Kann der Vermieter die Wohnung kündigen weil man den Flur nicht putzt?

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13 Antworten

Diese Hausordnung ist Bestandteil des Mietvertrages. Da steht ganz bestimmt drin, dass ihr diese akzeptiert habt.

Es kann Euch völlig egal sein, was andere machen und wie es bei anderen vor der Haustür aussieht. Ihr habt Euch verpflichtet, diese Reinigung durchzuführen.

Wenn Ihr beide berufstätig seid, müsst Ihr das eben - wie Tausende andere Menschen - am Samstag erledigen. lg Lilo

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Was bei Euch offensichtlich fehlt, ist ein Putzplan. Nach ähnlichen Erfahrungen baten wir die Mieter eines MFH, selbständig einen Putzplan für ein Jahr auszuarbeiten und diesen am schwarzen Brett auszuhängen.

Mit einem von VM moderierten Gespräch hat das dann auch funktioniert und es wurde auch vereinbart, dass jederzeit getauscht werden kann, aber wenn mal nicht geputzt ist, ist die Person verantwortlich, die ursprünglich im Plan stand.

Das funktioniert nun problemlos, denn die Androhung, stattdessen einen Hausmeisterservice zu beauftragen, hat doch zu genügend Druck bei allen geführt. Kündigungsandrohung stand dabei nie im Raum.

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Aus § 573 BGB

(2) Ein berechtigtes Interesse des Vermieters an der Beendigung des Mietverhältnisses liegt insbesondere vor, wenn

1. der Mieter seine vertraglichen Pflichten schuldhaft nicht unerheblich verletzt hat,

Die regelmäßige Treppenreinigung ist ja wohl eine vertragliche Pflicht.

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Der Vermieter kann den bestehenden MV ordentlich kündigen, wenn der Mieter Pflichten aus der Hausordnung nicht erfüllt. Dazu bedarf es zu mindest einer Abmahnung an den säumigen Mieter.

Wichtig: Die Hausordnung muss in den Mietvertrag integriert sein oder separat von Vermieter und Mieter unterschrieben worden sein.

Der Vermieter kann anstelle einer Kündigung auch zu Ersatzvornahmen greifen, die dem Mieter dann in Rechnung gestellt werden.

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Nachdem der Vermieter einen Mieter vergeblich abgemahnt hat, kann er die Kündigung aussprechen.

Wer sich nicht an die Hausordnung hält, muss mit der Kündigung rechnen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, warum man nicht putzt.

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Keinesfalls heiße Luft!

Sie haben die Hausordnung, auf die sich der Vermieter beruft, in Ihrem Mietvertag akzeptiert.

Ein Verstoß kann nach Abmahnung bei Wiederholung durchaus zur Kündigung des Mietverhältnisses führen; folglich sollten Sei wie vereinbart regelmäßig putzen und Ihren Dreck durch Pflichtvergessenheit nicht Dritten zur Entfernung überlassen!

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Nach Abmahnung und wiederholtem Verstoß kann der Vermieter kündigen.

Er könnte aber auch eine Firma beauftragen und das Euch dann in Rechnung stellen.

Was andere machen oder nicht ist egal, ihr habt Pflichten und die gilt es einzuhalten.

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bwhoch2 08.11.2016, 12:54

Der Vermieter wird sicher auch über die Möglichkeit nachgedacht haben, externes Personal oder Firma zum Putzen zu beauftragen. Das wäre sicher für alle Mieter, gerade solche mit wenig Freizeit, die eleganteste Lösung.

Problem dabei ist nur, dass dies die Bereitschaft aller Mieter voraussetzt, einer Neuregelung der Putzpflichten zu zu stimmen. Daran scheitert es dann sehr oft und wenn der Vermieter schon eine ähnliche Erfahrung gemacht hat, wird er lieber den Weg wählen, nach einer Abmahnung die Kündigung auszusprechen, falls sich nichts ändert. Und er würde recht bekommen.

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Kann der Vermieter also kündigen, oder ist das nur wieder heiße Luft?

Selbstverständlich kann der VM dir nach fruchtloser Abmahnung, deiner mietvertraglichen Pflicht turnusgemäßer Treppenhausreinigung künftig nachzukommen, (fristlos) kündigen: (§ 543 II 2, III 1), 573 II BGB :-O

Da spielt es keine Rolle, warum du (inzwischen) keine Lust mehr oder kaum Zeit dafür hast oder was andere alles (nicht) machen.

G imager761


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Ich hab eine Zeit lang regelmäßig geputzt, nachdem aber Leute aus- und wieder eingezogen sind und keinen Finger getan haben, war es mir auch egal.

 

Merkwürdige Einstellung...

Wenn die Nachbarn keine Miete zahlen, dann zahlst Du auch keine mehr?

Die Treppenhausreinigung ist Vertragsbestandteil. Kommst Du dem nicht nach, ist das ein Vertragsverstoß, der sicher auch eine Kündigung nach sich ziehen kann.

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Da die Hausordnung Bestandteil des Mietvertrages ist kann Dir gekündigt werden.

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Du hast mit Deiner Unterschrifrt die Hausordnung anerkannt und musst Dich auch daran halten. Die anderen Mieter natürlich auch.

Kündigen kann er Dir erst nach Abmahnungen.

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bwhoch2 08.11.2016, 13:00

Eine Abmahnung ist jetzt durch diesen Brief erfolgt. Es muss nicht eigens "Abmahnung" drüber stehen. Es reicht, wenn der oder die Verstöße beschrieben sind und wenn gefordert wird, diese künftig zu unterlassen und wenn die Konsequenz angedroht wird, mit der der/die Abgemahnte rechnen muss. Das ist hier wohl eindeutig und nachvollziehbar mit dem Brief passiert.

Es bedarf auch nicht mehrerer Abmahnungen. Im Gegenteil. Wird dreimal abgemahnt, dabei immer die gleiche Konsequenz angedroht, aber nie durchgezogen, muss der Abgemahnte gar nicht mehr damit rechnen, dass er z. B. gekündigt werden kann.

Somit gilt: Eine Abmahnung - dann Kündigung. Dass man dazwischen vielleicht noch einmal telefonieren bzw. persönlich sprechen kann, ändert nichts daran.

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Ja, das kann er, denn die Reinigung der Treppen ist Bestandteil des Vertrages.

Auch wenn man berufstätig ist, hat man genug Zeit um alle zwei Wochen mal die Treppe zu putzen. Dabei sollte es egal sein, wie sich die anderen Nachbarn verhalten. Du hast jetzt den Vermieter am Hals, nicht die anderen.

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 Aber Ihr solltet Euch mal zusammen setzen und das Thema ein für alle Mal bereinigen. Aber man sollte sich schon an den Mietvertrag oder auch Putzplan halten.

Wenn es zu keiner Einigung kommt, hat der Vermieter das Recht, die Reinigung einem Hausmeisterdienst zu übertragen. Die Kosten werden dann auf Euch umgelegt.


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bwhoch2 08.11.2016, 12:56

hat der Vermieter das Recht, die Reinigung einem Hausmeisterdienst

Das Recht hat er nicht einfach automatisch. Er kann im Einzelfall natürlich im Wege der Ersatzvornahme eine Firma oder jemand anders beauftragen, aber nicht automatisch auf Dauer die Putzpflicht eines einzelnen Mieters oder aller Mieter einfach einem Service übertragen. Da gilt oder gelten dann immer noch die Mietverträge, an die sich auch der Vermieter zu halten hat.

Sofern aber bereits im Mietvertrag geregelt ist, dass jederzeit auf Putzservice umgestellt werden kann, funktioniert das natürlich.

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