Kann ein gesetzlicher oder amtlicher Betreuer eine Kontosperre einrichten?

2 Antworten

Die Frage ist zwar schon uralt, aber ich würde den Sachverhalt für zukünftig Interessierte gerne mal klarstellen, weil über das Wesentliche hierbei noch gar nicht gesprochen wurde.

Der Betreute bleibt trotz eingerichteter gesetzlicher Betreuung grundsäztlich voll geschäftsfähig (sofern nicht aus gesundheitlichen Einschränkungen eine Geschäftsfähigkeit von vornherein sowieso ausgeschlossen werden kann.) Also hat der Betreute trotz eingerichteter Betreuung im Bereich der Vermögenssorge auch volle Zugriffsrechte auf sein Konto.

Den Zugriff aufs Konto verweigern kann beispielsweise die Bank, wenn sie überzeugt ist, dass eine Geschäftsfähigkeit ausgeschlossen werden kann.

Der Betreuer darf das Konto für den Betreuten nur dann sperren, wenn der Richter einen Einwilligungsvorbehalt für die Vermögenssorge beschlossen hat. Dies würde bedeuten, dass der Betroffene durch den Richter für geschäftsunfähig erklärt wird im Bereich finanzieller Angelegenheiten. Bei bestehendem EV darf der Zugriff auf das Konto also durch Betreuer / Bank verweigert werden. Ob ein Einwilligungsvorbehalt besteht, ist aus dem richterlichen Beschluss sowie der Bestellungsurkunde ersichtlich.

Das kann er schon, wenn es ihm berechtigt erscheint und er/sie die Betreuung in geldlichen Angelegenheiten vom Amtsgericht bestätigt (Urkunde) hat. Die muss bei der Sparkasse vorliegen.

Nun die liegt vor! heißt das,das ich automatisch kein Geld von der Bank bekommen würde weil sie diese Urkunde im Pc sehen an der Auszahlungsstelle? aber wenn ich zum Beispiel die Bank Frage wie viel ich dem Konto habe sagen die mir das ja auch immer!

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@Tequila89

Weiss ich nicht genau, ob sie die Urkunde an der Kasse sehen können - auf jeden Fall ist die Sperre, bzw. das Limit zu sehen. Eine Kontostandsabfrage ist sicherlich jederzeit möglich. Warst Du bei der Kontoeröffnung nicht dabei, bzw. habt Ihr keinen Taschengeldbetrag zur freien Verfügung festgelegt?

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