Kann die Krankenkasse einem das Geld sperren, wenn ich kündige?

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4 Antworten

Wenn Du kündigst, musst Du zuerst mal zum Arbeitsamt. Da Du dann selbst gekündigt hast, bekommst Du eine Sperrzeit von 12 Wochen vom Arbeitsamt.

Bei der Krankenkasse sieht das so aus:

Besteht ein Krankengeldanspruch bei Kündigung durch den Arbeitnehmer?

Kündigt der Arbeitnehmer bevor er erkrankt, hat dies grundsätzlich keine Auswirkungen auf seine Entgeltfortzahlungs- und Krankengeldansprüche, sollte er sodann erkranken.

Anders liegt der Fall
aber, wenn der Arbeitnehmer erkrankt und dann während der fortlaufenden
Erkrankung die Eigenkündigung folgt. Denn die Kündigung während einer
Krankheit wird rechtlich als Verzicht auf die dem Mitarbeiter zustehende
Vergütung in Form der Entgeltfortzahlung gewertet. Das führt dazu, dass
ab diesem Zeitpunkt vorzeitig Krankengeld bezogen wird. Solch eine
Kündigung kann ein Ruhen des Krankengeldes zur Folge haben. Dies
ist aber nach der Rechtsprechung im Einzelfall zu prüfen und nur dann zu
bejahen, wenn dem Kündigenden ein schuldhafter Verzicht
vorgeworfen werden kann. Dies kann der Fall sein, wenn der Arbeitnehmer
vor Ablauf der Entgeltfortzahlung mit dem Arbeitgeber einen Vergleich
abschließt. Nicht zum Ruhen des Krankengeldanspruchs führt es, wenn klar
ist, dass der Arbeitnehmer die Krankenkasse nicht schädigen wollte,
sondern erhebliche Gründe für die Kündigung hatte. Das ist zu
bejahen, wenn eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für den
Versicherten unzumutbar ist, beispielsweise wenn er gemobbt oder sexuell
belästigt wird.

http://www.kanzleiwehner.de/magazin/krankengeld-bei-kuendigung-abfindung-aufhebungsvertrag/

Warum willst du kündigen?

Du bist erstmal krank geschrieben, erhälst Lohnfortzahlung, ggf. Krankengeld. Lass den Arbeitgeber kündigen, wenn er es für nötig hält.

Wenn du kündigst musst du dich direkt beim Arbeitsamt melden, sonst bist du gar nicht versichert

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