Kann der Nachbar verlangen, Baumaltbestände nahe der Grundstücksgrenze zu fällen?

4 Antworten

Es gibt in jedem Bundesland das Nachbarschaftsrecht und in vielen Städten inzwischen auch eine Baumschutzsatzung.

Grundsätzlich kann man sagen, dass nur in den ersten 5 Jahren nach der Pflanzug eines Baumes im Grenzbereich die Möglichkeit eines Einspruchs besteht. Danach hat der Baum eine Art Bestandsschutz. Allerdings gibt es Unterschiede je nach Baumart und auch Fällgenehmigungen nach der Baumschutzsatzung werden unterschiedlich erteilt, je nach Baumtyp. Ein Exot hat z. B. schlechtere Karten, als ein einheimischer Baum und es werden Unterschiede gemacht zwischen Laubbaum und Nadelgehölz. Und es können Ersatzpflanzugen verlangt werden, das passiert aber weniger bei Nadelgehölzen. Du kannst Dich dazu ja mal bei Eurem Grünflächenamt oder Umweltamt erkundigen.

Die Frage ist für mich eine andere. Warum will der Nachbar, dass die Tanne gefällt wird? Stört sie ihn nur so oder nicht sie ihm das Licht oder will er nahe an der Grenze bauen? Und die zweite Frage ist, wie wichtig ist Euch diese Tanne? Vielleicht solltet Ihr mal mit diesem neuen Nachbarn sprechen und versuchen eine friedliche Einigung zu finden. Es ist immer besser, wenn man mit den Nachbarn ein freundliches Verhältnis hat. Es kommt auch der eigenen Gesundheit und Lebensqualität zugute.

Rechtsstand Bayern (kann in einzelnen Bundesländern verschieden sein): Ab 5 Jahren genießen Bäume Bestandschutz. Also kann der Nachbar nicht verlangen, dass sie gefällt werden müssen.

Haftung: Wenn ihr Eigentümer des Baumes seid, dann müsst ihr Euch vergewissern, dass der Baum gesund ist, d.h. es dürfen keine sichtbaren Beschädigungen vorhanden sein, wie z.B. dürre Äste, die herunterfallen könnten, hohle Stellen, Pilzbefall. Sonst haftet ihr wegen Fahrlässigkeit für Schäden, die durch den Baum entstehen würden (bzw. evtl. Eure Haftpflichtversicherung).

Sollte der Baum geschädigt sein und Euer Nachbar Euch darauf hinweisen und ihr handelt nicht, kann die Versicherung wegen Fahrlässigkeit die Zahlung verweigern.

Ansonsten könnt ihr den Baum stehen lassen und 10 m Höhe sind ja wahrlich kein Problem.

Bei Neuanpflanzungen müssten in Bayern 5 m Abstand zu den Grundstücksgrenzen für Bäume eingehalten werden, für Hecken (niedriger als 2 m) 0,5 m, für Obstbäume 2 m. Also falls ihr Euch entschließen solltet, den Baum wegen der Nachbarn - nur weil ihr so nett seid - zu fällen, dann vorher vereinbaren, dass Ersatzbepflanzung in dem Abstand, den ihr wünscht, wieder gepflanzt werden kann.

In manchen Orten gibt es auch eine Baumschutz-Verordnung, das ist bei der jeweiligen Gemeinde zu fragen, damit es dann (bei beabsichtigter Fällung) keinen Ärger gibt.

wenn ein Baum in der Form schon mehr als 10 Jahre steht, gibt es Bestandschutz. Der Nachbar hätte also sich schon früher beschweren müssen. Ansonsten kommt es auf die Gemeinde an. In unserer Gemeinde gibt es eine Baumschutzverordnung, bei der Bäume ab 80cm Umfang nicht gefällt werden dürfen auch wenn sie zu Nah an der Grenze stehen

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In Hessen gibt es keinen Bestandsschutz für Bäume.

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@Indy72

ich meinte im Nachbarschaftsrecht und das müßte ja überall gleich sein oder?

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@Indy72

Auch keine Baumschutzverordnung? Das wäre sehr überraschend.

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@wolli3454

Für Baumschutzverordungen sind die Gemeinden zuständig

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44
@Indy72

Indy72, wie kommst Du denn auf diesen Quatsch? :(

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