kann die Stachelanone bei Bauchspeicheldrüsenkrebs helfen und wie hoch sollte die Dosis tägl. sein?

3 Antworten

Bitte recherchieren Sie im Netz auf seriösen Seiten in Bezug auf "Graviola" bzw. "soursop" oder dem lateineischen Name "annona muricata".

Auf der Seite

 

pubmed.com

 zum Beispiel

 finden sie sehr viele langjährige und internationale Studienberichte aus den USA, Japan, England, etc. in Bezug auf Graviola und Tumore. Die Berichte sind meist auf englisch und teilweise wissenschaftlich sehr fundiert. 

Es beweist grundsätzlich das Graviola in den jahrzehntelangen Studien ernst genommen wird.

Ein guter Anbieter für Graviola Produkte im Netz ist graviola.de

Ich hoffe ich konnte Ihnen ein klein wenig weiter helfen.

Die Stachelanone bekämpft eine Untergruppe der Krebszellen. "Krebs" ist keine einheitlich funktionierende Masse sondern ist eben mit verschiedenen Zelltypen versehen. Manche Zellen "ernähren" sich "normal" durch oxidative Prozesse, wofür eine gute Blutversorgung notwendig ist. Manche (dazu zählen die Krebs-Stammzellen) versorgen sich über Glycolyse. Das machen normale Zellen nicht, da es sehr viel weniger Energieausbeute bringt. Das ist jedoch z.T. notwendig für die Krebszellen, da sie sich in Regionen aufhalten wo die Versorgung mit Sauerstoff schlecht ist. Das wird z.T. von Angiogenesehemmern noch gefördert, weshalb beispielsweise das Avastin in der Kritik steht. Und nun zu Deiner Frage: die Stachelanone ist recht wirksam gegen glykolytische Tumorzellen, entweder indem sie diese absterben lässt oder das Wachstum hemmt. Sie lässt andere vermutlich jedoch ungeschoren. Wie viele dieser Zellen Du in Dir trägst bzw. welchen Anteil diese haben kann Dir niemand sagen. "Besiegen" kannst Du den Krebs mit diesem Mittel alleine jedenfalls nicht! Es gibt eine Fallstudie aus den USA 2014/2015 wo ein Brustkrebspatient (metastasierend) 5 Jahre (und laufend) den Krebs in Schach gehalten hat. Dieser hatte chemoresistente Zellen, was durchaus mit erhöhter Glycolyse-Neigung zusammenhängen kann.

Zu beachten: eine Langzeiteinnahme wird u.U. die Darmflora angreifen und in hoher Dosis würde ich es nicht auf lange Sicht hin nehmen, da Annonacin atypisches Parkinson (Tauopathie) auslösen könnte. Und zudem besteht in höherer Dosis eine Neigung zu Leberfibrose (das jedoch "nur" bei Mäusen getestet). Moderat (was immer das heisst) kann man es offenbar nehmen (siehe Fallstudie oben). Auch würde ich es nicht parallel zu einer Chemo nehmen.

Graviola ist also m.E. keine Lutschpastille für gesunde. Du könntest in Maßen genommen u.U. davon profitieren. Ob ja oder nein kann und wird Dir niemand exakt sagen. Wäre das der Fall würde die KK das bezahlen.

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