Kann die Evolution in Richtung Reduktion von Komplexität verlaufen?

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4 Antworten

Leichter als umgekehrt. Je mehr Gene für ein Merkmal bestimmend sind, desto stärker unterliegt es der Mutation und damit der Wahrscheinlichkeit, genetische Schäden zu erleiden. Wenn die Selektion dem nicht ständig entgegenwirkt, gehen komplexe Merkmale mit der Zeit verloren. Deswegen haben z.B. Grottenolme, die in ständiger Dunkelheit leben, keine Augen mehr. Oft liegt der Fortschritt in der Evolution aber auch in der Vereinfachung eines Bauplans. So stammen die Insekten z.B. von Vorfahren mit sehr vielen Körpersegmenten ab, deren Zahl immer weiter reduziert wurde. Häufiger, als dass sich hoch spezialisierte Organismen reduzieren, ist jedoch zu beobachten, dass sie aussterben und von ursprünglicheren Arten ersetzt werden.

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Bitte mal im Bio-Unterricht besser aufpassen! Der Mensch stammt nicht vom Affen ab, sondern Affen und Menschen haben gemeinsame Vorfahren.

Evolution besteht aus zwei Prozessen: Mutation und Selektion, d.h. sie kann in jede beliebige Richtung verlaufen. IdR ist es allerdings so, daß komplexere Lebensformen besser an die Umwelt angepaßt sind und damit einen Vorteil bei der Selektion erlangen. Gleichzeitig ist aber die höhere Komplexität weniger flexibel gegenüber größeren Veränderungen der Umwelt, d.h. komplexere Arten sterben bei größeren Veränderungen eher aus.

Ein Beispiel für eine "Rückentwicklung" sind z.B. die rudimentären Hinterbeine, die man beim Bartenwal findet. Ein Überbleibsel aus der Zeit, als die Vofahren der heutigen Wale noch an Land lebten.

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Kommentar von SilverW
14.07.2011, 07:31

komplexere Systeme sind auch anfälliger für Störungen, oder?

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Evolution geht im Allgemeinen in Richtung Kompetenzzuwachs. Da "mehr Kompetenzen" ja irgendwo gespeichert werden müssen, ist damit dann oftmals ein Komplexitätszuwachs festzustellen.

Auffällig ist in diesem Zusammenhang die Zunahme der Systemebenen in der Natur. Nach den Einzellern kamen die Vielzeller (wie wir), die wesentlich komplexer als Einzeller sind. Es gibt aber auch längst schon Superorganismen, zu denen beispielsweise die sozialen Insekten zählen. Für viele Biologen ist z. B. der Bienenstock das eigentliche Lebewesen.

Für andere sind unsere Unternehmen Superorganismen, die in den Märkten (ihren Lebensräumen) evolvieren.

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Kommentar von SilverW
14.07.2011, 10:18

Die Kompetenzen-Idee ist sehr interessant, kommt sie von dir?

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nein - das liegt am chromosomensatz

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