Kann ein ADHS Kind mit Dyskalkulie,Lagsthenie und Dypraxsie so einfach von der G-Schule als behindert eingestuft werden?

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4 Antworten

Die Frage ist ja, wieso das Jugendamt nicht hilft. 

Wenn ich so lese, was dein Sohn alles hat, tut er mir schon ziemlich leid, aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mir nicht vorstellen, dass es ihm in einer Einrichtung für behinderte wirklich gut gehen würde. Legasthenie und Dyskalkulie sind keine Lernbehinderungen. Es sind lediglich Lernschwächen. Ein Mensch, der Legasthenie/Dyskalkulie hat, kann dennoch ziemlich intelligent sein. 

Selbiges gilt für ADHS und Dyspraxie. Das sind alles keine Behinderungen, sondern Einschränkungen. Gegen die eine Menge unternommen werden kann. Ich finde es bedauerlich, dass du deinen Sohn auf eine Schule für geistige Behinderte stecken möchtest. 

Ich würde ein ASOF- Verfahren einleiten, um erneut den Förderbedarf eures Sohnes testen zu lassen. Wenn ihr Glück habt, wird er als "Lernbehindert" eingestuft, vielleicht aber auch als "motorisch". Dann sucht ihr einige geeignte Schule, die inklusiv ist. Es gibt einige Gesamtschulen, die schon Jahre lange Erfahrungen mit dem Thema Inklusion haben. Deinem Sohn stehen so viel mehr Fördermöglichkeiten zu Verfügung, als auf einer Förderschule mit Ausgang "Werkstatt".

Gleichzeitig solltet ihr euch um wirklich effektive Therapien bemühen. Grade im Bereich der Legasthenie können die Betroffenen nahe zu geheilt werden. Ich selbst bin Legasthenikerin, kann aber dank einer Intensiven Lerntherapie ziemlich gut schreiben und lese mittlerweile sehr gerne. Ich bin auch sicherlich kein Einzelfall

Auch für Dyskalkulie gibt es entsprechende Lerntherapien, wie viel Erfolg die bringen, kann ich nicht beurteilen, wobei einige Eltern berichten, dass die Therapie ihre Kinder nach vorne gebracht hat.

Für Dyspraxie gibt es Ergotherapie und teilweise auch Physiotherapie, die ebenfalls Wunder wirken kann. 

Gegen ADHS gibt es Medikamente und Verhaltenstherapie. 

Ich kann nicht nachvollziehen, wie dein Sohn mit 16 Jahren noch so arge Probleme haben kann, dass du ihn als behindert einstufen möchtest. Da habt ihr in der Vergangenheit eine Menge versäumt. Macht es nicht noch schlimmer und helft ihm seine Defizite aufzuarbeiten, soweit es noch möglich ist.

Ich weiß auch, dass ich mich mit dieser Antwort ziemlich weit aus dem Fenster lehne, weil ich nicht weiß, was da bei euch in der Vergangenheit schon alles gelaufen ist, aber wenn die Therapien keine Erfolge erzielten, dann wäre es angebracht gewesen Therapeuten zu wechseln.

Wie steht dein Sohn überhaupt zu der ganzen Sache?

Es tut mir leid, dass die Antwort grade in eine ganz andere Richtung abgedriftet ist, wobei ich mir wirklich sehr gut vorstellen kann, dass sich das Jugendamt querstellt, weil es die Dinge eben genauso sieht, wie ich.

Vielleicht denkst du da mal drüber nach.

Ich wünsche euch und vor allem deinem  Sohn alles Gute für die Zukunft!

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Die Schule ist ja nicht für solche Einstufungen zuständig. Da müsstet Ihr euch vorher erstmal darum kümmern, dass der Förderbedarf auch offiziell festgestellt wird (Schulamt z.B.). Dann sollte da nichts mehr gegen sprechen.

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würd mich mit Hilfsträgern wie Caritas, Diakonie usw. in verbindung setzen die haben Fachleute die dicch beraten können. Jugendpsychologe wäre auch möglich den zahlt die kasse1

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Ja, vor Gericht gehen. Keine andere Möglichkeit. Es gibt dafür Spezialanwälte.

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