Kann die Agentur Geld fürs casting nehmen?

5 Antworten

Für ein Casting Geld zu verlangen ist unseriös. Allerdings leben viele Agenturen gerade von diesen Geldern und von der Dummheit der Menschen sehr gut. Dann haben sie es gar nicht mehr nötig Künstler zu vermitteln. Die Agentur die mich vertritt bekommt 20% der Gage von vermittelten Auftritten und das ist normal.

Hallo, ich bin selbst bei zwei Agenturen und habe für das Casting noch nie bezahlen müssen. Die Agentur kann nur einen bestimmten Anteil an den Einnahmen verlangen, wenn eine Vermittlung zustande gekommen ist. LG :-)

Es gibt in diesem Zusammenhang zwei Arten von Agenturen:

Schauspieler-Agenturen vermitteln Schauspieler in Engagements und führen für sie die Verhandlungen. Sie bekommen dafür einen bestimmten Prozentsatz der Gage. Eine solche Agentur hat vielleicht 30, 60 oder 100 Schauspieler unter Vertrag.
Ihr Interesse ist es, für möglichst viele ihrer Schauspieler möglichst gute karrierefördernde und gutbezahlte Jobs zu besorgen.

Casting-Agenturen werden von Produktionsfirmen damit beauftragt, Castings durchzuführen. Sie werden auch von den Produktionsfirmen bezahlt. Eine Casting-Agentur hat theoretisch alle deutschsprachigen Schauspieler (ca. 18.000) in ihrer Kartei bzw. nutzt für ihre Arbeit die Online-Casting-Datenbanken (filmmakers.de, schauspielervideos.de usw.)
Ihr Interesse ist es, im Sinne ihrer Auftraggeber eine Produktion mit möglichst guten und zusammenpassenden Schauspielern zu besetzen und dabei das Gleichgewicht zu finden zwischen einerseits bekannten (und teuren) Namen um die Einschaltquoten zu generieren und andererseits neuen (und daher noch billigen) Gesichtern.

Dazu gibt es noch Betrüger (hauptsächlich 2 Firmen: eine sitzt in London, die andere in Berlin in der Hauptstraße), die angebliche "Castings" in irgendwelchen Hotels durchführen - dabei geht es nur darum, die jungen Leute zu fotografieren und von ihren Müttern eine Unterschrift zu bekommen, dass diese Fotos ins Internet gestellt werden dürfen. Erst zu Hause merken die Mütter dann, dass sie sich mit ihrer Unterschrift zur jährlichen Zahlung eines hohen Betrages (meistens knapp 500 Euro) verpflichtet haben.
Diese beiden Firmen nutzen gern das Internet, z.B. gutefrage.net, um neue Opfer zu finden oder bereits in die Falle gegangene Opfer einzuschüchtern und von rechtlichen Schritten abzuhalten.

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