Kann die transzendentale Meditation einfach immer so entspannend bleiben oder gerät man immer in eine emotionale Sackgasse?

3 Antworten

Diese Webseite ist Propaganda extrem radikaler Christen und keine neutrale Quelle. Sachliche Kritik an der TM-Bewegung ist jedoch angebracht.

Nach meiner Kenntnis beruht Transdenzentale Meditation auf einem Mantra, das man im Rahmen einer Einweihung "individuell" nur für sich selbst erhält.

Demzufolge kann man angeblich keine TM ohne einen solchen Kurs praktizieren, weil du nicht dein "persönliches" Mantra erhältst.

Aussteiger der TM-Bewegung haben dagegen interne Listen veröffentlicht, auf denen das Mantra lediglich standardmäßig nach Geschlechter und Alter verliehen wird.

Nach dem Glauben der Anhänger ist jedoch dieses Mantra "nur für dich" ausgewählt. Das ist der Grund, weshalb TM niemand alleine übt.

TM ist eine riesige Geldmaschine, zu der auch der Verkauf von Ayurveda-Produkten ("Maharishi Ayurveda") und Ayurveda-Kurse gehören.

Wenn du dich auf irgendein Mantra konzentrierst, machst du "Mantra-Meditation". Diese Praxis ist nicht auf TM beschränkt.

Menschen auf der ganzen Welt üben irgendeine Form von Mantra-Meditation ohne auch nur jemals von Maharishi Mahesh Yogi geübt zu haben.

Da du offenbar das Gefühl hast, dass Mantra-Meditation dir gut tut, spricht nichts dagegen, dass du sie einfach weiterführst.

Es ist zwar keine TM, weil du den erforderlichen Kurs nicht besucht hast - aber wer braucht schon TM, wenn er anderweitig glücklich ist?

Ich selbst bin Buddhist un meditiere täglich, ganz ohne irgendwelche Mantras und habe auch nicht das Bedürfnis, welche zu nutzen.

Mantra-Meditation ist nur eine von vielen Möglichkeiten, eine meditative Geisteshaltung zu entwickeln, daneben gibt es unzählig andere.

Meiner Ansicht nach sollte sich niemand von einem Guru. Meister etc abhängig machen. Er ist oft hilfreich, aber kein unfehlbarer Halbgott.

Von der Webseite musst du dir ebenfalls keine Angst machen lassen, dass ist nur Propaganda, die das Christentum als einzig wahren Weg preist.

Danke! Ja, das tut gut - dass so etwas möglich ist, hätte ich nicht für möglich gehalten. Wahnsinn, wozu man fähig ist. Aber es beruhigt mich jetzt, dass das quasi mit TM nichts zu tun hat, weil ich das ja gar nicht gelernt habe, ich dachte nur, dass es das sein muss. Ich meditiere nur. Danke nochmal! Und es stimmt schon, dass diese Seite von radikalen Christen ist.,

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@mussmawasfragen

Nun, zu wissen "was" man genau praktiziert ist durchaus hilfreich, wenn man mit anderen Menschen darüber spricht. Zu sagen "ich meditiere" ist eben nicht konkret genug.

Ich selbst übe beispielsweise Zazen, jemand anders Vipassana oder Mantra-Meditation. Diese Begriffe benennen eine bestimmte Richtung und durch einmal kurz googeln, und man weiß, worum es geht. ;-)

Die Botschaft auf dieser Webseite ist ganz klar: "Nur Jesus kann dich retten, alles andere ist Teufelswerk".

Du kannst daher sogar damit rechnen, dass viele dieser "Aussteiger-Berichte" aus der Esoterik-Szene schlichtweg erfunden sind, um Ängste zu schüren und Anhänger zu gewinnen.

Meditation kann aus meiner Sicht für Menschen mit psychischen Erkrankungen problematisch sein, weil verdrängte, oder unverarbeitete Bewusstseinsinhalte wieder aufsteigen können.

Deshalb empfehle ich Menschen mit psychischen Erkrankungen, mit ihrem Psychiater über ihre Meditations-Absicht zu sprechen und sich anzuhören, was er dazu meint.

Ansonsten ist Meditation aber nicht "gefährlich", so lange man vor lauter Interesse an "Spiritualität" nicht die Bodenhaftung verliert und realitätsfremd lebt, nur noch in "höheren Sphären" lebt usw.

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Ach was, man muss gar  nirgends mitmachen. Manche spirituelle Gruppen oder Religionen (zb Buddhismus) nutzen Meditation.

Aber man kann es natürlich auch ganz unabhängig davon machen. Es ist ja kein Hokus Pokus, da die positiven Effekte auch wissenschaftlich bewiesen sind.

Du tust dir also wirklich was sehr Gutes, wenn du dich regelmäßig damit entspannst.

Danke für die Antwort. Und du meinst, dass das einfach so bleiben kann!? Weil in dem Bericht steht, dass es ihm damit schleichend total schlecht ging. 

Das finde ich so komisch, denn im Grunde konzentriert man sich ja bei dieser Meditationsart eben nur nicht auf den Atem, sondern eben auf ein Wort.  Das kann doch nicht so "dramatisch" werden?! Viel. war die Person ja auch schon vorher sehr labil..

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@mussmawasfragen

Genau. Ich war mal in einer Tagesklinik, da haben die Ärzte zwar davor gewarnt, dass durch Meditation evtl alles wieder hochkommen kann und man daher aufpassen soll. Aber da gings ja um psychisch Erkrankte. Sie meinten aber auch, das muss man eben ausprobieren. Und das merkt man ja, ob es einem guttut oder nicht. Mir tat es immer gut, trotz Psychoproblemen. Du lernst ja dabei auch, achtsam mit dir umzugehen. Würd ich mir an deiner Stelle keinen Kopf machen.

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TM ist dafür bekannt, dass die entsprechende Technik komerziell vermarktet wird. 

Das finde ich "doof".  Und weil da eben so ein Bohei drum gemacht  wird, frage ich mich ja, ob ich mich quasi auf dünnem Eis bewege  und nur noch nicht verstanden habe, dass man da früher oder später in eine emotionale Schieflage gerät. Denn wenn das immer so toll weitergeht, wäre das ja phänomenal!  Wie zweimal täglich Urlaub!

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@mussmawasfragen

Nachdem ich nun auch die anderen Antworten gelesen habe, fühle ich mich auf sicherem Terrain, weil ich ja lediglich entspannend meditiere.

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@mussmawasfragen

Alternativ kann ich Dir das empfehlen:

https://ich-will-meditieren.de/meditationstechniken/samatha/

Da gibts zwar keine Vermarktung oder Heimlichtuerei, aber viel gibts da im Netz auch nicht. Ein gutes Buch gibt es in Englisch: Right Concentration, von Leigh Brasington.

Im Übrigen hat diese Meditation ein gewisses Suchtpotenzial. Das sollte man wissen bevor man täglich zweimal in Urlaub fährt. Schlecht ist das, z.B. wenn man Achtsamkeitsmeditation machen möchte und immer wieder in die genannten Meditationsarten abdriftet.

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