Kann der Arbeitgeber einseitig den Arbeitsvertrag (mehr Std) ändern, aufgrund des Überstundenabbaus Urlaub streichen und ungefragt Überstunden auszahlen?

1 Antwort

Das ist eine schwierige Situation, in der eine pauschale und korrekte Antwort durch dieses Forum praktisch nicht passieren kann. Soviel kann ich dir aber sagen: Einseitige Vertragsänderungen sind nicht zulässig. Androhung der Kündigung bei fehlendem Einverständnis zur Vertragsänderung sind nicht zulässig. Eine "Zwangsauszahlung" von Überstunden ist möglicherweise erlaubt.

Dein Mann wird über kurz oder lang das Problem haben, dass der Arbeitgeber ihn aus den von dir beschriebenen Gründen nicht wird halten können. Dann wird er über die Zeit Mittel finden, ihn loszuwerden. Also geh zu einem Anwalt, mit 50 Euro kriegst du schonmal ein Beratungsgespräch, lass dir sagen, wie man dem Arbeitgeber gegenüber tritt. Macht euch beiden klar, was euer Interesse, was ihr eigentlich als Ergebnis wollt. Das wird aus deiner Frage nicht klar.

Ich denke, ihr werdet nicht aus der Nummer raus kommen, irgendwie wird der Vertrag verändert werden müssen, wenn ihr keinen Streit wollt. Arbeitgeber sind mächtige aber keine unbesiegbaren Gegner. Ihr müsst einen Kompromiss anstreben, der das Beschäftigungsverhältnis nicht beschädigt.

Ich rate dir dringend zu einem Rechtsbeistand, einfach nur, weil man als Laie sonst ganz schnell bescheuerte Fehler macht, die man nicht wieder rückgängig machen kann. Und wie gesagt, soooo teuer ist eine Konsultation auch wieder nicht, in Anbetracht des Ergebnisses.

Arbeitgeber erlaubt sich zu viel?

Guten Tag,

Seit längerer Zeit haben einige meiner Kollegen und ich immer häufiger Probleme mit unserem gemeinsamen Arbeitbeitgeber. Bezüglich mehrerer Punkte, welche ich nacheinander ausführlich auflisten werde, würden wir uns gerne erst einmal eine Meinung einholen, bevor wir evtl. den Schritt zum Arbeitsgericht nehmen.

Punkt Nr. 1.

Betriebsratsgründung: Diese hat unser Arbeitsgeber im Arbeitsvertrag verboten/untersagt. Ist diese Klausel im Arbeitsvertrag gültig? Ist eine Kündigung eines Mitarbeiters, welcher eine Betriebsratswahl (erstmalige) ins Leben ruft, rechtens und legitim? Oder handelt der Arbeitgeber dann rechtswidrig?

Punkt Nr. 2.

Stundenabzüge/Sanktionen: Unser Arbeitgeber zieht, bei Verstößen gegen den von Ihm aufgestellten "Maßnahmekatalog", seinen Mitarbeitern Stunden vom geleisteten Dienst ab.

Als Beispiel: Wir haben eine Arbeitszeit von 12 Stunden pro Schicht (Sicherheitsgewerbe). Hat ein Mitarbeiter nun zum Beispiel die vorgeschriebene Kleiderordnung nicht vollständig, sieht der Maßnahmekatalog vor, dass ihm 6 Stunden seines Dienstes nicht vergütet, also abgezogen werden.

Ist dies rechtens?

Punkt Nr. 3.

Lohn nicht zahlen: Diesen Fall haben wir momentan aktuell. Für unsere Arbeit verlangt der Arbeitgeber jährlich ein erweitertes Führungszeugnis (FZ). Ist das aktuelle FZ nun "veraltet" verlangt der Arbeitgeber die Beantragung eines neuen FZ, wofür er ein entsprechendes Schreiben für die Beantragung an den ArbeitNEHMER übermittelt. Wird dieses neue FZ, trotz Beantragung und einreichen der Quittung über die Beantragung und Bezahlung der zuständigen Behörde beim Arbeitgeber, nicht bis zur nächsten Lohnzahlung bei der Firma eingereicht, sperrt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Lohn und lässt die im Arbeitsvertrag festgesetzte Lohnzahlung aus. Lohn bekommt der Arbeitgeber erst mit einreichen des FZ beim Arbeitgeber. Meines Wissens nach ist das rechtwidrig. Ein Mitarbeiter musste, da nach der ersten Beantragung kein FZ bei ihm einging, sein FZ zweimal beantragen. Hier bitte beachten, bis zum Erhalt des FZ können zwei Wochen vertreichen.

Es wäre nett, wenn Sie mir jeden der Punkte bestätigen oder widerlegen könnten. Gerne mit Paragraphen oder was es sonst so gibt.

...zur Frage

Überstundenabbau

Bei uns im Betrieb gibt es für die Mitarbeiter ein Arbeitszeitkonto, auf dem + und - Stunden erfasst werden. Meine wöchentliche Arbeitszeit beträgt 15 Stunden und es haben sich über 100 Plusstunden angesammelt. Was kann man als Arbeitnehmer von Arbeitgeber hinsichtlich der Abwicklung "einfordern"? Ausbezahlt wird nichts und es besteht die Gefahr, dass noch weitere Stunden auflaufen, da ständiger Personalmangel besteht und diese Überstunden einfach geplant werden. Wie würdet ihr euch verhalten? Rechtsgrundlagen? Betriebsrat verhält sich leider "neutral" und zeigt wenig Einsatz für uns als Arbeitnehmer.

...zur Frage

statt 40 Wochenstunden nur 20 sind das Minusstunden?

Statt 40 Wochenstunden hat mein Arbeitgeber mich nur 20 Stunden eingesetzt nun hab ich 20 Minusstunden obwohl wir kein Arbeitszeitkonto haben, denn ich darf von meiner Seite nicht mehr als 40 Stunden arbeiten, kann das einseitig ausgelegt werden?

...zur Frage

Arbeitsvertrag: Arbeitszeit ca. Angaben im Arbeitsvertrag zulässig?

 Ich habe einen Arbeitsvertrag mit der folgenden Arbeitszeitregelung:

"Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt ca.11 Stunden/ 45 Stunden monatlich"

Keine weiteren Regelungen zur Arbeitszeit im Vertrag.

Da ich in den letzten Monaten sehr unregelmäßig eingesetzt wurde, frage ich mal hier in die Runde.

Ist es nach dem Arbeitsvertrag zulässig, wenn mein Arbeitgeber mich für weniger als 45 Stunden einteilt, dass ich dann auch weniger verdiene?

Es gab auch Monate, in denen ich weit mehr als die vereinbarten 45 Stunden arbeiten musste. Aber ausgezahlt wurden immer nur 45 Stunden.

Überstunden wurden dann für die folge Monate gut geschrieben.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gab es auch nicht, da ich nach Einreichung einer Krankmeldung aus dem Dienstplan gestrichen wurde.

Entweder wurden meine durch Krankheit fehlenden Stunden dann mit den Überstunden aus Vormonaten verrechnet oder ich bekam einfach weniger Geld.

Daher mal die Frage ob das so zulässig ist

...zur Frage

Muessen Minusstunden nach einem bestimmten Zeitraum gestrichen werden?

Wir haben ein elektronisches Zeiterfassungssystem auf Arbeit. Demnach habe ich Minusstunden. Ich habe einen Arbeitsvertrag mit 40 Stunden pro Woche. Allerdings hat mich mein Arbeitgeber wiederholt nur fuer 36 Stunden die Woche eingetragen. Muss ich dies akzeptieren und so entstandene Minusstunden nacharbeiten, vor allem weil ich meinen Arbeitgeber mehrmals darauf hingewiesen habe? Verfallen Ueberstunden nach einen gewissen Zeitraum, wenn der Arbeitgeber nicht in der Lage ist die Stunden auszugleichen?

...zur Frage

Resturlaub und Überstunden bei Kündigung durch Arbeitgeber zum 15.

Hallo meine Lieben!

Ich habe - mal wieder - ein etwas komplizierteres Anliegen...

Mir ist - wie erwartet - von meinem Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis zum 15.02.2015 gekündigt worden. Alles soweit in Ordnung, habe vorraussichtlich auch schon eine neue Stelle in einem anderen Unternehmen.

Jetzt geht es nur darum, dass ich noch 16 Tage alten Urlaub habe. Der dürfte mir zweifelsohne zustehen - ich bin mir nur nicht sicher, ob mein Arbeitgeber auf eine Auszahlung bestehen kann. Von der Logik her müsste ich mich vermutlich nicht auf eine Auszahlung einlassen, da der Urlaub ja der Erholung dienen soll.

Dann ist es mit neu anfallendem Urlaub: Fallen mir für den halben Februar auch Urlaubstage an? Ich habe diesbezüglich zu viel Widersprüchlichles gelesen.

Und letzten Endes: Ich habe noch gute 40 Überstunden - die offiziell, wenn es nach dem Chef geht, zwar entstanden sind, aber nicht "mitgenommen" werden dürfen. Laut seiner Aussage sind max. 8 Stunden in den Folgemonat mitzunehmen, der Rest würde verfallen. Der Passus im Arbeitsvertrag, der die Überstunden anspricht, ist allerdings zu pauschal und damit nichtig. Darf ich diese - mehr oder weniger eigenmächtig - einfach meinem Urlaub hinzurechnen?

Wenn ich allen Urlaub nehme (16 Tage alt + 3,5 Tage (für Januar + 1/2 Februar) zzgl. die Überstunden, müsste ich bis zur Beendigung noch genau 11,5 Stunden arbeiten.

Lange Rede - kurzer Sinn: Kann man mich verpflichten, länger zu arbeiten und Überstunden oder gar Urlaub "unter den Tisch fallen zu lassen"?

Ich danke euch bereits jetzt für eure Antworten!

LG, Ninolein

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?