Kann die Mutter eines Freundes wegen kiffen, rechtlich gegen mich vorgehen?

8 Antworten

Hallo Ryenperfect,

strafrechtlich kann man Dich für weder für den Konsum, der an sich ja nicht strafbar ist, noch für den Besitz von BTM belangen.

Für eine Verurteilung wäre es notwendig, dass man das BTM, wessen Besitz Du beschuldigt  wirst auch als Beweismittel:

  • sicherstellt,
  • Menge und Gewicht feststellt und
  • analysiert um festzustellen, um welches BTM es sich in welcher Zusammensetzung handelt.

Da das Beweismittel aber fehlt, ist eine Verurteilung nahezu ausgeschlossen.

Aber die Mutter hat natürlich das Recht Deine Eltern über den Vorfall zu informieren und sie hat auch das Recht Dir ein Hausverbot zu erteilen.

Den generellen Kontakt kannst sie aber nicht verbieten. Trefft Euch halt beim nächsten mal bei Dir oder woanders.

Schöne Grüße
TheGrow

Klar kann sie Anzeige erstatten, Cannabis ist nach wie vor eine illegale Substanz. Natürlich kann sie auch deinen Eltern Bescheid sagen.

Weitere Szenarien wären denkbar, das hängt aber unter anderem von eurem Alter ab.

Versuche, dich bei ihr zu entschuldigen und richte dich darauf ein, daß du Hausverbot bei ihr bekommst.

Das mit dem Hausverbot ist schon klar aber nachdem es konsumiert wurde, ist es doch nicht mehr strafrechtlich verfolgbar. Oder ist das ein Mythos?

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@Ryenperfect

Du solltest peinlich genau darauf achten, daß ja kein noch so kleiner Krümel mehr in deiner Jackentasche zu finden ist.

Das bringt dir zwar keine Anzeige, aber du bist auf dem Schirm, wenn du verstehst, was ich meine.

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Ich würde als Mutter die komplette Palette fahren. Anzeige, Eltern informieren, Jugendamt wenn du minderjährig bist und du dürftest dich in meinem Haus nicht mehr blicken lassen. 

Außerdem würde ich das jedem erzählen, auch denen die es nicht wissen wollen 

Außerdem würde ich das jedem erzählen, auch denen die es nicht wissen wollen 

Naja, ich würde eher davon abraten, sowas überall rum zu erzählen, denn es droht ein Strafverfahren nach folgender Rechtsgrundlage:

§ 186 StGB - Üble Nachrede

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft

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@TheGrow

Üble Nachrede, darauf Pfeif ich. Er bringt Drogen in mein Haus und "füllt" meinen Sohn damit ab. 

Die Geldstrafe zahl ich gerne

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@Sabsi69

Dann kann der Fragesteller jedem erzählen, dass sein Freund eine rechtskräftig verurteilte Straftäterin als Mutter hat und das ist keine üble Nachrede, sondern die Wahrheit.

Und ob das wirklich sinnvoll ist, seinen Kind tatkräftig vorzuführen, dass es völlig legitim ist Straftaten zu begehen vermag ich zu bezweifeln.

Und vor allem was versprichst Du Dir davon das überall rum zu erzählen? Die meisten denen Du das erzählst, denken sich wahrscheinlich:

Na und? Wer hat denn noch nie einen Joint probiert?

Aber ist Deine Entscheidung

Und falls Du denkst ich oute mich jetzt mit dieser Aussage irrst Du Dich. Ich gehöre zu der seltenen Spezies die noch nie Drogen konsumiert haben und noch nie geraucht haben und nur ganz selten Alkohol trinken. Und Nein, ich bin älter als 10 ^^

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@TheGrow

Mir ist wurscht wie alt du bist. Der Fragesteller würde mich aber nicht anzeigen, dem geht ja jetzt schon die Muffe und denkt an eine Entschuldigung bei der Mutter 

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@Sabsi69

Außerdem steht ja in deinem Paragraph 

" wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist"

Ist doch super, denn lügen verbreite ich ja nicht 

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@Sabsi69

Anzeige hin und her.

Du hältst es auf gut Deutsch also für richtig, Deinem Kind zu zeigen, dass es völlig in Ordnung ist eine Straftat zu begehen, so nach dem Motto, wenn Du eine Straftat begehst ist das nicht ok, aber wenn ich als Elternteil eine Straftat begehe ist das aber durchaus ok?

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@TheGrow

Ich begehe keine Straftat, da ich nur die Wahrheit verbreiten würde

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@Sabsi69

Na, dann klär mich mal auf, wie Du den Nachweis erbringen willst

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@Sabsi69

Doch tust Du, denn den Nachweis kannst Du nicht erbringen.

Wenn Du wissentlich die Unwahrheit verbreiten würdest, währe ja noch zusätzlich folgender Straftatbestand erfüllt:

§ 187 StGB - Verleumdung

Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Da Du aber nicht wider besseren Wissen handelst, sondern nur die Behauptung nicht nachweisen kannst, ist halt nur der Tatbestand des § 186 StGB und nicht der des § 187 StGB erfüllt.

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@TheGrow

Ich hab einen Zeugen wenn es schlimm kommt. 

Da du aber der Meinung bist, das jemand ungestraft in deinem zu Hause dein Kind in Gefahr bringen darf, ist diese Debatte müßig. 

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@TheGrow

den Nachweis kannst Du nicht erbringen

Der Nachweis ist durch das OP erbracht.

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