10 Antworten

Pleite gehen können theoretisch ja, praktisch nein.

Die deutsche Bank ist wirklich so wichtig, dass sie auf jeden Fall gerettet würde.

Wer würde denn noch Geld auf eine Bank bringen, wenn die Deutsche Bank zusammenbräche und man Tage darauf warten müsste, bis der Einlagensicherungsfonds zahlt.

Das Problem ist dass das gesamte System zusammen brechen würde, wenn eine Bank dieser Größe Pleite geht. Das ist der Grund warum eine Bank dieser Größe gerettet wird. Ansonsten gibt es keinen Grund eine Bank die sich ihr eigenes Grab geschaufelt hat, mit Steuergeldern zu retten.

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@Fielkeinnameein

Stimmt, der größte Fehler ist dabei übrigens nicht, dass die Bank gerettet wird, sondern dass das Vermögen der Bankationäre gerettet wird.

Staat seinerzeit nach der Lehmann pleite gezielt einzelne Bank zu stützen, hätte man eine Bankenholding schaffen sollen, die in Notgeratene Banken übernommen hätte, deren Liquidität sicher gestellt hätte um dann in Ruhe festzustellen, wie der Status ist. Ggf wäre dann das Kapital auf den richtigen Wert herabgesetzt werden können udn mit einer Kapitalerhöhung aus öffentlichen Mitteln der Laden wieder flott gemacht werden können. Nach einer Sanierung hätte man die Aktien dann wieder über die Börse verkauft und im Normalfall mehr als den Einsatz heraus geholt. Nur die Altaktionäre hätten einen größeren Teil ihres Vermögens verloren.

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Kommt auf die Definition an.

Leider wird vom Volksmund das Wort pleite in meinen Augen vorschnell verwendet.

Pleite heißt nicht, was bei einer Bank sehr schnell vorkommen kann, und z.B. bei allen gestützten Banken der Fall war, "unterkapitalisiert". Noch heißt Pleite für mich "ohne Hilfe der Zentralbank illiquide".

Pleite im engeren Sinne heißt "überschuldet" , also die Verbindlichkeiten ( ohne Eigenkapital ) sind größer als das Vermögen. Es gibt ein rein rechnerisch negatives Eigenkapital.

Dieser Fall kann natürlich bei jeder Bank eintreten, wenn sehr sehr große Verluste anfallen. Ich hab jetzt die Zahlen der Deutschen Bank nicht auswendig im Detail, aber ich würde sagen Pleite im Sinne meiner Definition wäre die Bank bei Verlusten irgendwo zwischen 55 und 60 Mrd. !!! Euro.

Nur wenn sowieso gleichzeitig das ganze Bankensystem kolabiert. Ansonsten wird sie als systemrelvant eingestuft und um jeden Preis gerettet werden.

Ja, und zwar nicht nur die. To big to fail ist nicht mehr. Zumal die DB in si gut wie jeder bekantgewordenen schmutzigen oder zwielichtigen Angelegenheit ihr Finger hat(te). Man mag es kaum glauben. DB und Coba haben zusammen eine zweisteliige Billionenzahl Gelder in riskanten Derivaten. Mehr als das gesamte BIP der EU. Unfassbar. Geht da nur ein kleiner Anteil von vielleicht 5-10% schief, ist Ende im Gelände. Kein Staat und auch nicht mehrere zusammen können noch diese Summen aufbringen.

To big to fail ist nicht mehr.

Haben wir in der letzten Krise ja gesehen .. oh warte .. 

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@Fielkeinnameein

Nicht alles was war kann sich wiederholen. Ich weiß nicht mehr, wer es war, aber irgend ein sehr hoher, wohl ehemaliger, EU Zentralbanke rhat ehrlich geschrieben, dass in einer erneuten Bankenkrise dieses Aus,maßes die Staaten überhauprt nicht mehr zu erneuter rettung in ders Lage wären.

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ypsilon:

Unlängst haben Experten die Pleitewahrscheinlichkeit der Deutschen Bank mit ca. 15 % eingeschätzt.

Kannst du die Aussage eventuell Belegen? #Interesse

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Nein!
Bevor die Bank pleite geht wird sie verstaatlicht um so mit Steuergeldern "überflutet" zu werden um nicht in die Insolvenz getrieben zu werden. 
Nach diesem Prozess wird sie wieder privatisiert, weil ein Staat keine Unternehmen Besitzen darf!


weil ein Staat keine Unternehmen Besitzen darf!

Man nennt das wohl eher "Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren".

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Oder anders gesagt, die Kosten für ihre Zockerei bezahlt der Steuerzahler aber wenn sie wieder Gewinne macht, fließen die nicht wieder zurück an den Steuerzahler sondern an ihre "Besitzer".

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Bevor das passiert werden wir Steuerzahler zur Kasse gebeten.

Also könnte man sagen, dass sich die Deutsche Bank eines Tages wieder fängt und etabliert?

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In aller Kürze: ja. Das nennt man – trotz staatlicher Interventionen – Marktwirtschaft.

da ist irgendwie gepuffert seit 2006, mit euröpäischem Fond.
Bin ich mal über die Börsenaufsicht SEC zufällig drüber gestolpert

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