Kann der Arbeitgeber einen 400,- Euro Job nebenbei verbieten oder einschränken?

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6 Antworten

Interessant wäre in diesem Zusammenhang zu wissen,welche Tätigkeit du in deinem Teilzeitjob ausübst.

Wenn du zum Beispiel in einer Bäckerei oder im Einzelhandel beschäftigt bist,besteht die Möglichkeit,dass Kunden,die du in dem medizinischen Nebenjob vormittags besuchst,zum Kundenkreis des Teilzeitarbeitgebers gehören und du sie am Nachmittag in einer anderen Funktion bedienen musst.

Das würde unter Umständen zu einer Einschränkung deiner Nebentätigkeit berechtigen.

Vielen Dank für eure Antworten, es hat sich geklärt.... Der AG hat schlicht und ergreifend keinen Bock, dass ich mir einen 400,- Euro Job zusätzlich suche und versucht es mir dadurch zu versauen... Hat nichts mit Risiko für ihn zu tun...

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Nach meinem Wissen kann grundsätzlich jeder neben einem Vollzeit- oder Teilzeitjob zusätzlich einen 400€ Job ausüben. Wenn der Arbeitgebern aber im Arbeitsvertrag eine Zustimmung zu Nebentätigkeiten aufgenommen hat, so hat er ein Mitspracherecht.

www.fjobs.de/arbeitsmodelle/minijobs

Ich sehe keinen Grund, warum er dies verbieten könnte! Hat er einen Grund für die Einschränkung angegeben?

Der Hauptarbeitgeber kann dich in der Ausübung des Nebenjobs unter bestimmten Voraussetzungen einschränken bzw. diesen auch untersagen. Mit Einschränkung ist aber nur gemeint, dass der AG die Überschreitung der zulässigen Höchstarbeitszeit gem. ArbZG verbieten kann. Ganz verbieten kann er dir einen Nebenjob, wenn du bei der Konkurrenz arbeiten willst. Ansonsten ist der AG nicht berechtigt, dir in der Ausübung eines Nebenjobs derartige Auflagen zu machen, wie in deinem Fall. Die Hausbesuche darf er dir nicht verbieten.

http://abc-recht.de/ratgeber/arbeit/tipps/recht_nebenjob.php

Ja, da liegst du falsch.

Er kann es verbieten, erlauben und erlauben mit Einschränkungen. aber nicht einfach aus Willkür, sondern aus bestimmten festgelegten Gründen.

Wieso verbietet er dir denn Hausbesuche?

Steht alles im Arbeitsgesetz drin (Paragraphen kann ich aber nicht auswendig).

Die Höchstarbeitszeit darf nicht überschritten werden z.B. und dein Hauptjob (was ja dein teilzeitjob in dem Fall wäre) darf unter einer weiteren Beschäftigung nicht leiden.

Das konnte er mir nicht sagen, ich glaube nur, er ist geldgeil und meint mein Teilzeitjob - den ich gewissenhaft ohne Krankheit und Fehlzeiten seit 10 Jahren mache, würde darunter leiden. Was konkret er damit meinte konnte er mir auch nicht erklären.... Leider kann ich auch nicht einfach den Teilzeitjob hinschmeissen, da ich darauf angewiesen bin...

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@Robernd

es sind im Übrigen 10 Stunden pro woche, die ich in dem 400 Euro Job leisten müsste... Insgesamt komme ich also auf ca. 34 Arbeitsstunden in der Woche...

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Steht alles im Arbeitsgesetz drin (Paragraphen kann ich aber nicht auswendig). 

In welchem der für das Arbeitsrecht geltenden Gesetzbücher das stehen soll, wäre aber durchaus mal eine Angabe wert, wenn du auch schon nicht den genauen §§ weißt.

Die Höchstarbeitszeit darf nicht überschritten werden z.B. und dein Hauptjob (was ja dein teilzeitjob in dem Fall wäre) darf unter einer weiteren Beschäftigung nicht leiden

Vollkommen korrekt. Trifft im vorliegenden Fall aber wohl eher nicht zu. Die Einschränkung, die der AG hier machen will, macht keinen Sinn.

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@ralosaviv

also ohne Grund geht es nicht, da muss er sich schon auf was beziehen. sonst ist es willkür und das darf der Arbeitgeber nicht. Hat er gesetzliche Gründe, kann es hier und da was einschränken... aber so wie dein Fall liegt wohl nicht.

er ist geldgeil --> versteh ich nicht. wieso geldgeil? er bekommt doch nichts dafür?!?

also z.B.

"Arbeitszeitgesetz" §5 wären Ruhezeiten geregelt, §6 Nacht und Schichtarbeit, §3 Arbeitszeit (täglich nicht mehr als 8 Std) etc.

Konkurrenztätigkeiten darf er dir auch verbieten.

generell ist auch immer der Tarifvertrag bindend bzw. der individuelle Arbeitsvertrag.

Die Nebentätigkeit ist grundsätzlich zu genehmigen, wenn dadurch keine Kollision inhaltlicher oder zeitlicher Art mit der Haupttätigkeit eintritt. Man muss es aber immer angeben (Anzeigepflicht).

aber wie gesagt ohne gute Gründe kann er das nicht verbieten. wenn er keinen Grund nennt, wird er wohl keinen rationalen haben. und somit ist es schwachsinnig, dass er dir die Hausbesuche nicht genehmigt.

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Was du machen darfst, darf er bestimmen. Hausbesuche hört sich nach Gefahr vom Mehrerkrankung an.

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