Kann der Staat als Arbeitgeber jemanden dazu verpflichten, ein Auto zu besitzen, um mobil zu sein?

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11 Antworten

Das zuständige Kultusministerium kann natürlich niemanden zwingen einen Führerschein zu machen, bzw. sich ein Auto zu kaufen.

Wenn der Beamte allerdings kein Auto, bzw. Führerschein hat, kann er an diese Schule bzw. in den Landkreis nicht versetzt werden.

Unter Umständen müsste er dann in einer anderen Region/Stadt seine Tätigkeit ausüben, was dann natürlich sinnvoller weise mit einem Umzug verbunden sein wird.

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Der Staat kann die "Privatmobilität" nur für die Anreise zum ersten Einsatzort verlangen.

Ab hier ist er in der Pflicht die weiteren Einsatzorte am Arbeitstag so zu planen das sie erreicht werden können. Hierzu kann dann auch der AG zur Stellung des notwendigen Fortbewegungsmittel (vom Skateboard über ÖPNV bis zum Geschäftsfahrzeug) verpflichtet werden.

Er kann ja nicht verlangen das der Weg von A nach B nur mit dem Jetpack in hinreichender Zeit erreicht werden kann.

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Nein, das kann weder der Staat, Arbeitgeber auch nicht.
Der Staat kann sich wohlmeindend überlegen dem Lehrer ein Dienstfahrzeug zur Verfügung zu stellen.

Die Ausgestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen ist alleinige Pflicht des Arbeitsgebers, auch dann wenn er als Staat daherkommt.

Wie der Arbeitnehmer seinerseits von A nach B kommt um seinen Arbeitsvertrag zu erfüllen, ist alleiniges Problem des Arbeitsnehmers, auch dann wenn er Lehrer ist.

Wie sich das im Einzelfall löst, je nun, das steht nirgends geschrieben.

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Salue

Kein Arbeitgeber kann bei einem laufenden Arbeitsvertrag fordern, dass der Angestellte einen Führerschein macht und dann privat einen Wagen kauft.

Ein gewerblicher Arbeitgeber wird aber in der Stellenausschreibung bereits darauf hinweisen, dass jemanden für den Aussendienst sucht, der entsprechend mobil ist (Vermutlich wird er auf eine grosszügige Kilometer-Entschädigung hinweisen).

Im Nachträglichen Fall wird er mit den Bewerbern abklären müssen, wer die Stelle aufgrund seiner Mobilität in Frage kommt. Wenn einer der Bewerber für dieses Lehramt die nötigen Voraussetzungen nicht erfüllt, wird man eine geeignetere Person dafür einsetzen müssen.  

Die unabhängig davon, ob es sich um die Mobilität, die Sprachkenntnisse, den Internetanschluss zu Hause, den Willen zur Wochenendarbeit, den Besitz eines Smart-Phones oder andere Punkte des Pflichtenhefts handelt.

Es grüsst Dich

Tellensohn  

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DerHans 09.10.2016, 11:50

Es erfolgt aber (selbst bei Personalmangel) ein "Einstellungsgespräch".

Stellt sich dabei heraus, dass der neue Mitarbeiter einfach nicht flexibel einsetzbar ist, (aus welchen Gründen auch immer), bekommt eben jemand anders die Stelle

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Ich stelle die Frage anders: Ist ein (Bundes)-Land überhaupt verpflichtet einen Lehrer einzustellen?

Anders ausgedrückt - hast Du kein Auto kann man ( und wird man wohl ) Deine Bewerbung in vielen Bereichen möglicherweise nicht berücksichtigen.

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Apolon 08.10.2016, 18:59

Anders ausgedrückt - hast Du kein Auto kann man ( und wird man wohl ) Deine Bewerbung in vielen Bereichen möglicherweise nicht berücksichtigen.

Wie kommst du auf diese Idee?

Bei der Bewerbung muss der Lehrer ja nicht mitteilen, ob er ein Auto besitzt.

Bitte aber beachten, der Dienstherr/Arbeitgeber ist das Kultusministerium des jeweiligen Bundeslandes und daher kann er in diesem Bundesland in jeden Ort/Stadt versetzt werden.

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wilees 08.10.2016, 19:12
@Apolon

Und interessiert es das Kultusministerium anschließend wie der Lehrer von A nach B gelangt?

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Apolon 10.10.2016, 14:55
@wilees

Nein - denn der Lehrer entscheidet wie er von A nach B kommt.

Nur er muss jeden Tag seinen Dienst antreten.

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Natürlich zwingt dich niemand ein Auto zu besitzen. Wie du deinen Arbeitsplatz PÜNKTLICH erreichst, ist deine eigene Angelegenheit.

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Bei neu einzustellenden Lehrern kann ich mir vorstellen, dass man dann eben die Stelle nicht bekommt, wenn man nicht mobil genug ist. Es gibt wahrscheinlich genug Leute mit frischem Examen, die bereit sind, sich in solch einem Fall ein Auto zuzulegen, um die Stelle zu bekommen. 

Bei älteren Verträgen z.B. bei Versetzungen wird ja in der Regel berücksichtigt, wohin man wechseln möchte.

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Also ich kenne dein spezielles Problem als Lehrer nicht, aber üblicherweise wird bei ausgeschriebenen Stellen im öffentlichen Dienst immer als Voraussetzung für die Bewerbung (Einstellung) ......Bereitschaft zur Nutzung des privaten PKW zu Dienstzwecken......angegeben.

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Schulleiter sind denkende Menschen- sie arbeiten lösungsorientiert.

Mitfahrgelegenheit - günstige Einsatzplanung-

Aber ohne Examen wird es schwierig- setz andere  Prioritäten!

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das muss dann aber in der stellenbeschreibung angegeben werden. als lehrer ist das eigentlich nicht erforderlich.

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Nein. Niemand wird dich zwingen, einen FS zu machen oder dir ein Auto anzuschaffen.

Wie du deinen Arbeits- ud Dienstpflichte in zeitlicher Hinsicht gerecht wirst, bleibt dir selber überlassen. Wenn du sie versäumst, wirst du halt rausgeschmissen.

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