Kann ein Arbeitgeber generell 3 Wochen Urlaub ablehnen.

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5 Antworten

Grundsätzlich hat ein Arbeitgeber die Urlaubswünsche der Arbeitnehmer zu berücksichtigen, wenn es nicht stichhaltige Gründe gibt, die dasnicht möglich machen; das ergibt sich aus dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7 Abs. 1 Satz 1:

Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen.

Das gilt zunächst auch für die Dauer des Urlaubs! Dazu heißt es in § 7 Abs. 2:

Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, daß dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen.

Aber selbst dann, wenn betriebliche Gründe gegen einen längeren zusammenhängenden Urlaub sprechen, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf mindestens 2 zusammenhängende Wochen.

Eine grundsätzliche Verweigerung eines 3-wöchigen Urlaubs ist dem Arbeitgeber also nicht erlaubt, sondern nur für den Fall, dass wichtige betriebliche Gründe dagegen sprechen, die er aber nicht nur behaupten, sondern auch nachweisen muss.

Auch bei einer unberechtigten Weigerung des Arbeitgebers darfst Du aber auf keinen Fall eigenmächtig Deinen Urlaub länger antreten (das könnte schwerwiegende arbeitsrechtliche Konsequenzen bis zur fristlosen Kündigung zur Folge haben), sondern müsstest dann Deinen längeren Urlaub vor dem Arbeitsgericht erklagen (die Sinnhaftigkeit sei dahingestellt).

Ein Arbeitgeber hat einerseits die Interessen des Betriebes und andererseits die Belange aller Mitarbeiter zu berücksichtigen. Oder anders ausgedrückt - er muss die Urlaubspläne für den Betrieb erst einmal unter Berücksichtigung aller Umstände erstellen. Lässt der Einzelfall keinen Urlaub von 3 Wochen zu, kann er dies auch ablehnen. Ob allerdings eine pauschale Ablehnung möglich ist, ist eine andere Frage.

Er muß nur 2 Wochen am Stück gewähren. http://www.gesetze-im-internet.de/burlg/

Er muß nur 2 Wochen am Stück gewähren.

Das ist falsch!

Wenn Du das gelinkte Gesetz genau gelesen hättest (§ 7), dann würdest Du wissen, dass er auch 3 Wochen genehmigen muss, wenn nicht wichtige betriebliche Gründe dagegen sprechen.

Denn in jedem Fall - also auch wenn es betrieblich "hakt" - muss er aber mindestens 2 Wochen genehmigen, wenn der Urlaubsanspruch insgesamt mehr als 2 Wochen beträgt.

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Ja kann er soweit ich weiß. Weil er dann seine Arbeitskraft zu lange nicht hat und sich dann evtl. jmd. einstellen müsste XD Besser konnte ich´s nicht Formulieren

Weil er dann seine Arbeitskraft zu lange nicht hat und sich dann evtl. jmd. einstellen müsste

Das ist als Argument allerdings völlig abwegig!

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Ja wiso sollte er das nicht können? Wen es betriebsbedingte nicht möglich ist.

Hier ist aber die Frage nach der Berechtigung einer "generellen" Ablehnung gestellt, also nicht nur der erlaubten aus wichtigen betrieblichen Gründen - und "generell" darf der Arbeitgeber es eben nicht!!

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@Familiengerd

Doch wen es generell für das Unternehmen schlecht ist wen jemand 3 Wochen am stück Urlaub macht ist das rechtens. Anspruch hat man nur auf 2 Wochen zusammenhängenden Urlaub den kann man nicht generell verbieten.

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@Nemesis900

Das ist Unsinn!!! Bevor Du solche Behauptungen - die schlicht und einfach falsch sind - in den Raum stellst, solltest Du Dir erst einmal das Gesetz genau durchlesen, dann würdest Du das nämlich nicht schreiben - vorausgesetzt natürlich, man versteht das Gesetz auch!

Da heißt es nämlich im BUrlG § 7 Abs. 2.: "Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren", und nur dann, wenn das auch betrieblichen oder privaten Gründen nicht möglich ist, müssen mindestens 2 Wochen zusammenhängend genommen werden - und in meiner Antwort unten ist es ausführlich erklärt!

Einfach mal Gesetz und Antwort lesen - das hilft vielleicht!

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