, dass ein Gott existiert, das können wir nämlich nicht, sondern darum, dass man an etwas Größeres glaubt, was einem Halt, Hoffnung und Schutz gibt.

Dies sage ich übrigens als Konfessionslose, da ich so einige Standpunkte der Religionen nicht zu vertreten imstande bin.

Ein Denkfehler ist schonmal recht offensichtlich, es handelt sich hierbei nicht um eine komplexe Theorie und auch nicht um etwas Neuartiges, sondern du stellst nur einen simplen Sachverhalt auf möglichst komplizierte Art und Weise dar.

Dein Text lässt sich in einem kurzen Satz zusammenfassen:
Wir wissen nichts.

Das ist soweit auch richtig, weswegen es immer mehr Menschen gibt die sich von der Religion abwenden, es heißt aber auch nicht ohne Grund Glaube.
Der Glaube beschreibt im Prinzip alles was wir nicht genau wissen.

Du kannst glauben, dass noch Bier im Kühlschrank ist, du kannst glauben, dass dein Verein das nächste Spiel gewinnt oder du kannst glauben, dass es einen allmächtigen Gott gibt.
Alle diese Szenarien haben eins gemeinsam, wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau ob diese Annahme auch stimmt.

Noch eine kleine Bemerkung zu deiner Titelfrage... die ist echt merkwürdig.
Nicht nur dass es möglich ist einer Religion aus eigener Überzeugung anzugehören, es ist, zumindest auf spiritueller Ebene, sogar die einzige Möglichkeit.

Du hast Recht mit der letzten Bemerkung. Der Fragesteller hat wahrscheinlich gemeint: ,,spontane" Überzeugung; welche nicht von Eltern usw. überliefert worden ist.

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Es ist eine menschliche Eigenschaft alles zu hinterfragen und wird erst dann befriedigt wenn eine (vermeintliche) Lösung gefunden wird. Die ganz frühen Naturreligionen z.b. gingen alle, obwohl sie völlig unabhängig voneinander entstanden, von einer vielzahl an Göttern aus.

Ich denke es ist vor allem von der Gesellschaft in welcher man aufwächst abhängig ob und was man glaubt.

Es ist von der gesellschaft abhängig an was man glaubt, aber es ist von dir alleine abhängig wie du glaubst und welche schlüsse du daraus ziehst. 

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Schlage mal deinen besten freund oder deine freundin grundlos aus dem nichts heraus und frage sie danach ob sie das " gut" gefunden haben! Sie werden dir wahrscheinlich schon sagen, was sie davon halten und ob sie dein verhalten für "richtig" befunden haben... Danach überlege dir deine Theorie nochmals. 

Ja, aber daraus kann ich nicht die persönliche Definition des Allmächtigen ableiten.

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@IvanRodriguez99

Deine Theorie ist in sich schlüssig. Du hast völlig recht: niemand hat das recht oder die urteilskraft oder die weisheit jemand anderer glauben zu verurteilen. Beurteilen ist etwas anderes; man beurteilt doch andauernd, das ist sogar notwendig. Ich bin überzeugt davon dass du recht gut weisst was in etwa gut und nicht gut ist. Wenn gott böse ist, so bin ich halt auf der falschen seite gestanden, tja pech gehabt, aber ich würde auch das nächste mal wieder für das gute eintreten und mich zuletzt wieder ausbuhen lassen, weil schon wieder falsch! Das leben ist lebensgefährlich! Ich bin nicht deshalb für etwas, zum beispiel das gute, um nacher für die "richtige antwort, glauben" belohnt zu werden, ich bin es aus überzeugung, weil meine bisherige lebenserfahrung darin besteht dass mir gutes gut tut und dass meinen mitmenschen gutes gut tut! An was du glauben willst ist deine entscheidung. Tue was du für richtig hältst! 

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Was für einen Menschen tatsächlich überzeugend ist, kann man nicht pauschalisieren. Das hängt ja von einigen Umständen und Gegebenheiten ab. Das siehst du schon daran, daß beim Thema Glaube und Gott es eben Menschen gibt, die den Islam für Gottes Offenbarung halten, und andere das Christentum und wieder andere, sogar an tausende von verschiedenen Göttern glauben. Von daher kann ein Mensch durchaus persönlich überzeugt sein. Was das dann wiederum praktisch bei ihm bewirkt, ist wieder eine andere Frage. Die einen sprengen sich und andere für ihre Überzeugungen in die Luft und halten alle, die nicht ihren Glauben haben für ungläubig. Andere missionieren und verkünden die Vergebung der Sünden durch Gottes Sohn Jesus Christus. Und wieder andere, opfern den Göttern allerlei Aufmerksamkeit und religiöses Klimbim.

Wenn es etwas gibt, was über allem steht und nur durch Glauben wahrgenommen werden kann, dann muss es von Gott selbst kommen, also offenbart werden. Und das geht nicht global, sondern immer nur persönlich und aufgrund von Informationen, die wir auch verstehen können. Ohne diese Informationen, wissen wir gar nichts und würden tatsächlich nur unseren religiösen Wunschvorstellungen und Phantasien folgen und diese irgendwie formulieren wie eine Bauanleitung und versuchen andere zu überzeugen.

Ich selbst bin Christ - aus Überzeugung. Und zwar aufgrund der Informationen der Bibel und dem Verständnis was ich bekam, seit ich Glauben investiert habe und Gott durch seinen Heiligen Geist mir für vieles in der Welt und für mich selbst die Augen geöffnet hat. Dadurch erkannte ich die Bosheit der Welt und auch meine eigene Verdorbenheit, sowie die absolute Notwendigkeit von meinen Sünden erlöst zu werden. Das sagt die Bibel und zeigt den Weg dazu auf (Johannes 3,16). Sicherlich gehört zum Überzeugtsein auch so etwas wie Lebenserfahrung und auch geistliche Weiterbildung. Das bekommt man, wenn man Jesus Christus nachfolgt und somit ein Kind Gottes geworden ist. Alles Gute.

Ich verstehe nicht , wie du dir die Antworten auf deine Fragen vorstellst. Ich habe das jetzt so verstanden, dass du von uns erwartest, dass wir dir sagen, in welchem Punkt du falsch liegst und ob wir den dann berichtigen können, das Problem bei diesen Fragen ist allerdings, dass sie dir niemand beantworten kann, solange niemand 'die einzig wahre Wahrheit' kennt, denn Niemand kann eine Theorie, die sich ausschließlich auf die transzendente Ebene bezieht, verifizieren oder falsifizieren. Ist zwar ein schöner Denkansatz, aber diese Theorie können genau so wenig Menschen verifizieren, wie zB. die Theorie, dass den Menschen nach dem Tod Stripper und Biervulkane (google "fliegendes Spaghettimonster")erwarten.

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