Kann der Psychiater anhand von 2 Untersuchungen Psychische Krankheiten komplett ausschließen?

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4 Antworten

Hallo,

also ich kann dir jetzt sicher nicht sagen, was du hast oder was du sagen musst um eine Depression attestiert zu bekommen. Ich habe mich aber mal durch deine anderen Fragen geklickt und möchte dir jetzt einen Rat geben, der unabhängig von einer Diagnose ist.

Auffällig ist erstmal, dass du mehrere, äußerst greifbare Probleme hast, die eine sehr schlechte und frustrierte Stimmung hervorrufen können: Du weißt weder in welche berufliche Richtung du gehen willst oder kannst noch was du mit deiner Zeit anfangen sollst. Du hast eine OP hinter dir an deren Folgen du immernoch kämpfest. Du hast kein gutes soziales Netz, unternimmst wenig mit Freunden und hast auch nicht viele zum reden. Zudem bist du ein ruhiger Mensch, der bereits mit Mobbing zu tun hatte.

Alle diese Dinge können einzeln vielleicht gut weggesteckt werden, alles zusammen würde wirklich jeden fertig machen! Kein Wunder dass es dir schlecht geht. Ich denke auch du liest und googelst zuviel darüber, was du alles an psychischen Kankheiten haben könntest statt an deiner konkreten Situation im Alltag selbst etwas zu verändern.

Natürlich würde ich auch nochmal zu einem anderen Arzt gehen, manchmal (ich betone manchmal) sind sogar Heilpraktiker gute Ansprechpartner bei diffusen und nicht diagnostizierten Dingen, da sie sich mehr Zeit nehmen, mehr zuhören und den ganzen Menschen anschauen. Jedoch würde ich zusätzlich nochmal zu einem Psychotherapeuten gehen, auch wenn man oft lange rumtelefonieren muss bis man einen Termin hat.

Aber ich würde auch versuchen, aktiv selbst etwas zu ändern. Ich empfehle gerne dieses Buch: Arbeitsbuch Selbstachtung von Glenn Schiraldi. Auch andere Bücher aus derselben Reihe, manche speziell auf Depressionen zugeschnitten, sind sehr gut, weil sie ganz konkrete Handlungsempfehlungen und Aufgaben geben, die oft auch Teil einer Psychotherapie sind.

Auch würde ich an deiner Stelle zumindest in Betracht ziehen, die Medikamente zu nehmen die dir verschrieben worden sind. Natürlich vorher den Beipackzettel genau lesen.

Ich denke du steckst gewissermaßen auch in einer Art Krise mit deinem Leben. Du kannst auch kostenlose Gespräche wie zB von der Caritas oder der Telefonseelsorge nutzen, wenn du keine Psychotherapie verschrieben bekommen solltest.

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Kommentar von CBA123ABC321
20.06.2016, 23:43

Danke, dass du dir die Mühe machst, dir einen Gesamteindruck von mir zu gewinnen und meine Beiträge durchschaust. Es stimmt auch - das Bild was du von mir bzw. meiner Persönlichkeit hast.  

Ich denke, du hast recht. Ich nehme die Medikamente einfach einmal. Vielleicht helfen die doch, weil mir geht es echt total bes...  Danke für deine Tipps, werde mmich mal nach einen Termin erkundigen. 

Danke nochmal für deinen Beitrag.

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Ich denke um wirklich rauszufinden was da los ist braucht es mehr als ein paar Tests. Allerdings frage ich mich warum du so drauf bestehst krank zu sein. Scheinbar suchst du ja gradezu jemanden, der dir das bestätigt? Üblicherweise schreiben Leute mit Depressionen hier ihre Probleme rein - tun sich schwer sich selbst zu schützen - und schreiben auch etwas über Leidensdruck. Bei dir lese ich nichts davon. Heißt jetzt auch nichts ist mir nur aufgefallen. Und Lustlosigkeit ist nicht gleich Depression. Das kommt zwar irgendwoher - muss aber keine Depression sein. Das kann zwar eine Krankheit sein aber auch eine Lebensphase. Wenn dir das mehrere Ärzte gesagt haben würde ich einfach drauf vertrauen dass das eine Phase ist. Gibt so Tage/Wochen/Monate wo man einfach nicht in die Puschen kommt. Das muss nicht gleich offiziell attestiert werden.

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Kommentar von Kitharea
21.06.2016, 08:24

Anhand der anderen Beiträge hier die ich erst jetzt gelesen habe würde ich dir raten mal zu keinem Psychiater sondern zu einem Therapeuten zu gehen. Da "darf" man auch als quasi angeblich Gesunder hin - und nach ein paar Gesprächen bin ich sicher da kommt mehr raus als beim Hirnstrommessen. Ich gebe dir allerdings Recht wenn du behauptest es gibt viele schlechte Ärzte. Deswegen besorgt man sich mehrere Meinungen. Letztendlich kann dir nur helfen was/wer zu dir passt.

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Anhand physischer Untersuchungen kann man höchstens organische Störungen ausschließen etwa eine selten vorkommende organische Depression.

Für die meisten psychischen Störungen gibt es Tests, Fragebögen oder Interviews, um bestimmte Störungen ein oder auszuschließen.

Einen generellen Test auf alle Störungen gibt es nicht.

Ein guter Psychiater oder Psychotherapeut kann im Gespräch anhand der Antworten und Inhalte recht gut einschätzen ob was vorliegt und in welcher Richtung.

Eine valide Diagnose kann bei schwereren oder komplexeren Störungen aber nur nach vielen Gesprächen oder im klinischen Setting festgestellt werden.

Falls es dir vorrangig um die Diagnostik geht, wende dich an die nächste institutsambulanz, deren täglich Brot ist das und meist deutlich besser mit Zeit und Erfahrung. Evtl auch eine spezialisierte bei konkretem Verdacht.

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Kommentar von Seanna
20.06.2016, 22:56

Allerdings befähigt dich viel lesen nicht zur Diagnostik, ebenso deine bekannte nicht. Was glaubst du denn zu haben?

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Kommentar von CBA123ABC321
20.06.2016, 23:04

War wahrscheinlich auch kein guter Psychiater, aber wie viele Psychiater muss man aufsuchen um eine richtige Diagnose zu bekommen? 

Der hat ehrlich gesagt einen gar nicht ausreden lassen, einen nichts gefragt, einen nicht richtig zugehört. Die brauchen sich nicht zu wundern, wenn Patienten keine Vertrauen mehr haben. 

Irgendwie habe ich lauter solche Erfahrungen mit Ärzten gemacht. 

Ich habe auch langsam keine Lust mehr drauf, wenn man so behandelt wird, aber danke für die Informationen.

Ich glaube die wollen einfach neue Patienten abservieren. 

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Kommentar von Seanna
20.06.2016, 23:07

Wie gesagt, wende dich an eine Institutsambulanz. Die sind viel mehr - auch von der Abrechnung her - auf Diagnostik vorbereitet und haben daher mehr Zeit, Kompetenz, Erfahrung. Für Psychiater lohnt sich das rein finanziell mit ca 50€ Quartalspauschale absolut nicht, eine qualifizierte Diagnostik zu machen. Die kann man teils zwar extra abrechnen aber die Tests und Interviews müssten legal gekauft werden... das lohnt nicht. Die meisten übernehmen "fertige" Patienten aus Kliniken.

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Kommentar von ThorstenBW87
20.06.2016, 23:08

Falls es für den Fragenden / die Fragende relevant ist: Psychische Störungen werden anhand von diversen Kriterien diagnostiziert. Diese Kriterien sind in einem anerkannten Diagnoseklassifikationssytem der Medizin festgelegt. Erst wenn eine bestimmte Anzahl von Kriterien erfüllt ist, darf eine Diagnose vom Facharzt / Psychiater gestellt werden. In Deinem Fall hat der Psychiater sicher gute Gründe gehabt, keine Diagnose zu stellen. Und das hat er - wie Seanna auch schon schrieb - aus Deinen Antworten entnommen, die Du gegeben hast.

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Hallo!

darf ich Dich mal fragen, was Du Dir davon versprichst, die Diagnose zu bekommen? Warum möchtest Du sie haben? Ich sehe auch in den vorherigen Fragen wenig den Anlass zur Annahme, dass Du eine Depression hast - aber warum möchtest Du eine haben?

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Kommentar von CBA123ABC321
21.06.2016, 10:48

Ich verspreche mir eine  Lösung für meine Probleme zu bekommen. Ich wurde sehr viel gemobbt in der Vergangenheit und will wissen, woran das liegt. Ich weiß, dass es nicht an mir liegt. Ich bin weder hässlich, noch vorlaut, noch arrogant, noch unfreundlich,  sondern einfach nur etwas ruhig (von Natur aus). Na gut, introvertiert (und habe meinen eigenen Kopf) sein ist ja bekanntlich auch ein Grund für Mobbing oder zumindest eher ein Vorwand dafür, weil die Gründe liegen ganz woanders und nicht an den "Opfer". Trotzdem fühle ich mich von der Gesellschaft ignoriert, gemobbt, ausgegrenzt. Ich weiß, dass es einfach daran liegt, wenn jemand ein eher außergewöhnlicher Mensch ist. 

Außerdem will ich endlich eine Antwort auf meine Emotionslosigkeit, das Gefühl nicht mehr Freude an das alltägliche Leben empfinden zu können und meinen Antriebslosigkeit.

Ich weiß ja nicht, woran Sie das festmachen oder wissen wollen, wer eine Depression hat. Meinen Sie etwa Leute im Facebook die Bilder von jemanden der sich auf die Zuggleise legt jeden Tag posten und auch sonstige Bilder mit der gleichen Bedeutung nämlich Selbstm... - meinen Sie wirklich solche Leute haben Depressionen? Ich sehe sowas als Witzig-Macherei, als pubertäres Getue oder als nicht glaubwürdig an. 

Ich habe nur mal geschrieben, dass ich total lustlos und emotionslos bin. 2013 hatte ich ein Ausgebranntsein-Gefühl im Kopf. Sie kennen meine ganze Lebensgeschichte gar nicht. Wer sind Sie um das zu beurteilen? Heißt es nicht im Internet, dass man seine Einschätzungen zwar geben kann, aber immer hinweisen soltle, dass man selber kein Fachmann ist? Oder machen Sie das daran fest, weil ich manch andere Fragestellungen   über Depressionen von manch anderen Leuten unglaubwürdig  finde und wollen mir deshalb auch schreiben, dass meine unglaubwürdig ist, weil ich mich nicht so ausdrücke wie die?

Ich sehe den Unterschied zwischen glaubwürdig und unglaubwürdig genau, daher weiß ich nicht, was Sie bezwecken wollen.

Ich kann Ihnen aber sagen, dass ich genug psychische Probleme im Leben habe, aber man aufgrund meiner Art evtl. nicht annehmen könnte, dass ich etwas habe. Ich kann Ihnen auch sagen, dass ich nicht der Mensch bin, der mich mit ständigen Bilder von Selbstmor.. und weiteren Aufmerksamkeits-Getue über Internet artikuliere. Ich bin der Mensch, den man nicht anmerkt, was er denkt, der bis vor 2 Jahren auch noch an Selbstm... dachte, aber nicht mal die eigenen Eltern es wussten. Irgendwann kam dann die Umwandlung und ich schien durch eine Krankheit zu begreifen, dass mir mein Leben wirklich wichtig ist. Naja und seitdem hat sich etwas in mir verändert und jetzt merke ich es am deutlichsten.

Ich spüre das da etwas nicht stimmt in mir, daher habe ich gefragt/ daher will ich auch eine Lösung wissen. Ich muss nicht jeden meinen Leidensdruck ständig unter die Nase halten und damit Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich brauche niemanden der mich bemitleidet, will nur wissen, was ich in der Fragestellung fordere - nicht mehr, nicht weniger. 

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