Kann Ehefrau nach Tod des Partners das ihm gehörende Auto ohne Erbteilung übernehmen

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liegt kein Testament vor tritt gesetzliche Erbfolge ein; diese besagt, dass nicht die Ehefrau Erbin ist, sondern die Abkömmlinge in gerader Linie, hier also die Kinder; nach dem Gesetze besteht nämlich zwischen Ehepartnern keine Verwandtschaft; daher hat der Gesetzgeber das Erbrecht von Ehegatten gesondert geregelt; die Lage ist so, dass der überlebende Ehegatte 1/4 des Erbes als Erbteil bekommt; bestand der gesetzliche Güterstand (Zugewinngemeinschaft), dann bekommt der überlebende Ehegatte ein weiteres Viertel als pauschalen Zugewinnausgleich; insgesamt geht also an die Ehefrau die Hälfte; die andere´Hälfte verteilt sich auf die Kinder nach gleichen Anteilen; zum PKW: nach § 1932 BGB erhält bei gesetzlicher Erbfolge der überlebende Ehegatte wenn Erben erster Ordnung (Kinder) vorhanden sind die Hausratsgegenstände, soweit sie zu einer angemssenen Führung des Haushaltes nötig sind; auch der gemeinschaftlich genutzte PKW gehört zu den Haushaltsgegenständen (AG Erfurt in FamRZ 02/849);

Die gute Frau hatte ihren Wagen verkauft - soll sie jetzt ohne Auto dastehen? Ist das arm - klingt so ein bisschen nach Leichenfledderei.........Puckelige Verwandtschaft sage ich zu solchen Leuten, die sich hinterher darum fetzen.

Wenn kein Testament besteht erbt erstmal nur die Ehefrau, die Kinder koennen Ihren gesetzlichen Erbteil einfordern. Da die Kinder ja nur zum Ehemann gehoeren bezieht sich der Pflichtteil auch nur auf den Anteil des Verstorbenen am Gesamtvermoegen. Eingebrachte Vermoegenswerte und -zuwachs muessen in diesem Fall mitaufgerechnet werden, denn theoretisch koennte ja die ueberlebende Ehefrau einen weit hoeheren Anteil an Vermoegen eingebracht haben...

@riara: Deine Antwort ist so nicht ganz richtig; liegt kein Testament vor tritt gesetzliche Erbfolge ein; diese besagt, dass nicht die Ehefrau Erbin ist, sondern die Abkömmlinge in gerader Linie, hier also die Kinder; nach dem Gesetze besteht nämlich zwischen Ehepartnern keine Verwandtschaft; daher hat der Gesetzgeber das Erbrecht von Ehegatten gesondert geregelt; die Lage ist so, dass der überlebende Ehegatte 1/4 des Erbes als Erbteil bekommt; bestand der gesetzliche Güterstand (Zugewinngemeinschaft), dann bekommt der überlebende Ehegatte ein weiteres Viertel als pauschalen Zugewinnausgleich; insgesamt geht also an die Ehefrau die Hälfte; die andere´Hälfte verteilt sich auf die Kinder nach gleichen Anteilen; zum PKW: nach § 1932 BGB erhält bei gesetzlicher Erbfolge der überlebende Ehegatte wenn Erben erster Ordnung (Kinder) vorhanden sind die Hausratsgegenstände, soweit sie zu einer angemssenen Führung des Haushaltes nötig sind; auch der gemeinschaftlich genutzte PKW gehört zu den Haushaltsgegenständen (AG Erfurt in FamRZ 02/849);

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@Guppy194

Ich glaube ich hatte hier eine Verfuegung im Kopf, wobei sich die Ehepartner gemeinsam als alleinige Erben einsetzen, eigentlich unglaublich, dass man das in diesem Fall nicht gemacht hat. Insofern hast Du recht, allerdings gilt dann immernoch die 50% fuer die Ehefrau unter der Voraussetzung, dass der Zugewinn nicht ausergewoehnlich von der ueberlebenden Ehefrau erbracht wurde. Wahrscheinlich ist das Erbe eh nicht sehr voluminoes (Golf Diesel)...:-)

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Jener Cousin, dessen Eltern und deren Geschwister sind allesamt verstorben, gem. der Erbfolge würde nun mein Nachbar ( als Cousin) und dessen Schwester (als Cousine) in die Erbfolge eintreten, ich denke, das ist die 3. Ordnung gem. Erbfolge.

Die Schwester ist nun in 3. Ehe verheiratet, die Männer aus 1. und 2. Ehe leben noch und aus den ersten beiden Ehen auch je 2 Kinder, die jeweils bei den Vätern aufgewachsen sind.

Die 3. Ehe besteht nun 2 Jahren, wurde allerdings im Ausland geschlossen, in dem Heimatland des 3. Ehemanns, der auch sodann mit ihr hier lebt.

Diese Schwester (Cousine) will das Erbe entweder antreten, bekommt allerdings ebenso wie der 3. Ehemann Transferleistungen oder aber, was wir uns nicht vorstellen können, will sie das Erbe für einen obligatorischen Euro an den neuen Ehemann verkaufen, damit die Kinder, die Ämter und die ersten beiden Ehemänner leer ausgehen, so ihre Aussage...

Nun meine Fragen:

  1. Kann sie das Erbe überhaupt an den neuen 3. Ehemann abtreten?

  2. Haben die Ehemänner der 1. und 2. Ehe Anspruch, denn diese wollen es für die Kinder und Enkel verwenden?

  3. Haben ihre leiblichen Kinder auch ohne ausschlagen des Erbes durch deren Mutter ( die Schwester des Nachbarn) einen Anspruch auf einen Erbteil?

  4. In wie weit ist der 3. aktuelle Ehemann überhaupt erbberechtigt, der keinerlei Verwandtschaftgrad zu dem Erblasser hat?

  5. Wird das Nachlassgericht generell über solche Sachverhalte informiert, womit gemeint ist, dass die Nachlassnehmer auch noch Kinder haben, sofern diese überhaupt erbberechtigt sind?

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