Kann die Menschheit die Erde leer trinken?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Diese Frage ist einfach zu beantworten :-). Wer trinkt, der muss auch pinkeln! Wasser kann man nicht VERBRAUCHEN!!!!! Diese Aussage ist eine bevorzugte Panikmache der westdeutschen '68-Generation.

Wenn man Wasser zum Trinken oder zum Wäschewaschen benutzt, bleibt es hinterher immer noch Wasser, nur versetzt mit Reststoffen des menschlichen Stoffwechsels oder eben mit Rest- und Schmutzstoffen der Wäsche. Wasser dient im Körper und in der Prozesstechnik als Lösungsmittel. Durch das Filtern im Erdreich (siehe Poolfilteranlage) und durch Mikroorganismen werden diese Reststoffe aus dem Wasser entfernt. Beschäftige Dich mal mit der Technik des Wasserklärens, da nutzt man diesen Trick der Natur aus.

Es gibt nur eine einzige Möglichkeit Wasser zu verbrauchen, und das geht nur mit der Kern-Fusion. Bei der Kern-Fusion werden Wasserstoff-Kerne zu Helium-Kernen fusioniert und die dabei frei werdende Energie z.B. zur Elektrizitätsgeneration genutzt (wenn es eine selbsterhaltende Kernfusion durch Menschenhand gibt ). Das Prinzip der Kernfusion von Wasserstoff findet auch im größten Kernreaktor unseres Sonnensystems statt, der Sonne.

Weiter ist es auch nicht sinnvoll in einer Region, welche reichlich Wasser durch Regen und co. zur Verfügung hat, wie irre den Gebrauch des Wassers einzuschränken. Nur weil wir hier in der BRD am Wassergebrauch sparen ist in den Wüsten dieser Welt nicht mehr Wasser zugänglich.

Also, wir haben gelernt, 1. Wasser kann man nicht verbrauchen, sondern nur gebrauchen!

Wir haben weiter erkannt, 2. das Einschränken des Wassergebrauches in wasserreichen Regionen führt nicht zu einem Vorteil Wasser armer Regionen.

So sieht mal eine vernünftige Antwort aus :) Vielen Dank für die Erklärung!

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@TealC

@TealC: vielen Dank für Deine Beurteilung :-)

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Wasser lässt sich gebrauchen, verschmutzen, versalzen, entsalzen und reinigen, aber niemals verbrauchen. Wasser ensteht nicht und vergeht nicht, seine Menge ist über Jahrmilliarden immer gleich. Im globalen Wasserhaushalt ist die Wassermenge, die alle Menschen gerade in ihren Bäuchen herum tragen, weitaus bedeutungsloser als die Wassermenge, die in Grashalmen gespeichert ist. 

Die globale Gesamtwassermenge beträgt etwa 1 Mrd. Kubikkilometer. (etwa 1 000000 000 000 000 000 Liter) Ein Mensch trägt etwa 50 Liter Wasser in seinem Körper herum. Somit bräuchten wir rund 200 000 000 000 000 000 (200 Billiarden) Menschen, um den globalen Wasservorrat gleichzeitig auf ihre Körper zu verteilen. Das wäre etwa die 30-millionfache Zahl an Menschen, die gegenwärtig leben. Da müsste man schon schätzungsweise weltweit zig Menschen übereinander stellen.

Die irdische Süßwassermenge würde, auf einen Meter Höhe angehäuft, eine Fläche von 35 Milliarden Quadratkilometer einnehmen. Eine derartige Fläche steht allerdings auf der Erde nicht zur Verfügung. Auf die gesamte Landfläche der Erde verteilt würde das Süßwasser eine Höhe von knapp 69 Metern einnehmen.

Von der globalen Wassermenge wird ein Anteil von 0,22 Millionstel von der Menschheit körperlich gebunden. Bei der globalen Süßwassermenge beträgt der Anteil 8,6 Millionstel.

Kurzum, wenn einmal alles auf der Welt knapp werden sollte, wird es noch lange Wasser im Überfluss geben. Die Ozeane schwappen über davon. Und das Grundwasser (Süßwasser!) steht in Berlin so hoch, dass da ständig Keller voll laufen. Auch das Grundwasser läuft immer und fast überall nach, wenn wir von einigen regenarmen Regionen absehen. 

Sehr interessant. Woher hast Du die Zahlen?

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@realsausi2

Die Basisdaten ergoogelte ich schnell (z.B. "Wasserhaushalt"), den Rest schaffte ich mit dem Taschenrechner.

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@dompfeifer

Danke dafür, dass du dir die mühe gemacht hast!

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Es gibt kaum ein Molekül Wasser mehr oder weniger seit Milliarden von Jahren.

Das Wasser wird ja nicht verbraucht, sondern zu 100% wieder in den Kreislauf zurück geführt.

Das Wasser wird niemals ausgehen. Regionale Probleme mit sinkendem Wasserspiegel oder dreckigem Wasser sind natürlich für die Menschen schwerwiegend. Aber die Menge an Wasser bleibt immer nahezu unverändert.


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